Johann Beer

Die teutschen Winter-Nächte

Zendorii a Zendoriis

Teutsche Winter-Nächte

oder die ausführliche und denkwürdige

Beschreibung seiner Lebens-Geschicht,

darinnen begriffen allerlei Fügnissen und

seltsame Begebenheiten, curiöse Liebes-Historien

und merkwürdige Zufälle etlicher von Adel

und anderer Privat-Personen.

Nicht allein mit allerlei Umständen und

Discursen ausführlich entworfen, sondern auch

mit tauglichen Sitten-Lehren hin

und wieder ausgespicket,

allen Liebhabern der zeitverkürzenden Schriften,

wes Standes oder Condition dieselben

sein mögen,

zu sonderlicher Belustigung, nicht ohne

dem daraus entspringenden Nutzen,

entworfen und erstlich

von dem Autore selbsten beschrieben,

hernachmals aber zum bessern Gebrauch

der Lesenden übersetzt und mit saubern Kupfern

gezieret an den Tag gegeben.[5]

Quelle:
Johann Beer: Die teutschen Winter-Nächte & Die kurzweiligen Sommer-Täge. Frankfurt a. M. 1963, S. 5-7.
Erstdruck:
Nürnberg [Hoffmann] 1682.
Erschien unter dem Pseudonym Zendorius a Zendoriis.
Lizenz:
Kategorien:
Ausgewählte Ausgaben von
Teutsche Winter-Nächte
Teutsche Winter-Nächte

Buchempfehlung

Gryphius, Andreas

Catharina von Georgien

Catharina von Georgien

Das Trauerspiel erzählt den letzten Tag im Leben der Königin von Georgien, die 1624 nach Jahren in der Gefangenschaft des persischen Schah Abbas gefoltert und schließlich verbrannt wird, da sie seine Liebe, das Eheangebot und damit die Krone Persiens aus Treue zu ihrem ermordeten Mann ausschlägt. Gryphius sieht in seiner Tragödie kein Geschichtsdrama, sondern ein Lehrstück »unaussprechlicher Beständigkeit«.

94 Seiten, 5.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Geschichten aus dem Biedermeier. Neun Erzählungen

Geschichten aus dem Biedermeier. Neun Erzählungen

Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.

434 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon