Homēros

[508] Homēros, der älteste griechische Epiker. Was man von seinen Lebensumständen erzählt, ist spätere Sage; er soll darnach der Sohn des Mäon (daher der Mäonide genannt) u. der Kretheïs od. Eumetis gewesen u. am Flusse Meles bei Kyme (daher Melesigenes genannt) geboren u. von Phemios zu Smyrna erzogen worden sein, darauf mit dem Schiffer Mentes große Reisen gemacht haben u. auf der Rückkehr in Ithaka erblindet, dann nach Kyme gegangen u. von den Kymäern mit seinem Vorschlag, ihnen seine Lieder gegen Ernährung auf öffentliche Kosten zu singen, abgewiesen worden sein u. hierbei den Namen H. (d.i. der Blinde) erhalten, dann auf Chios eine Sängerschule errichtet, von Samos, wo er nachher gewohnt, eine [508] Reise nach Athen unternommen haben u. unterwegs auf der Insel Jos erkrankt, gestorben u. begraben worden sein. Die Zeit seiner Existenz wird schon von den Alten sehr verschieden angegeben, indem ihn die Einen zwischen den Trojanischen Krieg u. die Rückkehr der Herakliden, also in das 12. Jahrh. v. Chr., Andere um 600 v. Chr. leben lassen; nach Herodot fällt seine Blüthe um 880 v. Chr., nach Andern lebte er zur Zeit des Hesiodos, mit dem er auch einen Wettstreit auf Chalkis bestanden haben soll (vgl. Pamides). Über die Ehre, Vaterstadt des H. zu sein, stritten sich im Alterthume die sieben Städte Smyrna, Rhodos, Kolophon, Salamis auf Cypern, Jos, Argos u. Athen, od. statt Rhodos u. Salamis auch Kyme u. Pylos. Auf jeden Fall ist sein Vaterland die Küste von Kleinasien, u. mehrere jener Angaben seiner Vaterstadt lassen sich vereinigen: wahrscheinlich war er aus Smyrna, welche Stadt von Kyme, einer athenischen Colonie, aus gegründet u. später von Kolophoniern, welche Pylos als ihre Mutterstadt ansahen, besetzt wurde. Da so in Smyrna die verschiedenen Stämme der Äoler, Joner u. Achäer zusammenkamen u. durch sie eine Menge alter Sagen, namentlich vom Trojanischen Kriege zusammengebracht wurden, so wurde jene Stadt ein fruchtbarer Boden für die Epische Poesie, wie sie bei Homer erscheint. Neuere haben die Existenz des H. als eines Individuum ganz bezweifelt u. halten ihn, wie Fr. Schlegel, für den Collectivnamen einer ionischen Sängerschule, in welcher die Poesie fortgepflanzt u. erlernt worden sei (vgl. Homeriden); od. blos für den Zusammenfüger schon vorhandener einzelner Gesänge, od. überhaupt für den Repräsentanten jener Sängerschule. Von den Darstellungen u. Abbildungen H. ist bes. die Apotheose H. berühmt, s.u. Apotheose. Lebensbeschreibungen des H. aus dem Alterthum sind dem Herodotos u. Plutarchos untergeschoben, außerdem von Proklos; dann Leo Allatius, De patria Homeri et Homeri natalibus, Leyd. 1640; Blackwell, Enq. intho the life and writings of H., Lond. 1735, 3. Aufl. 1757 (deutsch von J. H. Voß, Lpz. 1776); Köppen, Über H. Leben u. Gesänge, Han. 1780, u. Aufl. von Ruhkopf, ebd. 1821; Schubarth, Ideen über H. u. sein Zeitalter, Berl. 1821; B. Thiersch, Über das Zeitalter u. Vaterland des H., Halberst. 1824, 2. A. 1832; Müller, Homerische Vorschule, Lpz. 1824, n. A. von Baumgarten-Crusius, 1836; Kreuser, Vorfragen über H., seine Zeit u. Gesänge, Frankf. 1828; Nitzsch, De historia Homeri, Han. 1830–37, 2 Abth.

H. ist der erste griechische Epiker, welcher nicht einzelne Partien aus dem griechischen Sagenkreise überhaupt in kürzeren Gedichten besang, sondern größere, zusammenhängende eines Sagenkreises, nämlich aus dem des Trojanischen Krieges, zusammenhängend in poetischer Einheit darstellte. Seine beiden großen Gedichte sind die Ilias u. die Odyssea; in der erstern werden Scenen aus einem Zeitraum von 51 Tagen der zehn Schlachtjahre vor Troja, vom Zorne des Achilles u. den daraus hervorgehenden Folgen bis zu dem Tode des Hektor, besungen (s.u. Trojanischer Krieg); in der letztern werden die zehnjährigen Irrfahrten des Odysseus nach Beendigung des Krieges u. seiner endlichen Rückkehr nach Ithaka geschildert (s.u. Odysseus). Jedes dieser Gedichte zerfällt in 24 Bücher (Rhapsodien). Da bei aller Übereinstimmung in Ton, Sprache u. Metrik im Allgemeinen, sich doch auch im Einzelnen viele Verschiedenheiten in der Darstellung u. im Versbau, bes. aber im Geiste beider Gedichte finden, überhaupt aber das in der Odyssee geschilderte sociale, religiöse u. sittliche Leben augenscheinlich einer fortgeschrittenen Zeit angehört, so hat es schon in der kritischen Zeit des Alterthums Gelehrte gegeben, welche jene beiden Gedichte zwei verschiedenen Verfassern zuschrieben, welche vielleicht 100 Jahre aus einander gelebt hätten. Solche Kritiker heißen Chorizonten (d.i. Trennende) u. waren z.B. Xenon u. Hellanikos. Weiter ging in neuerer Zeit, nachdem schon früher auf Einzelnheiten hingewiesen worden war, welche gegen die Abfassung beider Gedichte von Einem sprächen, F. A. Wolf, welcher nicht allein die Ansicht der alten Chorizonten wegen der verschiedenen Zeit der Abfassung geltend machte, sondern auch die Behauptung aufstellte, daß, da in jener ältesten Zeit die Schreibkunst noch nicht üblich gewesen sei, auch die Ilias u. die Odyssee nicht geschrieben, sondern, u. zwar mehrere Menschenalter hindurch, blos durch Didaskalie (s.d.) mündlich fortgepflanzt worden sei; ferner, daß keines von beiden von Einem Verfasser herrühre, sondern aus einzelnen Rhapsodien erst später zusammengesetzt worden sei; endlich daß einzelne jener Rhapsodien von H., andere von Rhapsoden (s.d.) herrührten, welche zuletzt zu einem kunstreichen Ganzen componirt worden wären. Diese Ansicht, geistreich dargestellt, fand bei Vielen Beifall, aber auch an Ruhnken, I. H. Voß, Villoison u. A. entschiedene Gegner, welche wegen der poetischen Einheit dieser Gedichte auch an der Einheit des Verfassers hielten. In neuester Zeit ist ein vermittelnder Standpunkt angenommen worden, auf den sich u. A. auch G. Hermann gestellt hat, u. auf welchem man die ursprüngliche Einheit jedes von beiden Gedichten u. also auch die Existenz eines Verfassers annimmt, aber das Einschalten einzelner Verse u. ganzer Abschnitte zugibt, deren Ausscheidung jetzt jedoch nicht mehr möglich sei. Vgl. F. A. Wolf, Prolegomena ad Homerum, Halle, 1795; Spohn, De extrema Odysseae parte aevo recentiore orta quam homerico, Lpz. 1816; Kaiser, De diversa homericorum carminum origine, Heidelb. 1835; Derselbe, De interpolatore Homerico, Heidelb. 1842; Düntzer, H. u. der epische Cyklus, Köln 1839; Hoffmann, Quaestiones homericae, Clausth. 1843–48, 2 Bde.; Lauer, Geschichte der Homerischen Poesie, Berl. 1851; Hiecke, Der gegenwärtige Stand der Homerischen Frage, Greifsw. 1857; Gladstone, Studies on H. and the Homeric ages, Oxf. 1858, 3 Bde.; Lange, Versuch die ästhetische Einheit der Ilias zu bestimmen, Gießen 1826; Arndt, De Iliadis compositione, Lüneb. 1838; Bachmann u. Haupt, Betrachtungen über H. Ilias, Berl. 1847; B. Thiersch, Urgestalt der Odyssee, Königsb. 1821; Hertzberg, De gemina Odysseae forma, Halle 1842.

Die Homerischen Gesänge wurden von Kleinasien, wo sie bes. gesungen u. bewundert wurden, zuerst im 9. Jahrh. v. Chr. unter Lykurgos, angeblich durch Kreophylos, nach Sparta, unbekannt in welcher Gestalt, gebracht. In Athen, wohin sie schon vor Solon gekommen waren, verordnete dieser, um der Willkür durch die Rhapsoden zu steuern, daß diese bei öffentlichen Gelegenheiten schriftliche Exemplare zu Grunde legen sollten. Aber die größten Verdienste erwarben[509] sich in Athen Pisistratos u. seine Nachkommen im 6. Jahrh. um die Sammlung, Anordnung u. Berichtigung derselben, bes. durch den Orphiker Onomakritos, u. zwar mußten die Rhapsoden die Iliade od. Odyssee an den Panathenäen ganz vortragen, u. zwar so, daß sie sich bei den einzelnen Rhapsodien ablösten. Die Gelehrten, welche seit Pisistratos sich diesem Geschäft unterzogen, hießen Diaskenastä (Bearbeiter). Bald wurden diese Sammlungen u. berichtigten Ausgaben (Diorthoseis) sehr zahlreich, u. in der Alexandrinischen Zeit kannte man deren schon acht, zwei nach Männern, die sie besorgt, benannt, die des Antimachos u. Aristoteles, sechs nach Orten, wo sie gemacht waren, von denen die Massaliotische u. Sinopische die berühmtesten waren, dann noch die Chiische, Argivische, Kyprische u. Kretische. Da durch diese verschiedenen Sammlungen viel eingeflossen war, was nicht als echt gelten konnte, so unterzogen sich die alexandrinischen Grammatiker der Reinigung u. kritischen Feststellung des Textes, unter ihnen bes. Zenodotos, Aristophanes aus Byzanz, Aristarchos, Krates aus Pergamum u. Apion; der Text, wie wir ihn jetzt haben, stammt aber erst aus dem 3. Jahrh. n. Chr., nach der Kritik des Longinos u. Porphyrios. Während H. durch ganz Griechenland bewundert u. als Muster des Epos galt u. noch jetzt gilt, fehlte es nicht an kleinlichen Geistern, die in ihrer Kritelei darauf ausgingen, Fehler aufzufinden u. schmähsüchtig den Ruhm des H. zu kürzen, ein solcher wurde Homeromastix genannt; unter ihnen sind berüchtigt Zoilos u. Daphitas.

Früh schon erklärte man den H. u. schrieb über ihn Scholien, bes. Eustathios, Porphyrios u. Didymos (s.d. a.); andere Scholien zur Ilias hat Villoison (Ven. 1788) u. Becker (Berl. 1825, 2 Bde, Appendix dazu 1827), zur Odyssee Ang. Mai (Mail. 1819, Fol.), Buttmann, Berl. 1821, W. Dindorf 1855 herausgegeben; auch Wörterbücher, bes. Apollonios Sophista (s.d.).; neuere von Seber, Index vocab ulorum in Homeri carmina, Heidelb. 1604 u.ö.; Damm, Lexikon homerico-pindar., Berl. 1765–78, 2 Bde.; Duncan, Novum lex. graecum, nach Damm, Glasg. 1824, neu bearbeitet von Rost, Lpz. 1831; Döderlein, Homericum glossarium, Erl 1850; Buttmann, Lexilogus, Berl. 1818, 2. Aufl. ebd. 1825, 2 Thle. Ausgaben: der Ilias: von Turnebus, Par. 1574; die neuesten von Villoison, Ven. 1788, Fol.; Heyne, Lpz. 1802–22, 9 Bde. (Indices dazu von Gräfenhan); kleinere Ausg., Lpz. 1804, 2 Bde., Oxf. 1822, 2 Bde.; J. A. Müller, Meißen, 2. Aufl. 1809–14, 3 Bde., 3. A. von Weichart, 1818 f., 2 Bde.; Spitzner, Gotha 1832–36, 4 Bde.; der Odyssee: Löwen 1523, u.ö., die neuesten von Baumgarten-Crusius, Lpz. 1822–24, 3 Bde.; Löwe, Lpz. 1827 f., 2 Bde.; Gesammtausgaben der Ilias u. Odyssee, zuerst von Demetr. Chalkondylas, Florenz 1488, 2 Bde.; Vened. bei Aldus 1504, 2 Bde., u.ö., von H. Stephanus, Par. 1588, 2 Bde.; neuere u. neueste von Barnes, Cambr. 1711, 2 Bde.; Clarke, Lond. 1729–40, 4 Bde., u.ö., noch 1822; Hager, Chemn. 1745–62, 6 Bde.; Foulis, Glasg. 1756 bis 1758, 4 Bde., Fol.; Ernesti, Lpz. 1759–64, 5 Bde., n. A. 1824, 5 Bde., Glasg. 1814, 5 Bde., Lond. 1822, 4 Bde.; Alter, Wien 1789–94, 3 Bde; von Wolf, Halle 1783–85, 2 Bde., 4. Aufl. Lpz. 1804–7 (5. A., der Ilias, 1817, 2 Bde.); Payne Knight, Lond. 1808, 2. A. 1820; Boissonade, Par. 1823 f., 4 Bde.; von F. H. Bothe, Lpz. 1832 bis 1835, 6 Bde.; Bekker, Berl. 1843; Fäsi, Lpz. 1850 f. Von Erklärungswerken außer den älteren, bes. von Eustathios (s. oben), sind die neuern u. neuesten über die Ilias von Köppen, Hann. 1787–92, 6 Bde., 2. Aufl. von Heinrich Krause, ebd. 1794 f., 6 Bde., 3. A. von Ruhkopf u. Spitzner, ebd. 1818–22, 6 Bde.; Wolf's Vorlesungen zu den vier ersten Gesängen der Ilias, herausgegeben von Usteri, Bern 1830, 2 Bde.; Nägelsbach, Anmerkungen zur Ilias, Nürnb. 1834, 2. A. 1850; über die Odyssee von G. W. Nitzsch, ebd. 1836–40, 3 Bde. (unvollendet); dazu Feiths Antiquitates hom., Leyd. 1677 u.ö.; Terpstra, Antiquitas hom., ebd. 1831; Friedrich, Die Realien in Iliade u. Odyssee, Erl. 1851; Cammann, Vorschule zu H., Lpz. 1829; Helbig, Die sittlichen Zustände des Griechischen Heldenalters, Lpz. 1839; Nägelsbach, Die Homerische Theologie, Nürnb. 1840; Völker, Homerische Geographie, Hannov. 1830; Spitzner, De versu Graecorum heroico, Lpz. 1816. Deutsche Übersetzungen: bes. von Voß, Alt. 1793, 4 Bde., 5. A. Tüb. 1833, 2 Bde., 1840, 1 Bd.; in der neuesten Zeit metrisch von E. Wiedasch, Stuttg. 1830 ff.; in Prosa von J. St. Zauper, Prag 1826–27, 4 Bdchn., 3. Aufl. 1852–54; von Minckwitz, Lpz. 1854, u. A.; die Ilias von Friedrich Leopold Graf von Stolberg, Flensb. 1778, u. Aufl. Hamb. 1823, 2 Bde., von Monje, Frkf. 1846; Illustrationen zu H.: H. nach Antiken gezeichnet von W. Tischbein, mit Erklärungen von Heyne u. Schorn, Gött. u. Stuttg. 1801–23, 11 Hefte; Flaxmann, Umrisse zu H., Rom 1793; Inghirami, Galleria omerica, Fies. 1831 f., 3 Bde.; Genelli, Umrisse zu H., mit Erläuterungen von E. Förster, Stuttg. 1844.

Untergeschoben u. wahrscheinlich von Sängern aus H-s Schule sind: a) die Hymnen, Gesänge an Götter in epischer Form, 34, darunter fünf größere (zwei auf Apollo, u. je eine auf Hermes, Aphrodite, Demeter), unter den andern mehrere Einleitungs- od. Vorgesänge (Prooimia) zu den größern Hymnen; herausgegeben, außer in einigen Ausgaben des H., von Ilgen, Halle 1796; A. Matthiä, Lpz. 1805; Hermann, ebd. 1806; F. Franke, ebd. 1828; einzeln, der Hymnus auf Demeter, von Ruhnken, Leyd. 1780 u.ö., zuletzt Lpz. 1827; Voß, Heidelb. 1827, deutsch von K. Schwenck, Frkf. 1825; b) Batrachomyiomachia, der Frosch- u. Mäusekrieg, eine epische Parodie, in der ein Krieg der Frösche mit den Mäusen beschrieben wird; Andere schreiben sie dem Karier Pigres (Tigres), einem Bruder der Artemisia, zu, sie ist aber aus späterer Zeit; Ausgaben: Vened. 1486; von Maittaire, Lond. 1721, 2. A. 1781; Schier, Lpz. 1765; Fontani, Flor. 1804; Klein, Hildburgh. 1820, u.ö., deutsch von Christian Graf von Stolberg, Flensb. 1782; Kämmerer, Kassel 1815; Helm, Manh. 1826; vgl. Göß, De Batrachom., Erl. 1789; c) Epigrammata, 17 kleinere Gedichte, darunter die Eiresione (ein Bettlerlied); in den Ausgaben der Hymnen u. des H.; d) von dem Margites, einem komischen Epos od. vielmehr einer griechischen Eulenspiegeliade, dessen Verfasser im Alterthume sehr ungewiß war, sind nur noch Fragmente übrig, s. Falbe, De Margita homerico, Straßb. 1798.[510]

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 8. Altenburg 1859, S. 508-511.
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