Heilgymnastik

[68] Heilgymnastik (Kinesiatrik, Kinesitherapie, hierzu Tafel »H. Medikomechanische Apparate I und II«), der Inbegriff solcher Leibesübungen, die zur Stärkung und Kräftigung des Körpers, aber auch zur Heilung von Krankheiten ausgeführt werden. Die physiologischen Grundlagen der H. sind leidlich erforscht, wenn auch noch viele Gebiete derselben im Dunkeln liegen. Zunächst sind es örtliche Wirkungen: der tätige Muskel wird von den Körpersäften, dem Blut und der Lymphe, ausgiebiger durchströmt, so daß sich Schrumpfungen, Verwachsungen des Muskels aussaugen, bez. lösen können, und daß anderseits der nutzbare Teil des Muskels stärker wird; die Armmuskeln der Athleten, die Wadenmuskeln von Tänzerinnen zeigen das Muskelwachstum durch Übung. Mit der Tätigkeit des Muskels ist eine stärkere Erweiterung der Blutgefäße innerhalb des Muskels verbunden, so daß der kontrahierte Muskel keineswegs ausgepreßt wird, sondern im Gegenteil sich mit Blut vollsaugt und diese höhere Aufnahmefähigkeit für Blut auch noch eine Zeitlang nach der Arbeit behält; dadurch wird er instand gesetzt, seine Ermüdungsstoffe besser fortzuschaffen und somit selber weniger leicht zu ermüden als ein ungeübter Muskel. Die sogen. Turnschmerzen gemahnen uns am eignen Körper an die lebhaften Umbildungen im tätigen Muskel. Auch an den zugehörigen Sehnen und Knochen bewirkt die Muskelübung Veränderungen, namentlich ein Fester- und Derberwerden des ganzen Gefüges; die Exkursionsweiten der Gelenke nehmen zu. Durch Einschaltung von Widerständen gelingt es, die Muskelübung speziellen Muskelgruppen oder gar einzelnen Muskeln zugute kommen zu lassen. Noch tiefgreifender sind die allgemeinen Wirkungen der H. auf den Körper: die Muskelmasse beträgt etwa die Hälfte des Körpergewichts eines erwachsenen Menschen, sie enthält (nach Tierversuchen) etwa ein Viertel der Gesamtblutmenge, bei starker Muskelanstrengung aber etwa die Hälfte der Gesamtblutmenge; dieses Blut wird andern Organen entzogen. Daher stammt die Unlust (und das Verbot), nach reichlichem Essen stark zu arbeiten, zu schwimmen, zu marschieren; Verdauungskanal und Muskelapparat stellen dann gleichmäßig Mehransprüche an die Blutversorgung, und keiner wird befriedigt. Anderseits können Blutstauungen in den Unterleibsorganen durch H. abgeleitet werden. (»Nach dem Essen sollst du stehn, oder 1000 Schritte gehn«.) Die Wärmeproduktion im Organismus steigt durch Muskelarbeit, ebenso die Wasserabgabe auf das Zwei- bis Vierfache, das Fett verbrennt ausgiebiger (daher die Verbindung mancher Entfettungskuren mit H.). Öftere Muskelübung stählt zugleich den Willen und die Energie, erleichtert die Verbreitung der Willensimpulse auf die Muskeln auch für andre Körperbewegungen und spart deshalb unnütze Körperarbeit. Die geschilderten Wirkungen weisen der H. zunächst eine wichtige diätetische und vorbeugende Rolle zu. Außerdem aber wird sie besonders wertvoll bei atrophischen oder chronisch entzündlichen Veränderungen der Muskeln, nach Muskelverletzungen, bei Gelenkleiden verschiedener Art, bei krankhaften Ausschwitzungen, Sehnenverwachsungen, ältern Verrenkungen u. a.

Die Formen der H. sind sehr mannigfaltig; jeder Sport kann der Heilung dienstbar gemacht werden, Turnen, Schwimmen, Bergsteigen, Reiten, Laufspiele. Die zahlreichen, dem Turner geläufigen Freiübungen mit oder ohne Zuhilfenahme von Stäben und Hanteln bilden die Grundlage der als Hausgymnastik besonders wertvollen deutschen H., deren besonderer Vorzug in dem Wegfall aller Apparate liegt, die aber genaue Abstufungen der Leistungen ausschließt. In dem Oertelschen Entfettungsverfahren bildet das Bergsteigen, in der Schottschen Herzbehandlung die Widerstandsgymnastik einen bedeutenden Teil. Diese letztere (auch schwedische H., manuelle H., Lingsche H. genannt) läßt die Muskelübungen des Kranken gegen den Widerstand des Bewegungsgebers (meist des Arztes) erfolgen. Besonderes Gewicht wird bei ihr darauf gelegt, die Bewegung auf ganz bestimmte Muskelgruppen und Gelenke zu beschränken; es leuchtet ein, daß hierdurch umschriebene Krankheitsprozesse, wie Muskelschwielen, Verwachsungen, Schwäche nach Nervenerkrankungen, Knochenbrüchen und Gelenksteifigkeit, sowie diese letztere selbst, besonders ausgiebig beeinflußt werden können.

Zander, ein schwedischer Arzt (geb. 1835), vermied durch Konstruktion sinnreicher Apparate gewisse Ungenauigkeiten des schwedischen Verfahrens, indem er den Bewegungsgeber durch eine exakt wirkende Kraft ersetzte (Mechanotherapie), die jederzeit durch den behandelnden Arzt genau ihrer Größe nach bestimmt und kontrolliert werden kann. Der Widerstand wird dabei durch regulierbare, an Hebeln verschiebliche Gewichte geliefert. Bei einer Anzahl dieser Apparate können die betreffenden Muskelgebiete und Gelenke auch passiv bewegt werden, indem die Apparate mit einem Motor in Gang gesetzt werden. Die Institute, in denen die Zanderschen 68 verschiedenen, z. T. sehr teuren Apparate zur Verwendung kommen, nennen sich medikomechanische, sind besonders in Deutschland sehr zahlreich und finden sich jetzt fast in allen größern Städten und wichtigern Badeorten (Nauheim), auf Passagierdampfern (z. B. der Auguste Viktoria von der Hamburg-Amerika-Linie) sowie in verschiedenen berufsgenossenschaftlichen Unfallkranken- und Rekonvaleszentenanstalten. Die medikomechanischen Apparate von Zander bilden vier Gruppen und zwar: 35 Apparate für aktive Bewegungen, 9 Apparate für Balancier- und für passive Bewegungen, 13 Apparate für mechanische Einwirkungen (Erschütterung, Hackung, Knetung, Streichung und Walkung) und 11 orthopädische Apparate zur Korrektur von Wirbelsäulenverkrümmungen.

I. Die Apparate für aktive Bewegungen sind der wichtigste Teil des Zanderschen Systems. Sie sind nach anatomischen Prinzipien so konstruiert, daß jeder einzelne von ihnen der aktiven Übung einer bestimmten Muskelgruppe dient, während gleichzeitig die übrigen Muskeln möglichst ruhen. So werden z. B. an dem in Fig. 1 der Tafel I abgebildeten Apparat die Muskeln für seitliche Rumpfbeugung geübt. Tafel II, Fig. 5, stellt den Apparat für die Strecker des Hüft- und Kniegelenks, Fig. 6 den zur Übung der Kniebeuger dar; Fig. 7 zeigt den Apparat für die Beuger des Ellbogengelenks und Fig. 8 denjenigen für aktive Armsenkung und -Beugung. Dabei ist die Ausgangsstellung des Übenden bequem, zumeist eine sitzende. Gelenke und Körperteile, die an der jeweils geforderten Bewegung nicht teilnehmen sollen, sind durch Anbringung geeigneter Stützpunkte und Feststellungsvorrichtungen von der Bewegung ausgeschaltet. Mit Ausnahme einiger wenigen Apparate, bei denen es mehr auf die Steigerung der Exkursionsgröße der betreffenden Bewegung, also mehr auf Übung und Beweglichmachung der beteiligten Gelenke als auf Kräftigung spezieller Muskelgruppen[68] ankommt, sind die Apparate für aktive Bewegungen so eingerichtet, daß der Übende bei Ausführung der Bewegung einen Widerstand zu überwinden, also eine Arbeit zu leisten hat, deren Größe vermittelst des Gewichtshebels genau bestimmt wird. Dieser Gewichtshebel, der auf der rechten Hälfte der Fig. 1 und Fig. 5 besonders deutlich zu sehen ist, wird bei der betreffenden Bewegung gehoben und trägt eine Einteilung, längs deren das Widerstandsgewicht sich beliebig verschieben und feststellen läßt, hierdurch läßt sich die Widerstandsgröße wie auf einer Wage genau bestimmen und die aktive Bewegung des Übenden genau bemessen. Noch eine zweite, den physiologischen Gesetzen der Muskelarbeit entspringende Forderung erfüllt der Gewichtshebel als Träger des Bewegungswiderstandes. Da wir nämlich während der Dauer einer Muskelzusammenziehung (z. B. Unterarmbeugung, Fig. 7) infolge der sich verändernden gegenseitigen Stellung der bewegten Knochenhebel und infolge der verschiedenen Verkürzungsgrade des arbeitenden Muskels nicht die gleiche Kraft ausüben, sondern im Beginn der Muskelzusammenziehung wie an deren Schlusse nur eine geringere Kraft zu entfalten imstande sind als in den Mittellagen der Muskelkontraktion, wo die Muskelkraft ihr Maximum erreicht, so darf der Widerstand bei einer richtigen heilgymnastischen Bewegung sich nicht gleich bleiben, sondern er muß parallel der Kurve der Muskelkraft während der Bewegung an- und abschwellen. Dieses An- und Abschwellen des Widerstandes ist durch den drehbaren Gewichtshebel ebenso einfach wie vollständig erreicht, der sich während der Bewegung zuerst aus geneigter Lage seiner horizontalen Stellung nähert, bei der die Last des Widerstandsgewichts unvermindert wirkt, und dann wieder von derselben entfernt und somit wieder an Last einbüßt. Hierdurch wird jede unnötige und zweckwidrige Aufwendung und Überanstrengung von Muskel- und Nervenkraft vermieden, ein Vorteil, den anderweitige Apparatkonstruktionen, bei denen Reibungs- oder gar elastischer Widerstand (Gummizugapparate) verwendet ist, nicht erreicht haben. Namentlich die elastischen »Muskelstärker« sind wertlos und für Kranke schädlich, da sie dem übenden Muskel am Schlusse der Kontraktion, wo er also am wenigsten Kraft entwickeln kann, den stärksten Widerstand zumuten.

Die Apparate für aktive Bewegungen zerfallen in drei Abteilungen: A für aktive Armbewegungen (13 verschiedene), B für aktive Beinbewegungen (13 verschiedene) und C für aktive Rumpfbewegungen (9 verschiedene). Die Bezeichnung der betreffenden Bewegung auf dem Übungsrezept geschieht einfach durch die genannten Buchstaben und die dazu gesetzte Ordnungszahl. So bedeutet z. B. A 1 Armsenken, A 2 Armheben, Schulterheben, A 3 Armsenken und -Beugen (Fig. 8). Die letztere Bewegung bildet eine wichtige Übung für die Atemgymnastik, da hierbei Brustbein und Rippen gehoben und die obern Partien des Brustkorbes erweitert werden. A 4 ist der Apparat für Armheben und -Strecken, A 5 für horizontales Zusammenführen der Arme, A 6 für horizontales Seitwärts führen der Arme, Armspreizen, A 7 Armschleudern oder Trichterkreisen, A 8a Armdrehen oder Armrollen, A 8b Armwechseldrehen, A 9 Unterarmbeugen (Fig. 7), A 10 Unterarmstrecken, A 11 Handbeugen und -Strecken und A 12 Fingerbeugen und -Strecken. In ähnlicher Weise sind zwölf Apparate für Bein- und Fußübungen eingerichtet (B1-B12), ferner eine Anzahl Apparate für Rumpfbewegung (C1-C10). Bei allen diesen Bewegungen wird außer der Apparatbezeichnung noch die Widerstandsnummer auf dem Bewegungsrezept vermerkt, außerdem noch angegeben, wie oft dieselbe Bewegung ausgeführt werden soll. Bei der Ausführung der letztern wird genau darauf geachtet, daß die Atmung richtig gegeschieht. Und zwar soll der Rhythmus der Bewegung mit dem normalen Rhythmus der Atmung übereinstimmen; bei den anstrengendern Bewegungen wird gewöhnlich der schwerere Teil der Bewegung, bei der also die Muskelzusammenziehung und das Heben des Gewichts stattfindet, in die weniger anstrengende Phase der Atmung, in die Exspiration, verlegt.

II. Die Apparate für passive Bewegungen, unter die man die Balancierbewegungen mit einrechnen kann, werden ebenso wie die nächstfolgende Gruppe nicht durch die Muskelkraft des Übenden in Bewegung gesetzt, sondern durch einen maschinellen Motor angetrieben; der Übende verhält sich also passiv und nimmt die von dem Apparat mitgeteilte Bewegung entgegen. Die Bewegungen dieser Gruppe tragen die Abteilungsbezeichnungen D und E und zwar: Apparat D 1 für Rumpfbalancieren, sitzend, D 2 Rumpfrotierung im Quersitz, D 3 Rumpfrotierung im Reitsitz. Die Balancierbewegungen wirken kräftigend auf die Rumpfmuskulatur sowie anregend auf die Muskeln des Darmkanals und werden gewöhnlich 1–3 Minuten lang ausgeführt. Die eigentlichen passiven Bewegungen bilden die Abteilung E und zwar: E 2 passive Handbeugung und -Streckung, E 3 passive Handadduktion und -Abduktion, d. h. Seitwärtsbewegung im Handgelenk, E 4 passive Fingerbeugung und -Streckung, E 6 Brustweitung (Fig. 4), ein in seiner Konstruktion sehr vollkommener Apparat, der den Brustkorb in dem Rhythmus der natürlichen ruhigen Atmung hebt und erweitert und eigentlich auf keinem Zanderschen Übungsrezept fehlt, E 7 passive Rumpfdrehung und E 8 Beckenhebung, ein Apparat, der die Blutverteilung im Unterleibe beeinflußt und durch Beseitigung der Stauungen im Pfortadergebiet gegen Hämorrhoiden wirksam ist. Die Ausführung der passiven Bewegungen mittels maschineller Apparate hat durchaus nichts Gewaltsames. Dem Patienten steht es in jedem Moment frei, jede Bewegung zu sistieren. Durch ihren präzisen Gang sind diese Apparate für die Beweglichmachung versteifter Gelenke, besonders in der Nachbehandlung von Verletzungen mit Funktionsstörungen, sehr wirksam und wertvoll. Die verhältnismäßig geringe Anzahl der Apparate für passive Bewegungen erklärt sich dadurch, daß es möglich ist, die meisten Apparate für aktive Bewegungen mit einer entsprechenden Änderung in der Anordnung für passive Bewegungen zu verwerten. So läßt sich z. B. der Apparat B 9 für aktives Kniebeugen für die passive Kniestreckung sehr gut verwenden, wobei das Widerstandsgewicht durch seine Schwere den Motor abgibt.

Die Apparate der III. und IV. Gruppe dienen der Massage und verschiedenen orthopädischen Zwecken (s. Massage und Orthopädie) und stehen außerhalb der Rahmen der H. Ähnliche Systeme von medikomechanischen Apparaten wurden von Herz (Wien) ausgearbeitet. Krukenbergs Pendelapparate sind besonders auf allmähliche Lösung steifgewordener Gelenke berechnet, indem die durch die Bewegung aufgespeicherte Schwungkraft eines mit dem bewegten Glied fest verbundenen regulierbaren Pendels allmählich die Exkursionsbreite des Gelenkes zu vergrößern sucht. Man nennt diese Bewegung Förderungsbewegung[69] und unterscheidet, je nachdem man mit ihr einen Widerstand verbindet, reine oder belastete Förderungsbewegung. Außer durch ein Pendel kann sie auch durch ein Schwungrad bewirkt werden, das, wie die Unruhe einer Uhr, durch eine Feder in oszillierende Bewegung versetzt wird. Sie wirkt besonders günstig auf den Blutumlauf in dem betreffenden Glied. Fig. 2 zeigt einen von Krukenberg angegebenen Pendelapparat. Die Hand einerseits, die Finger anderseits sind in Hülsenschienen festgelegt, die in den Fingergelenken ausgeführte Bewegung versetzt das regulierbare Pendel in schwingende Bewegung. Die Trägheitswirkung des schwingenden Pendels sucht die Exkursionsbreite der Fingerbeugung, bez. – Streckung zu steigern, was bei teilweisen steifen Gelenken die Beweglichkeit wieder herbeizuführen geeignet ist. Bei den Apparaten von Herz wird die Förderung allmählichen An- und Abschwellens des Widerstandes außer durch Benutzung des Hebelprinzips noch durch Einschaltung verschieden gebauter Exzenterscheiben erfüllt. Durch die Form der letztern sucht Herz die für verschiedene Muskeln verschiedene, oft sehr komplizierte Kurve der physiologischen Kraftleistung zu berücksichtigen.

Außer den erwähnten Apparaten wurden in neuerer Zeit zahlreiche einfache und billige Vorrichtungen zur Widerstandsbewegung angefertigt, deren Prinzip darin beruht, daß ein an einer Schnur über eine Rolle hängendes Gewicht durch die Bewegung gehoben, dann langsam wieder gesenkt wird. Solche Vorrichtungen sind besonders für die Zimmergymnastik geeignet (Fig. 3). Sportmäßige Bewegungen werden an den Ruderapparaten (Hebung eines belasteten Hebels durch Ruderbewegung, also Widerstandsgymnastik) und Radfahrapparate (mit Schwungrad und Bremse, also belastete Förderungsbewegung) ausgeübt; beim Gärtnerschen Ergostaten wird ein verschieden stark gebremstes Rad mittels einer Kurbel in Drehung versetzt. Durch Billigkeit und Einfachheit sind die Apparate von Thilo ausgezeichnet. Eine über eine Rolle laufende Schnur wird mit dem einen Ende an dem zu bewegenden Gliedmaß befestigt, am andern Ende hängt ein variables Gewicht. Wenn nun am Anfang und am Schluß der Bewegung das freie Ende des Gliedes, das Gelenk und die Rolle annähernd in einer geraden Linie liegen, so muß der Widerstand in allerdings nur annähernd richtiger Weise von Null zu Null über ein Maximum schwanken. Unter Berücksichtigung dieses Gesichtspunktes können manche einfache Apparate für Zimmergymnastik (Diehls Widerstandsapparat, Sanitasapparat von Knoke und Dreßler) recht brauchbar sich erweisen, wenn sie auch keine exakte Erfüllung der Forderung physiologischer Widerstandsregulierung erlauben. Über Übungstherapie s. d. Vgl. Rothstein, Die Gymnastik nach dem System des schwedischen Gymnasiarchen P. H. Ling (Berl. 1847–49, 4 Hefte); Hughes, Lehrbuch der schwedischen H. (Wiesb. 1896); Krukenberg, Lehrbuch der mechanischen Heilmethoden (Stuttg. 1896); Schreber, Ärztliche Zimmergymnastik (28. Aufl. von Gräfe, Leipz. 1902); Zander, Die Apparate für mechanisch-gymnastische Behandlung (4. Aufl., Stockh. 1893); Bum, Handbuch der Massage und H. (3. Aufl., Wien 1902); Werner, Die Massage und H. (13. Aufl., Berl. 1902); Ramdohr, Die H., gemeinverständlich dargestellt (Leipz. 1893); Landerer, Mechanotherapie (das. 1894); Wide, Handbuch der medizinischen Gymnastik (Wiesbaden 1897); Hoffa, Kinesiotherapie (Wien 1898); Herz, Lehrbuch der H. (das. 1903); Ewer, Gymnastik für Ärzte und Studierende (Berl. 1901); Tomasczewski, Orthopädische Gymnastik gegen Rückgratsverkrümmungen und schlechte Körperhaltung (2. Aufl., Jena 1904).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 9. Leipzig 1907, S. 68-70.
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