Grapyische Künste

[233] Grapyische Künste, Schreiben, Zeichnen, Malen sowie die Künste, mit deren Hilfe man das Gemalte, Gezeichnete oder Geschriebene vervielfältigt. Die erste Erfindung auf dem Gebiete der neuern graphischen Künste war die Xylographie oder Holzschneidekunst (s. d.). Stempel, Patronen u. dgl. sind schon in alten Zeiten in Holz geschnitten worden; der Figurenholzschnitt aber stammt aus dem Mittelalter. Offenbar hat diese Bilddruckerei den Anstoß zu Gutenbergs Erfindung der Typographie oder Buchdruckerkunst (s. d.) gegeben (1440), denn ihre ersten Erzeugnisse deuten auf dieselben Hilfsmittel hin. Der mehrmalige Schnitt ein und derselben Type führte zur Polytypie, die Vervielfältigung durch Guß, und es entstand die Schriftgießerei und Stempelschneidekunst (s. d.), mit deren Hilfe die Buchdruckerkunst erst zu einem Abschluß gedieh. Aus der Goldschmiedekunst ging um die Mitte des 15. Jahrh. die Erfindung der Chalkographie oder Kupferstecherkunst (s. d.) hervor, und zwar scheint man zuerst in Südwestdeutschland in Metallplatten zum Zweck der Vervielfältigung durch Papierabdruck gestochen zu haben. Im Gegensatz zu dem Holzschnitt, dessen im Druck sichtbare Linien beim Schneiden erhaben stehen bleiben, führt der Kupferstecher sein Bild vertieft in Kupfer aus, und diese vertieften, mit Schwärze ausgefüllten Linien geben hier den Abdruck.

Der Holzschnitt wurde gar bald eine unentbehrliche Beigabe zum Buchdruck und erreichte zu Albrecht Dürers und Hans Holbeins Zeit (um 1500–30) seine erste Blüte. Später verfiel er, und im 18. Jahrh. war er auf der untersten Stufe angelangt. Unterdessen hatte die Kupferstecherkunst in ihren verschiedenen Manieren eine weit universellere Ausbildung erlangt. Der Umstand, daß Zeichner und Maler ihre Werke leichter in Kupfer vertieft und mit aller möglichen Feinheit als in Holz erhaben selbst wiedergeben konnten, und daß der Abdruck größerer Kunstwerke weit treuer vom Kupferstich als vom Holzschnitt zu erzielen war, rechtfertigt diese Bevorzugung. Im 17. Jahrh. erreichte in den niederländischen Radierern, den niederländischen und französischen Kupferstechern sowohl die originale Erfindung (Malerradierung) als die nachbildende Tätigkeit ihren Höhepunkt. Das 18. Jahrh. läßt auch hierin einen starken Verfall erkennen. Erst im 19. Jahrh. nahmen auch die graphischen Künste erneuten Aufschwung, und den ersten Anstoß hierzu gab die Erfindung der Lithographie (s. d.) oder des Steindrucks durch Senefelder (1796). Die Lithographie bot jedem Zeichner das Mittel, seine Arbeit unmittelbar auf den Stein zu bringen, der sich auch leichter als Holz oder Metall behandeln läßt. Der einfache Über- oder Umdruck vorhandener Abdrücke sowie die Übertragung der mit besonderer Tinte auf Papier geschriebenen oder gezeichneten Objekte durch die sogen. Autographie (s. d.) erhöhten die geschäftliche Bedeutung der Lithographie. Aber auch in künstlerischer Hinsicht gewann sie sehr bald weiteste Verbreitung, so daß der Kupferstich eine Menge Arbeiten an die billiger produzierende Rivalin abtreten mußte, während für die feinern, in kleinerm Maßstab gehaltenen Illustrationen eine neue Erfindung, die Siderographie oder Stahlstecherkunst (s. Stahlstich), als Mitbewerberin auftrat (1820). In jüngster Zeit ist jedoch ein Wiederbeleben der künstlerischen Richtung in der Lithographie zu konstatieren, besonders seit Einführung der leicht handlichen Aluminiumplatten an Stelle des lithographischen Steines (s. Algraphie).

Die Buchdruckerkunst hatte im großen und ganzen wenig tiefgreifende Verbesserungen erfahren; die Kunst des Stempelschnittes und der Schriftgießerei war im 18. Jahrh. zurückgegangen, von mittels des Holzschnittes illustrierten Werken konnte bei dessen gleichzeitigem Verfall keine Rede sein, aber es gehörten nur ein paar Jahrzehnte dazu, um das an den Kupferstich verlorne Terrain wiederzuerobern. Franzosen und Engländer gingen voran im Erzeugen neuer Stempel und Verzierungen aller Art; Deutschland folgte, und von Friedrich König wurde die Schnellpresse erfunden.[233] 1810 erfolgte der erste Druck auf einer solchen. Die Holzschneidekunst erwachte auch nach langer Ruhe zu neuem Leben; Bewick in London, Gubitz in Berlin und Blasius Höfel in Wien führten wieder zur Meisterschaft auf diesem Gebiet; namentlich wirkte die Einführung des Schnittes in Hirnholz durch Bewick statt des bis dahin gebräuchlichen Langholzes mächtig fördernd auf die Entwickelung der künstlerischen Xylographie. Aus den mit Holzschnitten verzierten Werken bildeten sich alsbald die Anfänge der illustrierten Zeitschriften (die Pfennig- u. Hellermagazine) heraus, die rasch eine Verbreitung fanden. Gute Holzschnitte waren aber tener; dies führte zu Versuchen, die Druckschrift auf Stein zu übertragen, um Schrift und Bild, wie beim Holzschnitt, gemeinsam zu drucken. Bei größern Auflagen konnte jedoch die lithographische Presse nicht mit der typographischen konkurrieren, und man verfiel deshalb auf die sogen. Hochlithographie (s. Lithographie) und ätzte die Steinzeichnung so hoch, daß ein davon genommenes Klischee mittels der Buchdruckpresse gedruckt werden konnte. Baumgärtner in Leipzig hat für sein »Hellermagazin« (1834) dieses Verfahren statt des Holzschnittes verwendet. Dembour in Metz erfand (1834) die Kunst, in Kupfer hoch zu ätzen, und nannte sein Verfahren Metallektypographie (s. d.), Schönberg in London das seine Akrographie (1842). Die Chemitypie (s. d.) wurde 1846 von Piil erfunden. Die Cerographie (s. d.) dient zur Herstellung von Buchdruckklischees nach Gravierungen oder Tiefdrucken in eine auf einer Kupferplatte ausgebreitete Wachsschicht. Bei Palmers Glyphographie (s. d.) wird das Bild vertieft entworfen und die Druckplatte durch galvanischen Niederschlag gewonnen. Himelys erhabene Kupferplatten sollten es der Buchdruckpresse möglich machen, Bilder, die sonst nur in Kupferstich ausführbar waren, zwischen dem Text wiederzugeben. Heims in Berlin trat 1850 mit der Chalkotypie (s. d.) auf, die denselben Zweck verfolgte. Das für lithographische Zwecke schon lange dienstbar gemachte Zink gab den darauf überdruckbaren Arbeiten den Namen Zinkographie (s. d.); es lag aber nahe, das Übertragene, wie bei der Hochlithographie, auch hier so erhaben zu ätzen, daß es den Holzschnitt vertreten konnte; Eberhard hatte dieses Verfahren 1823 beschrieben und praktisch verwendet. 1840 stellte in Wien Blasius Höfel Hochätzungen auf Zink her. Gillot nannte sein Zinkhochätzverfahren (1850) Panikonographie (s. d.), und er und später andre brachten dieses Verfahren auf eine hohe Stufe.

Endlich gelang es auch, die Photographie in den Dienst der graphischen Künste zu ziehen (photomechanische Verfahren); man machte direkte Aufnahmen nach der Natur auf Holzstöcke, um danach zu stechen, und konnte nun auch jede Zeichnung vollkommen richtig in gewünschter Größe übertragen (s. Photoxylographie). Gleich beim Auftreten von Daguerres Erfindung versuchte man, die auf Silberplatten fixierten Bilder zu ätzen und druckbar zu machen (Berres in Wien, Juni 1840), aber erst in späterer Zeit erzielte man befriedigende Resultate. Es seien hier erwähnt: die Heliographie (s. d.), die zur Reproduktion von Strich- und Punktzeichnungen etc. dient; die Albertotypie oder der Lichtdruck (s. d.), von Jos. Albert (gest. 1886) in München erfunden; der Woodburydruck (s. d.), von Woodbury in London erfunden; die Photolithographie u. Photozinkographie (s. d.). Während anfangs nur Linearzeichnungen mittels der Zinkographie reproduzierbar waren, gelang es (1882) Meisenbach in München und Angerer in Wien, durch die von ihnen erfundene Autotypie (s. d.) photographische Aufnahmen in Punkte und Linien zu zerlegen und in typographisch druckbare Metallklischees zu verwandeln. Für den Kupferdruck ist hier die von Pretsch erfundene Photogalvanographie (s. d.) sowie die Helio- oder Photogravüre in Halbtonmanier zu nennen.

Die photomechanischen Verfahren schränkten zwar das Verwendungsgebiet des Holzschnittes ein, doch behauptete derselbe besonders zu künstlerischer Darstellung einen hervorragenden Platz.

Neben dem Bücherdruck bildeten sich im Buchdruck einzelne Kunstzweige heraus, so namentlich die Polychromie (s. d.), der mehrfarbige Druck, der zunächst merkantilen Zwecken (Akzidenzdruck), aber auch vielfach zur Buch- und Zeitschriften-Illustration diente. Der von den ältern Holzschneidern geübte, damals Clair-obscur genannte Farbendruck entwickelte sich zur Chromotypie und zum Gemäldedruck (Ölfarbendruck, s. d.). Bauerkeller in Paris kultivierte die Geomontographie (s. d.), indem er den Farbendruck mit dem Reliefdruck vereinigte. Raffelsperger in Wien erfand (1835) ein Typensystem, das den Landkartendruck (s. d.) oder die Typometrie für die Buchdruckpresse erschließen sollte, aber der Schwierigkeit und Langsamkeit der Herstellung halber nur wenige Nachahmer gefunden hat. Er war bestenfalls auch nur »Nacherfinder«, da sich schon August Preuschen (gest. 1803) im Jahre 1766 etc. sowie der Buchdrucker Gottlob Immanuel Breitkopf in Leipzig 1777 mit der Herstellung typographischer Landkarten beschäftigt hatten. Fasol in Wien versuchte den Bildersatz mit Punkte und schraffierte Linien tragenden Typen und nannte sein Verfahren Stigmatypie. Breitkopf in Leipzig, Moulinet und Monpied in Paris hatten vor ihm das Gleiche mit typographischen Linien zu erreichen gestrebt. Für Blinde wurde die Typhlotypographie (s. Blindendruck) erfunden. Der Musiknotendruck wurde zwar schon frühzeitig von der typographischen Presse kultiviert; allein erst durch die Bemühungen Breitkopfs, Schelters, Duvergers u. a. gelang es, Typen zu schaffen, die den Anforderungen der Neuzeit entsprechen. Gleichzeitig mit dem typographischen Druck wurde aber auch der Tiefdruck und in neuerer Zeit der lithographische Druck für in Zinn geschlagene und auf den Stein übergedruckte Musiknoten in rationeller Weise in Verwendung gebracht. Noch ist des Naturselbstdrucks (s. d.) zu gedenken, der von Al. Auer (s. d. 1) in Wien ausgebildet ward. Ein einfaches Naturselbstdruckverfahren für die Buchdruckpresse ist jetzt von Bolhövener in Ötzsch bei Leipzig erfunden worden.

Die Lithographie, die so wesentlich als Rivalin der Typographie auftrat, machte auf den ihr eigentümlichen Gebieten nicht minder bedeutende Fortschritte. Die Erfindung und Einführung von Liniier-, Guillochier- und Reliefkopiermaschinen gab ihren Arbeiten eine ungeheure Mannigfaltigkeit, und die in Verbindung damit hergestellten Gravierarbeiten wetteiferten in Feinheit der Linien mit dem Kupfer- und Stahlstich. Auch der Farbendruck fand hier weit leichter Anwendung. Dondorf, Winckelmann, Seitz, Hölzel, Hagelberg, Gebr. Obpacher, E. Nister, Meißner u. Buch, Wezel u. Naumann, M. Seeger u. a., Lemercier in Paris, Delarue in London, A. F. Marcks in Petersburg, Prang in Boston u. a. leisteten und leisten z. T. noch in Polychromie und Chromolithographie Außerordentliches. Der sonst allein dem Kupferstich überwiesene Landkarten- und Notendruck fiel gar bald[234] zum größten Teil der Lithographie anheim; Becker u. Komp. in London erfanden den Omnigraphen, eine Graviermaschine für Schrift in jeder Größe (1841). Hierzu ist jetzt das Pyramidenkornpapier von G.Schaeuffelen in Heilbronn gekommen, das namentlich auch für den Druck von Lichtdrucken sich als höchst zweckmäßig erweist und diesen außerordentliche Weichheit verleiht. Farbige Kombinationsdrucke sind sehr effektreich; sie werden hergestellt durch Übereinanderdruck verschiedener Drucktechniken, z. B. von Chromolithographie und Lichtdruck, Chromolithographie und Autotypie, Dreifarbendruck und Heliogravüre etc. Die Kunst, ältere Drucke oder selbst Handschriften aufs neue abdrucken zu können, um dadurch selten gewordene Kunstblätter, Urkunden etc. zu vervielfältigen, ward von verschiedenen unter mancherlei Namen erstrebt (s. Anastatischer Druck). Der Kupferstich wurde durch die fortschreitende Entwickelung der andern graphischen Künste immer mehr auf sein eigentliches Gebiet verwiesen (farbiger Kupferdruck, s. Kupferstich). Ebenso sind die Manier des Kupferstichs, die das Ätzen mit dem Stichel verbindet, und das Radieren mit der Nadel auf Kupfer stark in Aufnahme gekommen, um so mehr, als man jetzt in der Galvanoplastik das Mittel besitzt, diese leicht abnutzbaren Platten für den Druck zu vervielfältigen oder galvanisch zu verstählen. Die Radierung ist für den Künstler äußerst bequem, und dies hat in neuerer Zeit viele derselben veranlaßt, zur Nadel zu greifen und Originalradierungen zu schaffen, die zugleich ein Gegengewicht bilden sollen gegen die sich immer mehr ausbreitenden photomechanischen Reproduktionen. Bei der Weiß-Schwarzradierung wird mit weißer Farbe auf schwarzes Papier gedruckt, und das Vernis-mou-Verfahren (s. unten) sowie das Aussprengverfahren sind ebenfalls Abarten der Radierung. Noch sind hier zu erwähnen die von dem Leipziger Maler Klotz erfundene Malertypie, wobei direkt auf die Platte gemalt und graviert, die so hergestellte Zeichnung aber durch Ätzung druckfertig gemacht wird, und die von dem Maler Schulte im Hofe in München geübte Steinradierung. – Die jüngste Zeit hat eine Reihe neuer oder verbesserter graphischer Verfahren gebracht. Die Citochromie (s. d.) druckt vier Farbenplatten von Autotypien übereinander, ohne daß die Einzelfarben erst zu trocknen brauchen. Das Durchdruckverfahren (s. d.) in Vernis-mou, bisher nur für eine Farbe angewendet, dient jetzt auch zur Herstellung mehrfarbiger Drucke durch Erzeugung von Teilplatten für Lithographie oder Tiefätzung. Der Kreidezeichnungsdruck (s. d.) schafft Druckplatten durch Zeichnen mit lithographischer Kreide auf eine ätzbare Platte mit nachfolgendem Aufstauben und Anschmelzen eines säurebeständigen Korns und Ätzen der Platte. Der Maldruck (s. d.) unterscheidet sich von diesem Verfahren dadurch, daß die Zeichnung nicht auf eine Platte, sondern mit Fettfarbe auf Papier gemacht und alsdann auf Stein etc. übergedruckt wird. Die Makrographie (s. d.) ist ein vervollkommtes Vergrößerungsverfahren nach kleinen Originalen, namentlich zur Herstellung von Bildern für Plakate, für den Anschauungsunterricht etc. Die Orthotypie (s. d.) soll Platten für Hoch- und Tiefdruck in Halbtönen, jedoch ohne Anwendung von Rastern schaffen und deren störenden Einfluß beseitigen. Der Rembrandt-Intaglio-Prozeß (s. d.), zunächst in England geübt und noch geheim gehalten, scheint ein Kombinationsverfahren von Autotypie und Photogravüre zu sein. Beim Lichtdruckhochdruck (s. d.) wird auf eine Platte mit seinem Staubkorngrundton ein Lichtdruckbild übertragen, das dann in gewöhnlicher Weise hochgeätzt wird. Katatypie (s. d.) wird ein von Ostwald und Groß in Leipzig erfundenes Verfahren genannt, das auf katalytischen Prozessen beruht und ermöglicht, auf rein chemischem Weg ohne Licht in sehr kurzer Zeit photographische Kopien herzustellen. Die für die Lithographie bestimmten Hilfsmaschinen dienen auch dem Kupferstecher, und namentlich war die von Collas erfundene Reliefkopiermaschine, auch die numismatische genannt, zuerst für Kupferstich bestimmt. Als Surrogate des Kupferstichs rief die Galvanoplastik die Galvanographie (s. d.) und die Stylographie (s. d.) hervor. Der Stahlstich, der von Haus aus nur die Eigentümlichkeiten des Materials zu überwinden hatte, gewann in technischer Beziehung viel durch neue verbesserte Ätzmittel.

Vgl. Koller, Die Vervielfältigungs- und Kopierverfahren (Wien 1892); Seemann, Lehrbuch der vervielfältigenden Künste (Dresd. 1894); Goebel, Die graphischen Künste der Gegenwart (Stuttg. 1895 u. 1902); Albert: Verschiedene Reproduktionsverfahren (Halle 1900), Die verschiedenen Methoden des Lichtdrucks (das. 1900) und Das Aluminium in seiner Verwendung für den Flachdruck (das. 1902); Hübl, Die photographischen Reproduktionsverfahren (das. 1898); Pennell, Die moderne Illustration (aus dem Engl. von L. u. K. Burger, Leipz. 1901); Ziegler, Die Techniken des Tiefdruckes (Halle 1901); Hodson, Guide to art illustration (Lond. 1884); Wheatley, Modern methods of illustrating books (das. 1887); Adeline, Les arts de reproduction (Par. 1893); Kronthal, Lexikon der technischen Künste (Berl. 1898, 2 Bde.); Wessely, Geschichte der graphischen Künste (Leipz. 1891); B. Meyer, Die bildenden und reproduzierenden Künste im 19. Jahrhundert, 1. Teil (Berl. 1900); »Klimschs Jahrbuch. Eine Übersicht über die Fortschritte auf graphischem Gebiet« (Frankf. 1891 ff.); »Zeitschrift für Reproduktionstechnik« (hrsg. von Miethe, Halle 1899 ff.); weitere Literatur bei den betreffenden Methoden und Artikel »Illustration«.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 8. Leipzig 1907, S. 233-235.
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