Schlegel [3]

[222] Schlegel, 1) Christian, geb. 1667 in Saalfeld, wurde 1700 Bibliothekar des Grafen von Schwarzburg, 1712 Secretär u. Antiquar bei dem Herzog von Gotha u.st. 1722; er schr.: Schediasma de nummis antiq. Saalfeldensibus, Arnstad. et Isenacens., Dresd. 1697; De numm. ant. Isenacensibus, Mulhus., Nordhus., Weissenfels., Jena 1703; De numm. antiq. Altenburgensibus, Gotha 1703; De numm. antiq. Gothanis, Cygenis, Coburg, Vimariens. et Martisburgens., Frkf. a. M. 1715; Bibilia in nummis (Entwurf der vornehmsten biblischen Sprüche u. Historien, so auf Medaillen zu finden), Jena 1703, Lebensbeschreibung aller gewesenen Dresdener Superintendenten etc., Dresd. 1697 u.v.a. 2) Joh. Elias, geb. 28. Jan. 1718 in Meißen; studirte seit 1739 in Leipzig die Rechte, wurde 1743 Privatsecretär des sächsischen Gesandten in Kopenhagen. 1748 Professor an der Ritterakademie in Soroe u.st. daselbst 13. Aug. 1749. Er ist der erste bessere dramatische Schriftsteller des 18. Jahrh. in Deutschland u. schr. die Trauerspiele: Die Trojanerinnen (1736) Orest u. Pylades (Geschwister in Taurien, 1737), Dido, Hermann, Kanut, Die Braut in Trauer (in reimlosen Jamben) u. die Lustspiele: Der Geheimnißvolle, Der Triumph der guten Frauen; Gedichte, Oden, Cantaten, didaktische Episteln u. das Epos, Heinrich der Löwe (unvollendet); gab auch die Zeitschrift: Der Fremde, Kopenh. 1745–46, heraus u. hatte Theil an den Bremischen Beiträgen; Werte, von seinem Bruder S. 4), ebd. 1761–70, 5 Bde., herausgegeben. 3) Joh. Adolph, Bruder des Vorigen, geb. 18. Sept. 1721 in Meißen, studirte in Schulpforta u. seit 1741 in Leipzig, wurde 1751 Diakonus u. Lehrer in Pforta, 1754 Prediger u. Gymnasialprofessor in Zerbst, 1759 Pastor in Hannover u. 1775 Consistorialrath u. Superintendent daselbst u. 1782 zugleich Generalsuperintendent der Grafschaft Hoya; er st. dort 16. Sept. 1793. Noch Während seines Aufenthalts in Leipzig hatte er in Verbindung mit Cramer, Gellert, Gärtner u.a. zur Einführung eines besseren ästhetischen Geschmackes mitgewirkt. Seine geistlichen Gesänge erschienen in Leipzig 1766–72 in 3 Sammlungen (von ihm sind u.a.: Was zagst du Gott regiert die Welt; Gott hilf mir daß ich Buße thue); Fabeln u. Erzählungen, Lpz. 1769; Vermischte Gedichte, Hannov. 1787; gab außerdem heraus: Predigten u. übersetzte Batteux' Einschränkung der schönen Künste auf einen einzigen Grundsatz, Lpz. 1751, 2 Bde., 3. A. 1770. 4) Joh. Heinrich, Bruder des Vorigen, geb. 1724 in Meißen, studirte seit 1741 in Leipzig die Rechte u. wurde Bibliothekar, königlicher Historiograph, Justizrath u. Professor der Geschichte in Kopenhagen, wo er 18. Oct. 1780 starb. Er schr.: Geschichte. König Christians IV., Kopenh. 1757. 2 Thle. (übersetzt); Geschichte der Könige von Dänemark aus dem oldenburgischen Stamme, ebd. 1769, 2 Thle.; Sammlung zur dänischen Geschichte, Münzkenntniß, Ökonomie u. Sprache, ebd. 1771–1776, 2 Bde.; Trauerspiele aus dem Englischen, ebd. 1764, u. gab die Werke seines, Bruders Joh. Elias S. heraus. 5) Gottlieb, geb. 1739 in Königsberg, war erst Lehrer am dortigen Collegium Fridericianum, wurde 1764 Privatdocent 1765 Rector an der Domschule in Riga, 1780 Archidiakonus an der Domkirche, 1781 an der Peterskirche, 1790 Generalsuperintendent von Pommern u. Rügen, Prokanzler u. erster Professor der Theologie in Greifswald u.st. 1810;, er schr.: Erörterung, des beständigen Werthes der Symbolischen Bücher, Riga 1771; Lateinische Grammatik ebd. 1787, u. Aufl. ebd. 1790; Kleines liturgisches Handbuch, Lpz. 1796; Handbuch einer praktischen Pastoralwissenschaft, Greifsw. 1841. 6) Johann Christian Traugott, geb. 1746 in Langen-Eichstädt bei Freiburg, war 1771–88 Arzt in Langensalze, dann Rath u. Leibarzt des Fürsten von Waldenburg u.st. daselbst 1824. Er schr.: Deutsches Apothekerbuch, Gotha 1776; Medicinische Literatur für praktische Ärzte, Lpz. 1780–87, 12 Thle.; Collectio opusculorum selectorum ad medicinam forensem spectantium, ebd. 1783–91, 6 Bde.; Sylloge selectiorum opusculorum de mirabili sympathia, quae partes inter diversas c. h. intercedit, ebd. 1787; Thesaurus semiotices pathologicae, Stendal 1787–1802, 3 Bde.; Thesaurus pathologico-therapeuticus, Lpz. 1789–93; Thesaurus materiae med. et artis pharm., ebd. 1793–97, 3 Bde.; Sylloge operum minorum praestantiorum ad artem obstetriciam spectantium, ebd. 1745; gab auch mit Arnemann Neue medicinische Literatur Lpz, 1787–91 heraus u. bearbeitete mit J. C. Wiegleb Deutsches Apothekerbuch, Gotha 1793, 2 Thle. n. Aufl. ebd. 1804 u.a.m. 7) Christiane Karoline, geb. Lucius, geb. 1739 in. Dresden, vermählte sich 1774 mit dem Pastor Gottlieb S. in Burgwerben, kehrte nach ihres Gatten Tode (1813) nach Dresden zurück u.st. dort 1833. Sie stand seit 1760 mit Gellert in Correspondenz. Außer diesem Briefwechsel (Lpz. 1823) übersetzte sie Einiges aus dem Englischen u. Französischen u. schrieb das von Weiße herausgegebene Trauerspiel: Duval u. Charmille, Lpz. 1778. 8) Joh. Friedr. Wilhelm. Sohn von S. 4), geb. 4. Oct. 1765 in Kopenhagen, studirte daselbst die Rechte, wurde 1789 Adjunct u. 1800 Professor der Rechte, trat 1834 in Ruhestand u.st. 19. Juli 1836 auf seinem Landsitz Stötteröd bei Kopenhagen. Er schr. u.a.: Naturrecht, 1788, 2., Aufl. 1805; Das Staatsrecht des Königreichs Dänemark u. der Herzogthümer, deutsch 1829; gab auch das altisländische Gesetzbuch Grâgâs (Graugans). Kopenh. 1829, 2 Thle., heraus. 9) Karl Gustav Moritz, Sohn von S. 3), geb. 26. Sept. 1756 in Zerbst; war erst Pfarrer in Bothfeld, 1790 in Harburg, 1796 Superintendent u. Prediger in Göttingen, 1816 Superintendent u. erster Prediger in Harburg u.st. 29. Jan. 1826; er schr.: Predigten über Gegenstände des Privat- u. Familienlebens; Populäre Betrachtungen über Religion etc., Hamb. 1794 f., 2 Thle.; Über die verbotenen Verwandtschaftsgrade bei Ehen, ebd. 1802. 10) Johann Karl Fürchtegott, Bruder des Vorigen, geb. 2. [222] Jan. 1758 in Zerbst, wurde 1782 Consistorialassessor in Hannover, später Consistorialrath u. Mitglied der Landstände u.st. 1831. Er schr.: Kurhannöversches Kirchenrecht, Hannov. 1801–6, 3 Bde.; Über Ehescheidungen, ebd. 1809; Über den Geist der Religiosität aller Zeiten u. Völker, ebd. 1819, 2 Bde.; Über Schulpflichtigkeit u. Schulzwang, ebd. 1824; Kirchen- u. Reformationsgeschichte von Norddeutschland u. den hannöverschen Staaten, ebd. 1828–29, 2 Bde. 11) August Wilhelm von S., Bruder des Vorigen, geb. 8. Sept. 1767 in Hannover, studirte in Göttingen Theologie u. Philologie, übernahm eine Hofmeisterstelle in Amsterdam, ging dann nach Jena, hielt hier ästhetische Vorlesungen u. gab mit seinem Bruder Friedrich 1798–1800 die Zeitschrift: Das Athenäum, heraus, welche wegen der Schärfe im Urtheil viele Gegner fand; er wandte sich dann nach Berlin, wo er seit 1802 Vorlesungen über Literatur, Kunst u. Geist des Zeitalters hielt. 1805 ging er mit der Frau von Stael auf Reisen u. lebte bald in Coppet, bald in Italien, Frankreich, Wien, Stockholm etc. Die Zeitereignisse 1813 machten ihn zum politischen Schriftsteller, er begleitete damals den Kronprinzen von Schweden, welchen er 1812 in Stockholm kennen gelernt hatte, als Secretär u. wurde von ihm in den Adelstand erhoben. Nach Napoleons Sturz kehrte er zur Stael zurück, wurde nach deren Tode 1818 Professor in Bonn u. hielt Vorträge über die Geschichte der Schönen Künste u. Wissenschaften, gleichzeitig wendete er sich dem Studium der Orientalischen Literatur, namentlich des Sanskrit, zu u. übernahm in Bonn die Aufsicht über das Museum vaterländischer Alterthümer. Gegen die Beschuldigung des Kryptokatholicismus vertheidigte er sich 1828 in einer eigenen Broschüre. Er erhielt 1827 einen Ruf nach Berlin, wo er öffentliche Vorträge über schöne Literatur hielt, kehrte nach Bonn zurück u.st. 12. Mai 1845 daselbst. Er schr.: Gedichte, Tüb. 1800; Poetische Werke, Heidelb. 1811–15, 2 Bde., n. A. 1820; darin auch das Trauerspiel Ion (1803) u. die satirische Ehrenpforte Kotzebues, 1800; mit dem Folgenden: Charakteristiken u. Kritiken, Königsb. 1801, 2 Bde.; mit Tieck: Musenalmanach auf 1802; Vorlesungen über Literatur, Kunst u. Geist des Zeitalters im 3. Theil der Europa des Folgenden; Vorlesungen über dramatische Kunst u. Literatur (1808 in Wien gehalten), Heidelb. 1809–11, 2 Thle. in 3 Abtheil., 2. Aufl. ebd. 1817, 3 Thle.; Recension von Niebuhrs römischer Geschichte, ebd. 1817; Kritische Schriften, Berl. 1828, 2 Bde.; Vorlesungen über Theorie u. Geschichte der bildenden Kunst, ebd. 1827; Réflexions sur l'étude des langues asiatiques etc., ebd. 1832; übersetzte Shakespeare, ebd. 1797–1810, 9 Bde., n. A. ergänzt u. erläutert von L. Tieck, ebd. 1839–41, 12 Bde., 5. A. von Demselben Berl. 1855; Spanisches Theater (Calderon), ebd. 1803–1809, 2 Bde., n. A. 1845; Blumensträuße der italienischen, spanischen u. portugiesischen Poesie, ebd. 1804; Romantische Wälder, ebd. 1808; gab heraus: Indische Bibliothek, Bonn 1820–30, 2 Bde. u. 3 Bd. 1. St.; u. einige sanskritische Texte. Nach seinem Tod gab Böcking eine Ausgabe seiner sämmtlichen Werke (Lpz. 1845 ff., 12 Bde.) u. Oeuvres écrites en français (ebd. 1846, 3 Bde.) heraus. 12) Karl Wilhelm Friedrich von S., Bruder des Vorigen, geb. 10. März 1772 in Hannover, kehrte von Leipzig, wo er die Handlung erlernen sollte, 1786 in seine Vaterstadt zurück u. widmete sich in Göttinger u. Leipzig der Philologie. 1793 trat er mit seinem, in der Berliner Monatsschrift abgedruckten Aufsatze über die griechischen Dichterschulen als Schriftsteller auf. Sein erstes größeres Werk; Griechen u. Römer (1797) blieb unvollendet; ebenso seine Poesie der Griechen u. Römer (1798) u. die Kritik des Platon, zu welcher er sich mit Schleiermacherin Berlin verbunden hatte. 1800 ging S. als Privatdocent der Philosophie nach Jena, lebte seit 1802 einige Zeit in Dresden u. ging nach Paris, wo er Vorlesungen über Philosophie hielt u. die Monatsschrift Europa (1803–5, 2 Bde.) herausgab. Nach Deutschland zurückgekehrt, trat er in Köln mit seiner Gattin, einer Tochter Moses Mendelssohns, zur Katholischen Kirche über, kam 1808 nach Wien u. war 1809 als kaiserlicher Hofsecretär im Hauptquartier des Erzherzogs Karl, wo er durch kraftvolle Proclamationen auf den Geist des Volkes zu wirken suchte; hielt dann Vorlesungen über die neuere Geschichte u. über die allgemeine Geschichte der Literatur. Dem Staatskanzler Metternich bekannt geworden, wurde er Legationsrath der österreichischen Gesandtschaft bei dem Deutschen Bundestage in Frankfurt, gab jedoch diese Stelle 1818 auf u. kehrte nach Wien zurück, wo er durch seine Zeitschrift Concordia, 1820 f., eine Vereinigung der Meinungen über Kirche u. Staat bezweckte u. wieder wissenschaftliche Vorlesungen hielt. 1828 führten ihn Familienangelegenheiten nach Dresden, wo er 12. Jan. 1829 starb. Er schr. noch: Gedichte, Tüb. 1809 (darin die lyrische Elegie Hercules); das Trauerspiel Alarcos, Berl. 1802; Poetisches Taschenbuch für 1805 u. 1806; den Roman Lucinde, ebd. 1799; Lothar u. Waller, Frankf. 1805; Geschichte der Margarethe von Valois, aus dem Französischen, Lpz. 1804; Über die Sprache u. Weisheit der Inder, Heidelb. 1808; Vorlesungen über neuere Geschichte (in Wien gehalten), Wien 1811; Geschichte der alten u. neuen Literatur, ebd. 1813, 2 Thle.; Philosophie des Lebens, ebd. 1828; Philosophie der Geschichte, ebd. 1829; Philosophische Vorlesungen bes. über die Philosophie der Sprache (in Dresden gehalten), ebd. 1830; Sämmtliche Werke, ebd. 1822–25, 10 Bde., 2. A. 1846, 14 Bde.; Philosophische Vorlesungen aus den Jahren 1804–1806, aus seinem Nachlaß herausgeg. von C. J. H. Windischmann, Bonn 1836–37, 2 Bde. 13) Dorothea, Tochter von Moses Mendelssohn, geb. 1770 in Berlin, wurde die Gattin des Vorigen u.st. im Aug. 1839 in Frankfurt a. M.; sie schr.: Florentin, Lpz. 1801; Sammlung romantischer Dichtungen des Mittelalters, ebd. 1804, 2 Bde.; Corinna, aus dem Französischen der Stael, Berl. 1807, 4 Thle. 14) Jul. Heinrich Gottlieb, geb. 1772 in Jena; war seit 1796 praktischer Arzt u. Physikus in Ilmenau, auch Brunnenarzt in Liebenstein, seit 1810 weimarischer u. meiningischer Hofmedicus, Mitglied der Medicinaldeputation der Landesregierung u. Sanitätspolizeidirector u.st. 1839. Er schr.: Versuch einer Geschichte des Streites über die Identität des Venus- u. Trippergiftes, Jena 1796; Reise durch einige Theile des mittägigen Deutschlands u. des Venetianischen Staates, Erf. 1798, 2. Aufl. Gießen 1807; Sammlung aller Sanitätsverordnungen für das Fürstenthum Weimar bis 1802, Jena 1803; Fieberlehre, Erf. 1824; Beitrag zur näheren Kenntniß der Albinos, Meining. 1824; Die Mineralquelle zu Liebenstein, ebd. 1827; Das Heimweh u.[223] der Selbstmord, Hildburgh. 1835; gab auch heraus: Materialien für die Staatsarzneiwissenschaft u. praktische Heilkunde, Jena 1800–1809, 8 Sammlungen, u. Neue Materialien etc., Meining. 1819 u. 1823, 2 Bde., u. setzte Dreysigs Handwörterbuch der medicinischen Klinik fort durch seine Fieberlehre. 15) Hermann, geb. 1804 in Altenburg, erlernte die Gelbgießerei u. kam auf der Wanderschaft 1822 nach Wien, wo er sich den Naturwissenschaften ausschließlich widmete; nach Holland empfohlen, erhielt er durch C. J. Temminck ausreichende Beschäftigung, bis er 1839 Conservator des niederländischen Reichsmuseums in Leyden u. nach Temmincks Tode Director des Museums u. zugleich Professor der Universität wurde. Er schr.: Bemerkungen auf einem Ausflug nach Paris im Jahr 1835, Altenb. 1837; Abbildungen neuer od. unvollständig bekannter Amphibien, mit erläuterndem Text, Düsseld. 1837–44, 5 Decaden Fol.; Essai sur la physionomie des serpens, Amsterd. 1897, 2 Bde.; Abhandlungen aus dem Gebiete der Zoologie u. vergleichenden Anatomie, Leyd. 1841 ff.; Kritische Übersicht der europäischen Vögel, ebd. 1844; mit C. J. Temminck, Ph. Fr. v. Siebold u. W. de Haan gab er die Fauna Japonica, ebd. 1833 ff., gr. Fol., mit A. Verster van Wulverhorst, Traité de Fauconnerie, ebd. 1845 ff., mit Charles Bonaparte, Monographie des Loxiens, ebd. 1855, heraus. 16) Luise S., s. Köster 4).

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 222-224.
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