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1. [O glaubet nimmermehr, daß ich in eitlem Wahn]
2. [In diesen Blättern hier magst du es deutlich lesen]
3. [»Was hat mein armes Herz denn gegen Gott verbrochen]
4. [Daß mir, was ich gewußt, je half, kann ich nicht sagen]
5. [Nicht können was man will, mag gelten als Bedrängniß]
6. [Es ist ein schlechtes Spiel, ein Kampf mit falschen Waffen]
7. [Sie sagten, du seist todt. Ich hört' es ohne Beben]
8. [Ein's hab' ich heut gefühlt auf meinem Abendgang]
9. [Wen einmal du geliebt, der sei für alle Zeit]
10. [Was du an mir gethan, als schlecht muß ich's erkennen]
11. [O wisse du, der grollt voll böser Ungeduld]
12. [»Des Schmerzes wandelnd Zelt, die Stirne tief im Staub]
13. [Wer möchte wohl die Flur, die reich an Segen schwillt]
14. [Wenn Treu für Liebe bürgt, so sag' ich dir zur Frist]
15. [Zerreiß der Erde Schooß mit spitzen Eisens Macht]
16. [Verschleiert Weh nannt' einst die Lust mein irrend Herz]
17. [Was trauerst du, wenn dich die falsche Welt betrog]
18. [Du sagst, es hab' durch mich dich Unglück nie betroffen]
19. [O schöner, bleicher Tod, du winkst mir mild und licht!]
20. [Weil doch mein blanker Schild muß einen Wahlspruch haben]
21. [Gefährte mir zu sein auf sel'gem Liebeszug]
22. [Du Born, d'raus Reiz und Tod in gleichem Schwalle quillt]
23. [Ob längst begraben sei, sie die mich hat geboren]
24. [Ich hör' in jedem Wort, an mich gerichtet lind]
25. [Das tiefe, dunkle Meer, von Menschen »Tod« genannt]
26. [Mir zwang die Welt nichts ab. Was mangelt meinem Leben]
27. [Wie hoch auch mancher Berg ragt in der Wolken Reich]
28. [Verklingen wird mein Sein als einzlner Laut, verwehen; -]
29. [Selbst auf geknicktem Ast mag froh der Vogel singen]
30. [Schlag auf das goldne Buch, in das dein Herz einst schrieb]
31. [Der stillen Andacht Strahl im sanften Angesicht]
32. [Was trauerst du darob, daß keine Seele dein]
33. [O blumenreicher Schmerz, der still zu nächt'ger Frist]
34. [Ein himmlisch Saitenspiel dünkt mir das Herz des Frommen]
35. [In Gott ist unser Ziel; späh nicht nach andern Wegen]
36. [Erhaben rühmst du dich, hoch über uns zu stehen]
37. [Das Auge, das dem Ruhm in's Antlitz durfte schauen]
38. [Der Eule träger Flug umschwirret mich so schaurig]
39. [Die letzte Stütze bricht, kein Herz ist für mich offen]
40. [Mir tönt kein Mitleidswort, mir fließet keine Zähre –]
41. [Wär' Menschenhuld und Lieb' nicht längst von mir geschwunden]
42. [Glückselig, wem erblüht ein edler Schmerz im Leben]
43. [Ich bin ein Sonnenstrahl voll Licht und Liebesduft]
44. [Ich hab genug gelebt, das Leben nicht zu scheuen]
45. [Gern sprech' ich von dem Weh, das mich einst tief gebeugt]
46. [O lauter Jubelruf, o wilder Schmerzenschrei]
47. [Die Blüthen welkten längst, es dorrten die Cypressen]
48. [Was grollend du benennst als tolle Schicksalslaunen]
49. [Du schreitest rüstig fort, um bald am Ziel zu sein]
50. [Hoffst du auf das Geschick, wie oft wirst du verzagen!]
51. [Dieß Wort erwähle dir zum kräftigen Begleiter]
52. [Der Hoffnung Flügelkleid ziemt nur den Jugendtagen]
53. [Zu sichern deine Ruh, zu kräftigen dein Wesen]
54. [»Ich kann nicht!« rufst du aus, das heißt bequem verzagt!]
55. [Strebst du dem Höchsten nach, wird Höchstes dir gelingen]
56. [Gefährlich heißt dieß Buch, weil leicht es zu mißdeuten –]
57. [Unweibliche Idee, wie Ihr doch thöricht sprecht!]
58. [Hat Einer so viel Geist, daß, selbst von Neid zernagt]
59. [Gelassen dulde ich der Albernheiten viel]
60. [Es werden, wie vor Gott der Götter bunt Geschlecht]
61. [Durch fremden Schaden wirst du Klugheit nie erringen]
62. [Fühlst du dein Herz durch Haß von Menschen weggetrieben –]
63. [Ich denke, dichten heißt: aus dem, was niemals war]
64. [Was man von Macht der Zeit sagt, dünkt mir falsch und schlecht]
65. [»Am Glauben halte fest, in dem du warst geboren!« –]
66. [Was du als wahr erkennst, verkünd' es ohne Zagen]
67. [Verschütten läßt sich nicht der Freiheit heil'ger Quell]
68. [Wir müssen Gottes sein, als Sclaven oder Kinder!]
69. [Der du mich strenge nennst, merk', was mein Mund jetzt spricht]
70. [Ich brauch, um Gott zu schau'n, nicht erst den Flug zu lenken]
71. [Sei du der feste Punkt, um den die Welt sich dreht]
72. [»Ich folge jenem Stern in lichter Himmelshöhe.«]
73. [Es ist der Fackel Tod die Helle, die sie beut]
74. [Mit manchem Zweifel lag mein Glaube sonst im Streit –]
75. [Sei nicht der Wasserfall, der tosend abwärts strebet]
76. [Was ist des Menschen Lust, was ist des Menschen Scherz]
77. [Was echte Tugend sei - O glaub' es innig fest]
78. [Ihr denkt wohl, wenn Ihr mich verletzet ungelind]
79. [Der wilde Eber stürzt wild schnaubend auf den Jäger]
80. [Wie willst du, daß ich soll an Menschenwerth verzagen]
81. [Ich habe mich, wie auch mein Loos sich angelassen]
82. [Das Kreuz auf frommer Brust, das Schwert in starker Hand –]
83. [Ertrage ernst und still des Lebens Grambeschwerde!]
84. [So weichst auch du von mir. So mußt auch du erkalten]
85. [Der Krieger wünscht den Tod von Jenem zu empfangen]
86. [Des glüh'nd'sten Hasses hab' ich mich gen dich beflissen]
87. [Erpreßt dir Thränen nicht ein Unglück, gleich dem meinen]
88. [Doch nein! mein bestes Glück in meinen Erdentagen]
89. [Der neuen Liebe Lust zum fröhlichen Geleit]
90. [Es war mein tiefster Wunsch, im innigen Verein]
91. [Wie marternd war mein Traum voll Angst und Qual und Sorgen!]
92. [Die Gottheit hüllet sich in grauer Wolken Schein]
93. [Du staunst, daß sanft ich blieb, als du mir feindlich grolltest!]
94. [Es gab die Welt mir nicht die Kraft zum Lieben, Glauben]
95. [Die Welt gehorchet Gott, unwollend, unbewußt]
96. [Was weigerst du mir kalt den letzten Abschiedsgruß]
97. [Entziehst du mir mein Glück mit stolzem Uebermuth]
98. [Noch sind wir ungetrennt, ob du mir auch entrannst]
99. [Als meiner Leiden Preis fleh ich zu Gott bewegt]
100. [Als Höchstes wünsch' ich dir, will scheidend ich dich segnen]
Quelle:
Betty Paoli: Gedichte. Pest; Leipzig
2
1845.
Lizenz:
Gemeinfrei
Kategorien:
Literatur
·
Deutsche Literatur
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