Sardinien [2]

[896] Sardinien (Gesch.). Zuerst sollen Tyrrhener auf S. gewohnt haben, welche hier als Iolaer (Ilienser) bezeichnet werden; sie sollten entweder aus Thespiä u. Athen unter Iolaos, einem Neffen des Hercules, hierher gekommen sein u. Olbia u. Ogrylla gegründet haben, od. nach der Zerstörung von Troja (Ilium) hier eingewandert sein; im Norden siedelten sich Corsen an; als dritter Stamm werden die Balari genannt, wahrscheinlich die Abkömmlinge iberischer u. libyscher Miethlinge der Carthager, welche vor diesen im Ersten Punischen Kriege geflohen waren u. sich in die Gebirge gezogen hatten. Auch Phönicier ließen sich gewiß früh hier nieder. Die Namen dieser drei Stämme verschwanden später vor dem allgemeinen Namen Sardi (Sardoii), welchen man von Sardus, einem Libyer, dem Sohne des Makeris od. libyschen Hercules, ableitet, welcher die ersten Libyer in uralter Zeit nach S. geführt haben soll. Die Wichtigkeit der Insel für den Handel reizte bald die Carthager sich ihrer zu bemächtigen, u. obgleich um 560 v. Chr. der carthagische Feldherr Malcus geschlagen wurde, so gelang es doch 498 dem Hasdrubal u. Hamilcar die carthagische Herrschaft auf S. wenigstens an den Küsten zu begründen, denn die Iolaer blieben unbesiegt u. schadeten durch ihre Raubzüge von den Bergen herab allen Herren der Insel bis in die spätere Zeit herab. Nachdem sich die Carthager lange im Besitz der Insel behauptet hatten, mußten sie dieselbe 238 v. Chr. an die Römer abtreten, u. S. wurde mit Corsica zu einer römischen Provinz, u. zwar einer prätorischen, gemacht. Aber die Sarden, welche im Innern lange nicht völlig unterworfen werden konnten, machten immer, von den Carthagern gereizt, Versuche sich von der römischen Herrschaft zu befreien, so 234 v. Chr. unter Hampsicoras, einem angesehenen Eingebornen, welchen die Carthager zu unterstützen verhießen; gegen die Empörten wurde T. Manlius Torquatus gesendet, welcher ihnen mehre Niederlagen beibrachte; in der letzten Schlacht wurden die carthagischen Feldherrn Hasdrubal, Mago u. Hanno gefangen u. die Sarden gedemüthigt. Eine große Empörung brach 177 v. Chr. wieder bei den Jolaern aus, welche von den Balaren mit Zuzug unterstützt wurden; der Consul Tib. Sempronius Gracchus zog gegen sie u. besiegte sie gänzlich; 12,000 Insulaner blieben. Von da an wurde Ruhe auf der Insel, dagegen wurde sie in der Folge ein Gegenstand des Streites der Parteien in den Bürgerkriegen, so ließ sie Sulla durch C. Philippus den Marianern entreißen; im ersten Triumvirat wurde S. dem Pompejus zu Theil, als er aber 49 vor Cäsar floh, verjagten die Sarden seinen Statthalter M. Cotta, wurden jedoch von den Pompejanern L. Scipio u. M. Cato gezwungen Schiffe u. andere Kriegsbedürfnisse nach Afrika zu liefern. Indeß bald erschien Cäsar, erzwang gleichfalls große Lieferungen für sein Heer, belegte überdieß die Stadt Sulci mit einer Geldstrafe, weil sie der Flotte des Pompejus ihren Hafen geöffnet, u. ließ die Güter aller Anhänger des Pompejus einziehen. Im zweiten Triumvirat erhielt Octavian S., doch Sext. Pompejus ließ im Jahre 40 durch seinen Freigelassenen Menas die Insel erobern, u. dieser behauptete dieselbe für Pompejus. Später verrieth aber Menas seinen Gebieter u. übergab S. an Octavian. Unter der Regierung der Römischen Kaiser blieb S. ruhig, u. Nero verwies viele vornehme Römer dahin. Bei der Theilung des Römischen Reichs wurde es zum Abendländischen Kaiserthum geschlagen. Im 5. Jahrh. bemächtigten sich die Vandalen S-s, welche mehre Tausende Numidier zur Strafe hierher verbannten. Bei der Überwältigung des Vandalenreichs durch Belisar 536 kam auch S. unter die Herrschaft des Byzantinischen Kaiserthums u. zur Präfectur von Afrika. Das Kriegswesen wurde auf der Insel von Herzogen, die Civilregierung von Präsidenten verwaltet. Als die Longobarden in Italien die Oberhand gewannen, wollten sie sich auch S-s bemächtigen, aber ihre Angriffe wurden jedes Mal so ernstlich zurückgewiesen, daß sie wenigstens nie zum völligen Besitz der Insel gelangten. Gefährlich wurden der Herrschaft der Byzantischen Kaiser die Barbaricini, ein in den Gebirgen bei Cagliari hausender Volksstamm, zu denen sich Raubschaaren aus Afrika gesellt hatten u. welche das Räuberhandwerk trieben u. keine fremde Obermacht auf der Insel dulden wollten. Erst 594 gelang es dem Herzog Zaborda sie unter ihrem Anführer Hospito völlig zu überwinden u. zur Annahme des Christenthums zu zwingen. Die Griechen blieben nun im Besitz der Insel, bis zu Anfang des 8. Jahrh. die Sarazenen wiederholte Einfälle thaten. Die Einwohner vertheidigten sich zwar tapfer, aber von den Griechen ohne hinreichende Unterstützung gelassen, wurden sie um 720 von den Sarazenen unterworfen, Zwar mußten diese die Insel bald wieder verlassen, auch waren ihre erneuerten Angriffe u. Einfälle erfolglos, so 807 u. 813, doch litt der Wohlstand der Sarden bei den unaufhörlichen Kämpfen u. bes. ging ihr Handel durch die Capereien der Feinde zu Grunde. Deshalb wandten sich die Sarden an Kaiser Ludwig den Frommen u. boten ihm die Oberherrlichkeit über ihre Insel an, wenn er sie gegen die Sarazenen schützen wolle. Ludwig ging 820 den Vertrag ein, u. seitdem gehörte S. zum Fränkischen Reiche. Ludwig ließ von Bonifacius, Grafen von Lucca, eine Flotte ausrüsten, gegen die Sarazenen kreuzen u. dieselben in Afrika angreifen. Dadurch geschreckt, hielten die Sarazenen einige Jahre Frieden, dann aber erneuerten sich ihre Anfälle u. belästigten die Sarden so, daß viele die Insel verließen u. sich 846 in Ostia im Kirchenstaate ansiedelten. In der zweiten Hälfte des 9. Jahrh. eroberten die Sarazenen endlich. S. u. behaupteten über 100 Jahre die Herrschaft. Zum Kreuzzug gegen sie forderte Papst Johann XVIII. 1004 die christlichen Mächte auf u. verhieß die Insel dem zum Eigenthum, welcher die Sarazenen vertreiben würde. Die Pisaner erboten sich, u. nachdem sie erst 1005 einen vergeblichen Versuch gemacht hatten, gelang ihnen 1007 die Eroberung. Aber schon 1015 erschienen[896] die Sarazenen wieder, schlugen die Pisaner, belagerten Cagliari u. metzelten die Besatzung nieder. Vom Papst Benedict VIII. aufgefordert leisteten die Genueser den Pisanern Beistand zur Wiedereroberung S-s, welche, nachdem die Sarazenen in einer großen Seeschlacht überwunden worden waren, 1022 erfolgte. Die Genueser erhielten für die geleistete Hülfe alle Beute, die Pisaner behielten die Insel u. setzten als Regierung vier Richter in Cagliari, Gallura, Arborea u. Torre ein, welche bald die Erblichkeit ihrer Würde erlangten. Zwar machte der Sarazene Muget 1050 einen neuen Angriff auf S., eroberte Corno, gewann drei Schlachten u. ließ sich zum König krönen; aber die Pisaner sandten Jakob Ciarini mit einer Flotte hin, u. da Muget die Insel vor Ankunft der Pisaner verlassen hatte, nahmen diese ohne Widerstand wieder Besitz von derselben. In der Folge stritten Genua u. Pisa lange um die Insel, wobei dieselbe häufig der Schauplatz blutiger Kriege war. Die pisanischen Richter führten eine schlechte Regierung; Constantin, der erste Richter in Cagliari, bekannte sich selbst einer Menge grober Verbrechen schuldig; Torquidor, Richter in Gallura, wurde 1092 als ein Ketzer u. Lasterhafter mit dem Bann u. sein Bezirk mit dem Interdict belegt; Comita, der zweite Richter in Torre, kam in Verdacht es mit den Genuesern zu halten u. wurde deshalb 1136 seiner Würde entsetzt. Damals war das Haus Laccono das mächtigste in S.; es war nach u. nach in dem Besitz dreier Richterstellen; jetzt erhielt Boruson (Bariso) aus diesem Haus auch die vierte von Arborea u. machte nun den Plan sich zum Oberherrn der Insel aufzuwerfen. Er erbot sich den Genuesen, wenn sie ihm dazu verhelfen würden, zu einem jährlichen Zinse von 400 Mark Silber. Die Genueser nahmen das Anerbieten an, u. Kaiser Friedrich I. erkannte Boruson 1164 in Pavia als König von S. an; als er aber die vom Kaiser für die Anerkennung bedungenen 4000 Mark nicht bezahlen konnte, erlegten die Genueser diese Summe für ihn u. rüsteten eine Flotte, um ihn in den Besitz seines Reiches zu setzen. Aber auch ihnen konnte er ihre Kosten nicht erstatten, daher führten sie ihn gefangen mit sich fort. Nun unterwarfen die Pisaner die Insel wieder, ließen sich von den Einwohnern huldigen u. erhielten 1166 vom Kaiser Friedrich I. die Belehnung damit, obgleich solche kurz vorher der Herzog Welf von Baiern erhalten hatte. Aber im folgenden Jahre eroberten die Genueser die Provinzen Arborea u. Cagliari u. suchten bei dem Kaiser um die Genehmigung des Besitzes nach, u. dieser entschied nach langem Unterhandeln dahin, daß jeder der streitenden Theile die Hälfte der Insel besitzen sollte. Doch damit war keiner von beiden Theilen zufrieden, u. der Streit währte fort; dazu kam noch ein dritter Competent in der Person des von den Genuesen inzwischen freigelassenen Boruson. Endlich stiftete Papst Clemens III. 1188 Frieden zwischen den Pisanern u. Genuesen, den Letzteren wurde der Besitz aller Ländereien zugesichert, welche sie als Pfand für das dem Boruson geliehene Geld erhalten hatten. Bald aber brach ein neuer Krieg aus, als Markgraf Wilhelm von Massa sich mit Maria, einer Tochter des Richters Comita von Torre, vermählt hatte; dieser bemächtigte sich mit Hülfe der Pisaner der Landschaften Cagliari u. Arborea, wurde aber von den Genuesen, welche bei Cagliari gelandet waren, 1194 geschlagen. Nach u. nach gewann er zwar die Obermacht, allein nun forderte Innocenz III. 1200 S. als Eigenthum des päpstlichen Stuhls u. that den Markgrafen, als dieser sich dem päpstlichen Verlangen nicht fügen wollte, in den Bann; doch versöhnte er später den Papst u. blieb im Besitz von Cagliari u. Arborea. Der Provinz Gallura bemächtigte sich 1207 der Pisaner Lambert u. behauptete sich bis 1212 in deren Besitz. Nach des Markgrafen Wilhelm Tode erbte dessen Tochter Benedicta Cagliari, welche mit Bornson II., Richter von Arborea, vermählt u. im Besitz der Hälfte der Insel war. Da sie es mit dem Papste hielt, so trachteten die Pisaner ihre Macht zu verringern, sie entlockten ihr 1215 die Bewilligung auf einem Berge unsern Cagliari ein Castell zu bauen, legten darein eine Besatzung, maßten sich die Gerichtsbarkeit über die umliegende Gegend an u. erhoben einen Zoll von allen in den Hafen zu Cagliari einlaufenden Schiffen. 1218 fielen der mit dem Bann belegte Lambert u. Ubald aus Pisa in Cagliari ein u. bemächtigten sich dieser Provinz. Der Richter Marian von Torre zog zwar gegen sie zu Felde u. der Papst schleuderte den Bann auch gegen Ubald, doch Ubald behauptete sich im Besitz von Cagliari, bes. da Benedicta 1224 ohne Erben gestorben war, u. vergrößerte seine Besitzungen immer mehr. Als Benedictas Gemahl Boruson II. 1233 ermordet worden war, heirathete Marian dessen Schwester Adelasia, welche ihm Torre u. Galluria zubrachte, wodurch er zum Besitz des größten Theils der Insel gelangte, denn außer ihm war nur noch Peter von Arborea Richter in S., mit welchem er 1237 ein Vertheidigungsbündniß schloß. Ubald starb 1238, u. seine Wittwe vermählte sich mit Enzio, dem natürlichen Sohn des Kaisers Friedrich II., welcher von seinem Vater zum König von S. erhoben wurde. Als Enzio 1249 in die Gefangenschaft der Bologneser gerathen war, griffen die Pisaner zu, stellten 1250 ihre Herrschaft über die Insel wieder her u. setzten eingeborne Pisaner zu Richtern ein. Mit Castro belehnten sie Chiano u. erhoben ihn zum Markgrafen; Chiano aber übergab Castro an die Genueser; die Pisaner eroberten es zwar 1252 zurück, aber nun entspann sich um Castro u. St. Gilia ein mehrjähriger Krieg zwischen Genua u. Pisa, bis 1258 der Papst einen Waffenstillstand vermittelte u. St. Gilia selbst im Besitz behielt, das er jedoch auch bald den Pisanern wieder räumen mußte. Große Unruhen erregten nun die Richter, welche sich unabhängig von Pisa machten, u. auch die Grafen von Donoratico, die Erben des Königs Enzio. Dann führten Pisa u. Genua wieder Krieg um S., welcher erst 1299 durch einen Waffenstillstand geendigt wurde, in welchem die Pisaner den Genuesern Sassari abtraten. Unterdeß hatte Papst Bonifacius VIII. den König Jakob II. von Aragonien 1296 mit S. u. Corsica belehnt, wogegen derselbe Sicilien an den König Karl von Neapel abtreten sollte. Die Pisaner widersetzten sich aber der Besitznahme, u. die Versuche des Papstes sie zur friedlichen Abtretung der Insel zu bewegen waren erfolglos. Jakob II. erschien nun 1310 mit einer Flotte vor Pisa, um sie zur Abtretung von S. zu zwingen, doch sie beschwichtigten ihn durch eine Summe Geldes u. blieben im Besitz S-s. Aber der König Jakob gab seine Ansprüche nicht auf, er unterhielt vielmehr eine Verbindung mit dem Richter von Arborea, welcher 1323 eine [897] Verschwörung stiftete u. alle pisanische Soldaten umbringen ließ, während Prinz Alfons von Aragonien mit einem Heere landete u. die Insel eroberte. Die Pisaner mußten den König von Aragonien nun als Herrn von S. anerkennen, wogegen er sie für einen jährlichen Zins von 200 Pfund im Besitz von Cagliari u. Castro ließ. Dieser Vertrag wurde aber auf S. selbst nicht beachtet u. die aragonische u. pisanische Partei bekämpften sich aufs heftigste; doch zogen endlich die Letzteren den Kürzeren, u. nachdem die Pisaner auch Cagliari u. Castro verloren hatten, entsagten sie im Frieden 1326 feierlich allen Ansprüchen auf S., welches von nun an im Besitz Aragoniens blieb u. im 14. u. in der ersten Hälfte des 15. Jahrh. oft der Schauplatz von Empörungen wurde, welche meist Genua anstiftete, um sich wieder in Besitz der Insel zu setzen; was aber nicht gelang. Auch später verwüsteten Bürgerkriege fortwährend die Insel. Im Anfange des 18. Jahrh. kam S. mit Spanien an das Haus Bourbon u. wurde im Spanischen Erbfolgekriege 1708 von den Engländern für Österreich erobert u. blieb im Frieden von Utrecht 1713 dem Hause Habsburg. Zwar schon 1717 eroberte Spanien die Insel von Neuem, wurde aber von Frankreich, England u. Österreich sogleich genöthigt dieselbe wieder herauszugeben, u. Österreich trat 1720 S. gegen Sicilien an Savoyen ab, u. von nun an bildete es mit diesem u. Piemont einen eigenen Staat, die Sardinische Monarchie (s.d.), behielt aber seine eigne Verfassung; die weitere Geschichte s. Sardinische Monarchie. Seit 1860 ist wiederholt von einer Abtretung der Insel S. an Frankreich die Rede gewesen. Vgl. S. Vitale, Annales Sardiniae, Flor. 1639; Petit-Radel, Notices sur les Nuraghes de la S., Par. 1826; de Vico, Historia general de la isla y reyno de Cerdenna, Barcell. 1839, 2 Bde.; G. Cambiagi, Istoria del regno di Sardegna, Firmo 1770; M. A. Gazano, La storia di Sardegna, Cagliari 1777, 2 Bde.; A. Azuni, Histoire géograph., polit. et natur. de la S., Par. 1802, 2 Bde.; Mimaut, Hist. de S., ebd. 1825 (deutsch von Gleich, Lpz. 1828, 2 Thle.); F. Hörschelmann, Geschichte, Geographie u. Statistik der Insel S., Berl. 1828; G. Manno, Storia di Sardegna, Tur. 1833, 3 Bde.; L. Cibrario, Documenti, sigilli et monete di Sardegna, ebd. 1833; Graf Albert delle Marmora, La Sardaigne, Par. 1839; Neigebaur, Die Insel S., deren geschichtliche Entwickelung etc., Lpz. 1853, 2. A. 1856.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 14. Altenburg 1862, S. 896-898.
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