Spanien

Spanien und Portugal. I. (Karten)
Spanien und Portugal. I. (Karten)
Spanien und Portugal. II. (Karten) 1. Geolog. Übersicht und Mineralfundstätten. 2. Physikalische Übersicht. 3. Pflanzen- und Tiergeographische Übersicht. 4. Volksdichte. 5. Historische Entwickelung des Spanischen und Portugiesischen Kolonialbesitzes.
Spanien und Portugal. II. (Karten) 1. Geolog. Übersicht und Mineralfundstätten. 2. Physikalische Übersicht. 3. Pflanzen- und Tiergeographische Übersicht. 4. ...
1767. Spanien.
1767. Spanien.
Flaggen.
Flaggen.

[730] Spanien, Königreich, den größten Teil der Pyrenäischen Halbinsel umfassend [Karten: Spanien und Portugal I u. II], 497.213 qkm, (1900) 18.235.841 E., mit den Kanarischen Inseln und den Presidios (s.d.) 504.552 qkm, 18.617.956 E. Es ist zur Hälfte ein von N. nach S. terrassenförmig gegen Andalusien und von O. nach W. sich allmählich zum Atlant. Ozean abdachendes Hochland (810 m), im N. und S. von Randgebirgen umgeben. Im N. das Kantabrische Gebirge und die Pyrenäen [730] bis 3404 m hoch; im NO. das Ebrobecken. Das Kastilische Scheidegebirge (in der Sierra de Guadarrama 2405 m hoch) trennt die Hochebene von Altkastilien (einschließlich León; 832 m) von der von Neukastilien und Estremadura (800 m), die im S. durch das Andalus. Scheidegebirge (Marianisches Gebirgssystem) begrenzt wird. Zwischen diesem und dem Penibetischen Gebirgssystem (3481 m) im S. liegt das Bätische oder Andalus. Tiefland. Flüsse im allgemeinen nur auf kurze Strecken schiffbar; Duero, Tajo, Guadiana, Guadalquivir münden in den Atlant. Ozean; Ebro, Segura, Jucar, Guadalaviar in das Mittelländ. Meer. Kanäle: Kaiserkanal (s. Ebro), 88 km lg., Kastilischer Kanal, 210 km lg. Klima reich an Gegensätzen: im NW. Seeklima, im Innern Kontinentalklima. Bevölkerung größtenteils Nachkommen der keltiber. Ureinwohner, frühzeitig vermischt mit phöniz. und karthag., später mit röm., german. (Goten, Sueven, Vandalen) und arab. Elementen; unvermischte Völkerüberreste sind die Basken (etwa 440.000) und die Morisken oder Mudejaren (60.000; Nachkommen der Mauren, in den Alpujarras und um Valencia wohnend); außerdem 50.000 Zigeuner; Konfession fast ausschließlich röm.-kath., 9 Erzbistümer, 46 Bistümer; Protestanten angeblich (1887) 6654 [S. Beilage: Europa VI: Großstädte und Beilage: Auswanderung.] Landwirtschaft: Etwa die Hälfte des Landes Kulturland; 26½ Proz. Getreide- und Gemüseland, 3,7 Proz. Weinland, 2 Proz. Olivenhaine, 13 Proz. Wiesen und Weiden, 8,7 Proz. Hoch- und Buschwald; Hauptprodukte Weizen, Mais, Roggen, span. Pfeffer, Öl, Hanf, Espartogras, Krapp, Safran, Obst, Johannisbrot, Orangen und Zitronen; sehr wichtig der Weinbau. [S. auch Beilage: Getreide.] Viehzucht bedeutend: die beste Rindviehzucht in den nördl. Provinzen; die früher berühmte Schafzucht jetzt im Verfall; Seidenzucht bes. bei Murcia und Orihuela; bedeutend ist die Fischerei. Bergbau sehr ergiebig, da S. das mineralreichste Land Europas ist (Quecksilber, Zink, Kupfer, Eisen, Mangan, Blei, Steinkohle etc. [s. auch Beilage: Bergbau]). Industrie neuerdings in Aufnahme; bes. Weberei, Mehl- und Ölbereitung, Eisen-, Papier-und Lederfabrikation, Baumwollindustrie, Leinen-und Hanfverarbeitung, Rohseidenindustrie (durch die Raupenkrankheit beeinträchtigt), Korkstöpselfabrikation, Zündhölzchen- und Chemikalienfabriken, Tabaksfabriken. Handel, früher Welthandel, erst in neuerer Zeit wieder gehoben [s. Beilagen: Europa und Handel und Handelsmarine]: Schiffsverkehr (1904 im auswärtigen Handel eingelaufen) 19.316 Schiffe mit 15,24 Mill. Registertons. Zahlreiche Häfen, 56 an der atlant., 25 an der Mittelmeerküste; wichtig San Sebastian, Bilbao, Santander, Ferrol, La Coruña, Sevilla, Cádiz, Barcelona, Tarragona, Alicante, Cartagena, Almería, Málaga. Eisenbahnen s. Beilage: Eisenbahnen; Telegraphenlinien (1903) 33.132 km.Verfassung vom 30. Juni 1876; konstitutionelle Monarchie, erblich in der männlichen und weiblichen Linie des Hauses Bourbon-Anjou; der Senat besteht aus höchstens 180 lebenslänglichen und 180 gewählten Mittgliedern, die Abgeordnetenkammer aus 432 auf 5 Jahre gewählten Mitgliedern (1 Abgeordneter auf 50.000 E.); neben dem König der verantwortliche Ministerrat (9 Minister); Oberster Gerichtshof in Madrid, unter welchem 15 Appellations-Obergerichtshöfe stehen; seit 1890 Schwurgerichte. Einteilung (seit 1822) in 49 Provinzen, welche sich auf die alten histor. Landschaften, die Königr. Alt- und Neukastilien, Léon und Galicien, Aragonien mit Valencia und Katalonien, Estremadura und Andalusien, Navarra und die 3 bask. Provinzen verteilen, deren jede unter einem Zivilgouverneur steht. Heerwesen. Loskauf für 1500 Pesetas und Stellvertretung unter Brüdern sind gestattet. Es besteht allgemeine Wehrpflicht vom 20. Jahre an 12 Jahre, 3 Jahre bei der Fahne, 3 Jahre in der ersten, 6 Jahre in der zweiten Reserve. Es bestehen 7 Armeekorps zu je 2 Infanteriedivisionen: das 1. hat außerdem 1 Kavalleriedivision und 1 Jägerbrigade, das 2., 3. und 4. je ein 1 Jäger- und Kavalleriebrigade, das 6. eine Kavalleriebrigade. Dazu kommen die Truppen auf den Balearen, Kanar. Inseln, Céuta und Melilla. Im ganzen sind vorhanden: Infanterie: 67 Regimenter mit 148 Bataillonen und 644 Kompanien, 18 Jägerbataillone mit 72 Kompanien; Kavallerie: 28 Regimenter mit 112 Eskadrons, ferner je 2 Eskadrons in Afrika, auf den Balearen und Kanar. Inseln; 13 Regimenter Feld-, 1 Regiment Belagerungs-, 3 Regimenter und 1 Abteilung Gebirgsartillerie mit 85 Batterien, ferner 8 Batterien in Afrika etc., 11 Bataillone Fußartillerie mit 60 Kompanien, 4 Regimenter Genie mit 8 Bataillonen und 32 Kompanien, ferner 10 Kompanien in Afrika etc. Die Friedensstärke wird einschließl. Guardia civil und Carabineros zu 11.632 Offiziere und 116.000 Mann, die Kriegsstärke an ausgebildeten Mannschaften auf 410.000 Mann berechnet. Die Kriegsmarine zählt (1905) 1 Linienschiff, 2 Panzer-, 6 Geschützte Kreuzer, eine Anzahl veraltete Kanonenboote, 5 Torpedobootszerstörer, 8 Torpedoboote, ferner Schul-und Spezialschiffe; Personal: 701 Offiziere, 516 Beamte, 14.000 Mann. Finanzen: s. Beilage: Finanzen. Unterrichtswesen noch sehr vernachlässigt; 1889 waren 68,1 Proz. Analphabeten; 10 Universitäten (Madrid, Barcelona, Salamanca, Granada, Santiago, Saragossa, Sevilla, Valencia, Oviedo, Valladolid), außerdem 10 Kunstschulen, 3 Handelsschulen, Schiffahrtsschulen, Baugewerk- und Feldmesserschulen, Zentral- und Landwirtschaftsschule zu Aranjuez, Forstlehranstalt im Escorial, 6 Industrieschulen, 20 Ackerbauschulen, Architekturschule, Schule für Malerei und Bildhauerei, Konservatorium für Musik (Madrid), 5 Notariatsschulen, diplomat. Schule, militär. Fachschule; zahlreiche Akademien (7 in Madrid), Bibliotheken in Madrid und im Escorial, Archive in Simancas, Barcelona und Sevilla. Orden: s. Beilage:Orden. Wappen zeigt Abb. 1767; Landesfarben: Rot und Gelb; Flagge zeigt Tafel: Flaggen; Hauptstadt Madrid.Kolonien hat S. (abgesehen von den zum Mutterlande gerechneten außereurop. Besitzungen [s. oben]) nur noch in Westafrika, zusammen ca. 212.700 qkm, ca. 290.900 E.; s. Spanisch-Guinea und Beilagen: Afrika und Kolonien.Geschichte. Die ältesten Bewohner S.s waren Iberer, mit denen die eingewanderten Kelten zum Teil zu Keltiberern verschmolzen. Unter den Römern, die 206 v. Chr. die Karthager, die seit 1100 v. Chr. Kolonien in S. angelegt hatten, vertrieben und 19 v. Chr. die Halbinsel völlig unterwarfen, war das Land eine blühende Provinz; es wurde in der Völkerwanderung von den Westgoten erobert, denen es 711 die Araber entrissen; nur in den Gebirgen Asturiens erhielten sich die Christen unabhängig. Das arab. Kalifat Cordoba zerfiel bald in einzelne Reiche, die den fortgesetzten Angriffen der Christen nach und nach unterlagen, so daß die Araber nach der Niederlage bei Tolosa 1212 auf Granada und Córdoba beschränkt blieben. Es entstanden die christl. Reiche Leon, Navarra, Aragonien (s.d.) und Kastilien; letzteres, von Ferdinand III. (1217-52) mit Leon vereinigt und durch glückliche Kriege gegen die Araber bedeutend erweitert, verfiel nach dem Tode Alfons' X. (1252-84) durch Thronstreitigkeiten und Bürgerkriege; die königl. Macht war bei der Thronbesteigung Isabellas (1474-1504) ganz und gar geschwächt. Durch ihre Vermählung mit Ferdinand V. dem Katholischen von Aragonien (1479-1516) wurden die beiden Reiche zum Königr. S. vereinigt; die Macht der Krone ward durch Organisierung der heil. Hermandad (s.d.), durch Einführung der Inquisition etc. gehoben; durch Eroberung Neapels und Navarras sowie Granadas, des letzten mohammed. Reichs in S., ferner durch die Entdeckung Amerikas und die Gründung des großen span. Kolonialreichs das. ward der Grund zu künftiger Größe gelegt. In Kastilien folgte 1504 Johanna, Gemahlin Philipps I., des Sohnes Kaiser Maximilians I., und als diese in Wahnsinn verfiel, ihr Sohn Karl I. (der spätere deutsche Kaiser Karl V.) unter Vormundschaft seines Großvaters Ferdinand, dem er 1516 auch in Aragonien folgte; unter ihm erreichte die span. Macht ihren Gipfelpunkt. Sein Sohn Philipp II. (1556-98) erwarb zwar Portugal, konnte jedoch den Aufstand der Niederlande nicht bewältigen und verlor seine Flotte gegen die Engländer; er hinterließ das Land erschöpft und verfallend. Unter [731] seinen Nachfolgern, Philipp III. (1598-1621), Philipp IV. (1621-65) und Karl II. (1665-1700) ward der Zustand immer trauriger; durch Vergeudung der Staatseinkünfte und unglückliche Kriege (bes. gegen Frankreich) stieg der Geldmangel aufs höchste, während Handel und Industrie sanken und das Ansehen der Regierung schwand.Als mit Karl II. 1700 die Habsburger in S. ausstarben, gelangte infolge Testamentsbestimmung mit Philipp V. (1701-46) das Haus Bourbon auf den Thron. Philipp behauptete sich im Spanischen Erbfolgekriege (s.d.), mußte aber 1713 die span. Nebenländer Neapel, Sardinien, Mailand, die Niederlande und Sizilien abtreten; letzteres erhielt er 1735 als span. Sekundogenitur zurück. Unter seinen Nachfolgern, Ferdinand VI. (1746-59) und Karl III. (1759-88), erholte sich S. im Innern; doch war die Günstlingsherrschaft (s. Godoy) unter Karl IV. (1788-1808) wieder höchst nachteilig, und die Anlehnung an die Politik Napoleons I. führte zum Kriege mit England, in welchem die span. Seemacht 1805 bei Trafalgar vernichtet wurde. Infolge der Insurrektion vom 18. März 1808 dankte Karl IV. zugunsten seines Sohnes, Ferdinand VII., ab; da sich darauf beide um Napoleons Unterstützung bewarben, zwang sie dieser zu Bayonne zum Verzicht auf alle Rechte an S. und ernannte seinen Bruder Joseph zum König von S. Der von den Engländern unterstützte Befreiungskrieg der Spanier führte 1814 zur Vertreibung der Franzosen, worauf Ferdinand VII. die alten absolutistischen Zustände wieder herstellte und nach Unterwerfung der radikalen Parteien (die ihn 1820 zur Herstellung der Verfassung der Cortes von 1812 gezwungen) durch die franz. Intervention von 1823 mit brutalem Despotismus herrschte. Unter ihm gingen sämtliche span. Kolonien auf dem Festlande Amerikas verloren. Durch Wiederherstellung der altkastil. Thronfolgeordnung suchte er die Nachfolge seiner Tochter Isabella zu sichern, die auch nach seinem Tode 1833 den Thron bestieg. Der hierdurch ausgeschlossene Bruder des Königs, Don Carlos (s.d.), erregte einen Bürgerkrieg, der erst durch den Vertrag von Vergara 31. Aug. 1839 zugunsten Isabellas entschieden wurde. Die Regierung Isabellas war angefüllt mit Intrigen der polit. Parteien, häufigem Wechsel der Ministerien und Militäraufständen, bis der Aufstand unter Prim, Serrano und Topete Sept. 1868 die Königin zur Flucht nötigte. Serrano wurde 15. Juni 1869 von den Cortes zum Regenten bis zur Wiederbesetzung des Throns gewählt. Nach langen Verhandlungen fiel 16. Nov. 1870 die Königswahl auf den Herzog Amadeus von Aosta, der aber schon 11. Febr. 1873 abdankte, worauf die Republik erklärt ward. Unterdessen war 1872 wieder ein Karlistenaufstand ausgebrochen, den weder der Diktator Castelar noch nach dessen Sturz (2. Jan. 1874) der Ministerpräsident, später Regent Serrano völlig unterdrücken konnte. General Martinez Campos proklamierte 29. Dez. 1874 den Sohn Isabellas, Alfons XII., zum König von S., der 14. Jan. 1875 in Madrid einzog und den Konservativen Canovas an die Spitze der Regierung berief. Er beendete Febr. 1876 den Karlistenaufstand und gab eine neue Verfassung, durch deren reaktionäre Färbung die Konservativen und Klerikalen gewonnen werden sollten. Indessen besserte sich die polit. Lage zunächst nur wenig; zwei Attentate auf den König, 25. Okt. 1878 und 29. Dez. 1879 zeigten die von der weit verbreiteten Internationale drohende Gefahr, die fortgesetzten Unruhen auf Kuba wurden 1879 nur durch große Zugeständnisse unterdrückt; 1883 mußte ein Militäraufstand niedergeschlagen werden. Canovas, der 1879 Martinez Campos weichen mußte, aber schon Ende 1879 wieder Ministerpräsident wurde, bis er 1881 durch die Verbindung jenes mit dem Führer der sog. dynastischen Opposition, Sagasta, wieder gestürzt ward, kam 1884 abermals ans Ruder. Die Besitznahme der Karolinen durch Deutschland 1885 erregte Unruhen des span. Volks, die sich bis zur Beschimpfung des deutschen Wappens in Madrid (4. Sept.) steigerten; durch die weise Zurückhaltung Deutschlands wurde ein schlimmerer Konflikt vermieden und die Differenz auf Antrag des deutschen Reichskanzlers der Entscheidung des Papstes anheimgestellt. Noch bevor diese erfolgte, starb 25. Nov. 1885 der junge König; seine Witwe, Maria Christina (s.d.), übernahm die Regentschaft zunächst für ihre älteste Tochter, dann für ihren (am 17. Mai 1886) nachgeborenen Sohn Alfons XIII., und berief ein liberales Ministerium unter Sagasta. 17. Dez. 1885 ward das Protokoll unterzeichnet, wonach die span. Souveränität über die Karolinen anerkannt, dagegen Deutschland volle Freiheit des Handels, der Schiffahrt und der Fischerei auf diesen Inseln, sowie das Recht eingeräumt wurde, das. eine Schiffs- und Kohlenstation zu errichten. 1886 erwarb S. ein Gebiet von 14.000 qkm an der Küste Westafrikas und 1887 einen weitern Teil, ebenso 1887 einen Hafen an der Ostküste Afrikas bei Massaua. Bis 1890 bildete Sagasta mehrere Ministerien, ihm folgte Canovas del Castillo bis 1892, ihm bis 1895 wieder Sagasta. Unter seinem Nachfolger Canovas brach 1895 ein neuer Aufstand auf Kuba aus, ebenso auf den Philippinen. Nach Canovas Ermordung 1897 beruhigte Sagasta zwar die Philippinen, der Aufstand in Kuba führte indessen 1898 zum Kriege mit den Ver. Staaten von Amerika, in dem S. völlig besiegt wurde (Vernichtung der span. Flotten bei Manila und Santiago di Cuba), und im Pariser Frieden (10. Dez. 1898) Kuba, Portoriko und die Philippinen abtreten mußte, und infolgedessen auch die Marianen (außer Guam), Karolinen- und Palauinseln an Deutschland, Guam an die Ver. Staaten verkaufte. Die Erhöhung der Steuern führte 1899 und 1900 zu revolutionären Erhebungen und zu Separationsbestrebungen Kataloniens, wozu sich noch antiklerikale Unruhen gesellten. Nach mehrfachen Ministerwechseln trat 1901 Sagasta an die Spitze des Kabinetts, dem seit Dez. 1902 wieder mehrere andere folgten. Am 17. Mai 1902 übernahm Alfons XIII. selbst die Regierung des Landes. Um Berücksichtigung seiner Interessen in Marokko zu finden, schloß S. 6. Okt. 1904 einen Vertrag mit Frankreich und erlangte dadurch 1906 auf der Marokkokonferenz in Algeciras einige Vorteile.Literatur. Erzherzog Ludwig Salvator (1884), del Castillo (span., 4 Bde., 1889-92), Rein (1892 u. 1899), Willkomm (1896), Davillier (franz., 1900), Routier (franz., 1902), Tenne und Calderón (1902), Hume (engl., 1906); zur Geschichte: Lafuente (neue Ausg., 22 Bde., 1888), Lembke-Schäfer (Bd. 1-7, 1831-1902), Baumgarten (vom Ausbruch der Franz. Revolution; 3 Bde., 1865-71), Lauser (vom Sturze Isabellas bis Alfonsos Thronbesteigung, 2 Bde., 1877), Burke (engl., 2 Bde., 1895), Diaz Carmona (span., 2 Bde., 1896), Altamira y Crevea (span., Bd. 1 u. 2, 1900-2).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 730-732.
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