Quellen und Zusätze

[587] Erster Band


1. Die drei Bergleute im Kuttenberg

Mündlich in Hessen.


2. Der Berggeist

Prätor.: Weltbeschreibung, I, 110, 127, 128. Bräuners Curiosit., 203, 206. G. Agricola: De animalib. subterr. Mündliche Erzählung. [Lavater: De spectris.] Zusatz von Jacobs Hand:

»In den Graubündener Alpen bemerkte vor langer Zeit einer ein sehr geschäftiges Bergmännlein in der Grube, es lief hin und her und trug das ausgehauene Erz in einen Korb. Der Eigentümer ließ ihm den Willen, tat ihm nichts zuleide und machte, wenn es ging, das Zeichen des Kreuzes. Aber einmal ließ sich der Berggeist so ungestüm hören, daß es einer der Arbeiter nicht länger aushalten konnte, fluchte heftiglich gegen das Männlein. Dieses ergriff ihn beim Kopf und drehte ihm das Gesicht auf den Rücken. Viele Menschen sahen den unglücklichen Bergmann in dieser Gestalt. Doch lebte er noch wenige Zeit aus. Wenn sich ein Unglück zutrug, hörte man in diesen Gebirgen die Berggeister poltern, rauschen und hauen.«


3. Der Bergmönch im Harz

Mündlich am Harz.


4. Frau Hollen Teich

Schaub: Beschr. des Meißners, Kassel 1799, 8, p. 12-14. Münchhausen: Abh. über den Meißner in Hinsicht auf myth. Alterthum. Hess. Denkwürdigk., II, 161-202. Hierzu viele Zusätze von Jacobs Hand, die später in der Mythologie verarbeitet worden sind.

Ebenso zu 5., 6., 7.


5. Frau Holla zieht umher

Prätor.: Weihnachtsfratzen, prop. 54.


[587] 6. Frau Hollen Bad

Zeillers Sendschreiben, II, 533, S. 695. Prätor.: Weltbeschreibung, I, 476.


7. Frau Holla und der treue Eckart

Prätor.: Weihnachtsfratzen, propos. 55. Falkenstein: Thüring. Chronik, I, 167; [aus Waldenfels: Sel. antiq., Norimb. 1677, p. 376; dieser aber aus Prätorius.]


8. Frau Holla und der Bauer

Prätor.: Weihnachtsfr., prop. 56.


9. Die Springwurzel

Mündlich auf dem Köterberg von einem Schäfer. Vgl. Altdeutsche Wälder, II, 95.


10. Fräulein von Boyneburg

Mündlich aus Hessen. [Ergänzt in Bechsteins Museum, I, 184 ff.]


11. Der Pielberg

Prätorius: Glückstopf, S. 506.


12. Die Schloßjungfrau

Falkenstein: Thüring. Chronik, I, 172.


13. Die Schlangenjungfrau

Prätor.: Weltbeschr., 661-663. Seyfried in Medulla, p. 477, 478. Kornmann: Mons Veneris, c. 34, p. 189-192. [Rübezahl, I, 187-192.]


14. Das schwere Kind

Bräuners Curiosit., 274.


15. Der alte Weinkeller bei Salurn

Nachr. von Geistern, Frankf. 1737, S. 66-73.


16. Hünenspiel

Mündlich aus dem Korveischen.


17. Das Riesenspielzeug

Mündlich von einem Förster. [Hiernach hat Arthur von Nordstern eine Romanze gedichtet, Dresdner Abendzeit. 1817, Num. 8.]


18. Riese Einheer

Aventin: Bair. Chronik, Frankf. 1570, S. 285 b [und Monachus Sangallensis. Dippoldt, S. 116, 117.] [al. Cishere Aenothere l. Eishere = Egishere, terribilis. Pertz, 2, 756. Crusius: Ann. suev. dod., I, 337. αινοϑηρσς, horribilis venator.]


19. Riesensäulen

Winkelmanns Hessische Chronik, S. 32. Melissantes in Orograph. bei Malchenberg. [Bader, No. 387.]


20. Der Köterberg

Mündlich von einem darauf hütenden Schäfer.


21. Geroldseck

Philander v. Sittewald: Gesichte, Straßb. 1665, S. 32, 33. [Philander von Sittewald: Soldatenleben, p. 276, 277, edit. lugdun., tom. 4.]


[588] 22. Kaiser Karl zu Nürnberg

Melissantes: Orogr., f'rancof. 1715, p. 533. Vgl. Struve: Hist. polit. Archiv, I, p. 14.


23. Friedrich Rotbart auf dem Kyffhäuser

Agricola: Sprichwort, 710. Melissantes: Orogr. v. Kyffhausen. Tenzel: Monatl. Unterr., 1689, S. 719, 720. Prätorius: Alectryomantia, p. 69. Dessen Weltbeschr., II, 306, 307. [Behrens, S. 151. Vgl. Curiosit., IV, S. 170, 171. Vgl. ein altes Lied in Gräters Odina, p. 197, 198.]


24. Der Birnbaum auf dem Walserfeld

Brixener Volksbuch vom Untersberg, S. 38, 39.


25. Der verzauberte König zu Schildheiß

Volksbuch vom Ritter Eginhard, S. 42 ff.


26. Kaiser Karl des Großen Auszug

Mündlich aus Hessen. [Gudensberg, Udenesberg, Wuodenesberg: Wenk, III, S. 79, 86. Engelhards Erdbeschreibung, I, 391. Bei Gudensberg soll Karl der Große eine denkwürdige Schlacht mit den Sachsen gehalten und gewonnen haben, wie denn auch noch heutigentags in dasiger Gegend märhafte Erzählungen von seinem Aufenthalte in dem dabei gelegenen Odenberge und einem darunterliegenden Steinfelsen im Schwange gehen.]


27. Der Untersberg

Sagen der Vorzeit oder ausführliche Beschreibung von dem berühmten salzburgischen Untersberg oder Wunderberg, wie solche Lazarus Gitschner vor seinem Tode geoffenbart, Brixen 1782. Volksbuch. Franz Sartori: Naturwunder des östreich. Kaiserthums, Wien 1807, I, No. 7. [Helfenburg: Iuvavia.]


28. Kaiser Karl im Untersberg

Brixener Volksbuch von 1782, S. 28, 29.


29. Der Scherfenberger und der Zwerg

Aus Ottokar von Horneck, Cap. 573-80, S. 539 a bis 544 a. [cf. Rauch, I, p. 36.]


30. Das stille Volk zu Plesse

Joh. Letzner: Plessisches Stammbuch. Wunderbare Begebenheiten eines göttingischen Studenten auf dem alten Schlosse Plesse, 1744, S. 15 ff. [– 34, wo mehreres].


31. Des kleinen Volks Hochzeitfest

Mündlich aus Sachsen.


32. Steinverwandelte Zwerge

Spieß: Vorrede zum Hans Heiling.


33. Zwergberge

Agricola: Sprichw., 171 b.


34. Zwerge leihen Brot

Joh. Wolfgang Rentsch: Beschreibung merkwürdiger Sachen und Antiquit. des Fürstenthums Baireuth.


[589] 35. Der Graf von Hoia

Hammelmann: Oldenb. Chronik, 21, 22. Tenzel: Monatl. Unterr., 1609, S. 525. Prätorius: Glückstopf, 489, 490 u. Weltbeschr., I, 95. Bräuners Curiosit., 622-624. [Vgl. über diese Sage Spiels Archiv, III, 157, 158.]


36. Zwerge ausgetrieben

Christ. Lehmann: Erzgebirg. Schauplatz, c. 2, S. 187, 188.


37. Die Wichtlein

Prätor.: Weltbeschr., I, 129-132. Bräuners Curiosit., 205-209. G. Agricola: De re metallica. Valvassor: Ehre von Crain, I, 417.


38. Beschwörung der Bergmännlein

Prätorius: Im Glückstopf, S. 177.


39. Das Bergmännlein beim Tanz

Brixener Volksbuch.


40. Das Kellermännlein

Prätor.: Weltbeschr., I, 172, 173 und nochmals 319, 320.


41. Die Ahnfrau von Rantzau

Seyfried in Medulla, p, 481, Nr. 10. Vgl. Prätorius: Weltbeschr., I, 104, 105. [Happel, I, 236.] Zu Seite 64, Zeile 30 gehört folgende Einleitung: »Vollständiger und genauer ist diese Sage in einer französischen Novellensammlung enthalten, die zu Brüssel 1711 unter dem Titel: L'amant oisif herauskam, und steht daselbst in der vorletzten Erzählung, p. 405-411: La comtesse de Falinsperg (Falkenberg?), nouvelle allemande, folgenden Inhalts:« und so weiter. Die S. 66 gegebene dritte Fassung war von Wilhelms Hand zugesetzt mit der Unterschrift: Frl. von Calenberg.


42. Herrmann von Rosenberg

Unterred. vom Reich der Geister, I, 223. [Umständlicher in der Bibliothek des rom. Wunderbaren, Lg. 1803, Band I, S. 204-210.]


43. Die Osenberger Zwerge

Winkelmann: Beschr. des oldenb. Horns, Bl. 15. Happel (eines geborenen Hessen): Rel. cur., II, 525.


44. Das Erdmännlein und der Schäferjung

Prätor.: Weltbeschr., I, 122.


45. Der einkehrende Zwerg

Volkssage des Berner Oberlands, s. Wyß: Volkssagen, Bern 1815, S. 62-79. Vgl. 315 und Alpenrosen 1813, S. 210-227.


46. Zeitelmoos

Beschreibung des Fichtelbergs, Lpz. 1716, S. 90.


47. Das Moosweibchen

Prätorius: Weltbeschr., I, 691, 692, aus dem Munde einer alten Frau zu Saalfeld. [Vgl. Jul. Schmidt, p. 143.]


[590] 48. Der wilde Jäger jagt die Moosleute

Prätorius: Weltbeschr., I, 691, 694, aus mündlichen Sagen im Saalfeldischen. [Aschermittwoch jagt der Teufel die Holzweibl im Wald um. Schw. Mundarten, p. 530.]


49. Der Wassermann

Prätor.: Weltbeschr., I, 480-482, aus mündlicher Sage.


50. Die wilden Frauen im Untersberge

Brixener Volksbuch.


51. Tanz mit dem Wassermann

Valvassor: Ehre von Crain, Bd. 2 u. Bd. 15, Kap. 19.


52. Der Wassermann und der Bauer

Mündlich aus Deutschböhmen.


53. Der Wassermann an der Fleischerbank

Mündlich aus Deutschböhmen.


54. Der Schwimmer

Bräuners Curiosit., S. 37.


55. Bruder Nickel

Cluver: German. antiq., lib. 3, c. 27. Prätor.: Weltbeschreibung, I, 487, 488. Vgl. Micrälius, Bd. I, 16. Zöllners Reise, 259. [Anderwärts der Nickelmann. Sage davon in I.A.E. Göze: Natur, Menschenleben und Vorsehung, Leipz. 1796, T. 4, p. 96-101.]


56. Nixenbrunnen

Kornmann: Mons Veneris, Kap. 43, p. 215. Wormius: Mon. danica. Hornung: Cista medica, p. 191.


57. Magdeburger Nixen

Prätor.: Weltbeschr., I, 497, 498.


58. Der Döngessee

Mündlich aus Hessen.


59. Mummelsee

Simplicissimus, Bd. 5, Kap. 10. [cf. cap. 12. Aus Erzählung alter Bauersleute. Vgl. Gottschalk, S. 252 ff. Schreibers Rheinreise, 23, 24.

Es gibt mehr wie einen Mummelsee. S. Schreiber, S. 29. Mummelchen, Mühmchen, Fräulein, Elfin. Zu Ende des zweiten Absatzes bemerkt: Steht mit mehr Worten im Simpliciss.]

Hier findet sich der Ausschnitt einer Zeitung vom Jahre 1849 eingelegt:


Eine Sage aus dem Schwarzwalde


Das Volk hütet seine schöne Sagen- und Märchenwelt wie einen verborgenen Schatz und hat eine unüberwindliche, aber natürliche Scheu davor, sie dem Gebildeten mitzuteilen. Hatte es denn nicht auch in früheren Zeiten zu befürchten, sein liebstes und eigenstes Eigentum als gottlosen oder einfältigen Aberglauben verdammt oder verspottet zu sehen? So viele reizende Sagen hat uns allein diese Scheu gerettet, und wer sich die Mühe nicht verdrießen läßt, der wird[591] ihr noch lange den Genuß zu verdanken haben, selbst einzelne Perlen aus dem reichen Schatze zu erheben. Denn nicht jeder hat das Glück, wie die Gebrüder Grimm eine Viehmännin (die hessische Bäuerin, von der jene einen großen Teil ihrer Märchen haben) zu finden, noch wenigere aber freilich die Gabe, den entdeckten Märchenquell in vollen Strahlen hervorsprudeln zu lassen.

Das erfuhr ich, als ich an einem frischen Morgen im Herbst 1845 von Achern aus in den Schwarzwald hineinzog, um über die Hornisgrinde ins Murgtal hinüberzuwandern. Dabei sollte denn auch der vielberufene Mummelsee nicht umgangen werden. Ein Steinklopfer, den wir vor dem Dorfe Seebach nach dem Weg fragten, ließ dienstfertig merken, wie er größere Neigung zu einem Morgenspaziergang als zu seinen Steinen habe, ließ diese ungeschlagen und zog als Wegweiser mit uns.

Ich war begierig, etwas von dem wirklichen Volksglauben über den unheimlichen See zu erfahren, den die moderne Märchendichtung so gerne zu ihrem Schauplatz wählt, und wandte mich, sobald wir etwas gut freund geworden waren, an unsern Steinklopfer. Er war zu ehrlich, um seine Bekanntschaft mit den Wundern des Sees verleugnen zu können, aber eine ordentliche, fortlaufende Erzählung war nicht von ihm zu erlangen: jeder einzelne Zug mußte mühsam aus ihm herausgepumpt werden. Während wir durch die finstern Tannenwälder den Berg hinanstiegen, stellte ich ein eigentliches Verhör mit ihm an, und was der Bösewicht gestand, das soll in folgendem getreulich berichtet werden. Zum Glück war unser Weg nicht sehr kurz, denn kaum hatte sich aus den einzelnen Fragen und Antworten endlich die gesamte Erzählung des lieblichen Märchens herausgestellt, als wir auch schon vor dem See selber standen.

Hoch droben über dem Rhein liegt der Mummelsee, in finstern Waldgründen versteckt, auf allen Seiten von den höchsten Gipfeln des mittleren Schwarzwaldes umgeben. Schwarze Tannen werfen ihre Schatten in die tiefen und klaren Wasser, so daß der See einen düstern, fast schauerlichen Eindruck macht. Kaum bemerkt, rollt ein kleiner Abfluß durch Felsen und Fichtenstämme dem Seebachtale und weiter dem Rhein zu. Selten nur belebt ein neugieriger Wanderer oder ein Hirte mit dem Glockengeläute seiner weidenden Kühe oder ein rüstiger Holzhauer diese stille Einöde. Aber nicht immer ist es so stille: Man erzählt viel von Kobolden, die da hausen, und wie es nachts bei dem See herumgeistet. Einige Tage, ehe schlechte Witterung eintritt, bei ruhiger Luft und sonnigem Himmel, wogt und tost es dumpf aus dem Grunde[592] des Sees herauf. Darum heißt er auch der Brummel- oder der Mummelsee.

Indes nicht von Anfang an lag hier der See: in alten Zeiten stand an seiner Stelle ein prächtiges Kloster, und fromme Nonnen wohnten darin. Plötzlich versank es einst in den Abgrund, und der schwarze See bedeckt es seitdem. Mehr als hundert Klafter tief unter den Wassern steht es noch unversehrt auf dem Grunde des Sees, und noch immer wohnen die Nonnen darin; schon viele haben sie gesehen, und jedermann im Seebach weiß von den Seeweiblein zu erzählen. Denn vorzeiten, da kamen sie oft hinunter zu den Bauern, halfen ihnen auf dem Felde oder hüteten die Kinder im Hause. Frühmorgens waren sie schon da, aber sobald es finster war, mußten sie alle wieder im See sein.

Eines von den Seefräulein aber, ein gar schönes und freundliches Jüngferchen, gewann einen jungen Bauernsohn lieb. Als nun wieder Kirchweih im Tal war, da kamen auch die Seeweiblein herab, und nachmittags waren sie auch im hintern »Wirtshaus, wo der Tanz war; und die den Bauernsohn liebhatte, die tanzte einen Tanz nach dem andern mit ihrem Liebsten. Das war das schönste Paar unter allen; auch der Bauernbursche gehörte nicht zu den Schlechten, und vielen Seebachmädchen gefiel er so gut wie dem Seefräulein; so schön wie dieses aber konnte man weit und breit kein Mädchen sehen, und keine tanzte so zierlich und so leicht.

Als es nun anfing dunkel zu werden, da gingen die übrigen zum See hinauf, jene aber konnte noch nicht fortkommen; noch nie hatte sie ihren Liebsten so gern gehabt, und nur noch einen Tanz wollte sie noch mit ihm tanzen. Sie dachte, es werde eben da unten im Tale früher Nacht als droben, und sie wolle dann nachher um so schneller laufen.

So tanzte sie noch einen Tanz, und dann noch einen, und die Zeit verging ihr in ihrer Seligkeit, sie wußte nicht wie. Da läutete es Betglocke; der Tanz hielt inne. Alles betete in stillem Gemurmel das »Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ«. Jetzt fiel ihr Leichtsinn ihr schwer aufs Herz, rasch zog sie ihren Liebsten hinaus: es standen schon die Sterne am Himmel. Schweigend stiegen die beiden in raschem Lauf den Berg hinauf. Als sie nun am See waren, da sprach sie mit trauriger Stimme zu ihm: »Jetzt werden wir uns wohl nimmer sehen, denn ich werde sterben müssen. Warte noch eine Viertelstunde, steigt dann Blut aus dem Wasser herauf, so haben sie mich umgebracht, kommt keines, so werde ich bald wieder bei dir sein.« Als sie dies gesagt hatte, nahm sie ein Rutchen und schlug dreimal damit auf das Wasser; da teilte sich[593] das Wasser, und eine glänzende steinerne Treppe erschien, die auf den Grund des Sees hinunterging, wo das alte Kloster in seiner Pracht deutlich zu sehen war. Das Seefräulein stieg die schöne Treppe hinab, und wie sie drunten war, schloß sich das Wasser wieder zu, und alle Herrlichkeit war verschwunden. Es war dunkle Nacht, keine Tanne bewegte sich, keine Welle regte sich. Endlich stieg ein leiser Wirbel aus der Tiefe des Sees herauf, rotes Blut schwamm darüber, es war von dem umgebrachten Seefräulein.

Seitdem – und das sind schon viele hundert Jahre her – sind die Seefäulein nicht mehr ins Tal hinabgekommen. Bloß hie und da hat schon einer, wenn er sein Vieh herauftrieb, in der Ferne eines am Ufer sitzen sehen, kam er aber näher, so verschwand es schnell unter dem Wasser. Drunten aber im See, da wohnen sie noch immer, und ihr schönes Kloster steht noch, und auch das hat schon mancher bei recht hellem Wetter aus dem Grunde des Sees heraufschimmern sehen.


60. Die Elbjungfer und das Saalweiblein

Mündlich aus Magdeburg. Desgl. Prätorius: Weltbeschreibung, I, 482, 483, aus Saalfeld und Halle. Bräuners Curiositäten, aus Leipzig, S. 33, 34.


61. Wasserrecht

Bräuners Curiositäten, S. 31. Schönfeld: De spectris, Marburgi 1685, p. 19. Mündlich.


62. Das ertrunkene Kind

Wilh. Meister, III, 501. Nationalzeitung der Deutschen 1796, S. 74.


63. Schlitzöhrchen

Jäger: Briefe über die hohe Rhön, 1803, T. 3, S. 12.


64. Die Wassernixe und der Mühlknappe

Prätorius: Im Glückstopf, S. 505, 506, aus mündlicher Sage.


65. Vor den Nixen hilft Dosten und Dorant

Prätorius: Weltbeschr., I, 106-108, 531-535. Ähnlich in Bräuners Curiositäten, 34-36. [Vgl. Jul. Schmidt, p. 132.]


66. Des Nixes Beine

Prätorius: Weltbeschr., I, 533.


67. Die Magd bei dem Nix

Prätorius: Weltbeschr., I, 498, 499.


68. Die Frau von Alvensleben

Tenzel: Monatl. Unterr., 1698, S. 525. Hammelmann: Oldenb. Chronik. Der vielförmige Hinzelmann, S. 313 bis 316. Prätorius: Weltbeschr., I, S. 95, 101-104, und Glückstopf, S. 488, aus mündlichen Sagen und aus: Cyriak Edinus' poematischen Büchern, die er vom Geschlecht der Alvensleben, 1581, in 4 to. herausgegeben. [Neocorus, I, 543.]


[594] 69. Die Frau von Hahn und der Nix

Prätorius: Weltbeschr., I, 100, 101.


70. Frau von Bonikau

Anecdoten der Charlotte Elisabeth von Orleans, Straßburg 1789, p. 133, 134 (niedergeschrieben 1719). Von Jacobs Hand hier eingelegt und als Nr. 70 eingefügt.


71. Das Streichmaß, der Ring und der Becher

Memoires du maréchal de Bassompierre († 1646), Cologne 1666, Vol. I, p. 4-6. [Goethes Werke, XII, S. 220, 221. Vergl. Curios., 271, 272.]


72. Der Kobold

Unterredungen vom Reich der Geister, I, 503. Prätorius: Weltbeschr., I, 315-320. Luthers Tischreden, S. 103.


73. Der Bauer mit seinem Kobold

Tenzel: Monatl. Unterred., Jan. 1689, S. 145.


74. Der Kobold in der Mühle

Valvassor: Ehre von Crain, B. 3, Kap. 28, I, 420 bis 421. Aus mündlicher Erzählung.


75. Hütchen

Mündliche Erzählungen. Der vielförmige Hinzelmann, 39-50. Erasm. Francisci Höll. Proteus, 792 bis 798. Prätor.: Weltbeschr., I, 324, 325. Joh. Weier: De praestig. daemon., c. 22, deutsche Übers. 64-66. Happel: Relat. curios., 4, 246. Stiftische Fehde, Leibnitz: SS. RR. brunsvic., II, 791, III, 183, 158 b. Volkssagen, Eisenach, I, 127-170, IV, 209-237. [Pomarius: Sächsische Chronik, Wittenb. 1588, S. 253, hat die Sage bis S. 96, Z. 18. Bei Pomarius heißt es: »Plettener, wache auf, die Grafschaft zu Winzenburg stehet los.«]


76. Hinzelmann

Aus dem Buche: Der vielförmige Hinzelmann oder umständliche und merkwürdige Erzählung von einem Geist, der sich auf dem Hause Hudemühlen und hernach zu Estrup im Lande Lüneburg unter vielfältigen Gestalten und verwunderlicher Veränderung – sehen lassen, 379 S. in 12, von dem Pfarrer Feldmann zu Eickelohe zuerst abgefaßt.


77. Klopfer

Fränkische Sage. Reizenstein, Leipz. 1778, I, 76.


78. Stiefel

Mündlich.


79. Ekerken

Weier: Von der Zauberei, VI, 15.


80. Nachtgeist zu Kendenich

Mündlich aus Köln.


[595] 81. Der Alp

Mündliche Erzählungen. Prätorius: Weltbeschr., I, 1-40, II, 160-162. Bräuners Curiositäten, 126-137.


82. Der Wechselbalg

Bräuners Curiositäten, S. 6, 7. Prätor.: Weltbeschr., I, 363, 364.


83. Die Wechselbälge im Wasser

Kirchhofs Wendunmuth, V, 314, Nr. 258. Bräuners Curiositäten, 9. Hildebrand: Entdeckung der Zauberei, S. 109. Fischart: Im wilden Teufels Heer. Luthers Tischreden, 105 b, 106 a. [Mündlich.]


84. Der Alraun

Simplicissimi Galgenmännlein, im dritten Teil. Israel Fronschmidt: Vom Galgenmännlein. Rollenhagens Indian. Reisen, Magdeb. 1605, S. 271, 272. Bräuners Curiosit., S. 226-235. Prätorius: Weltbeschr., II, 215, 216. Weihnachtsfr., 155, 156. Harsdörfers Mordgeschichten, Nr. 45, S. 151. Chr. Gotfr. Roth: Diss. de imagunculis Germanor. magicis, quas Alraunas vocant, Helmst. 1737, 8. [Vgl. Vulpius: Vorzeit, III, 46-54.]


85. Spiritus familiaris

Trutz Simplex: Leben der Landstörzerin Courage, Kap. 18 u. 22. Der Leipziger Aventurieur, Frkft. u. Lpz. 1756, Tl. 2, S. 38-42.


86. Das Vogelnest

Michaeler: Vorrede zum Iwein, Wien 1786, S. 54. Simplicissimus: Springinsfeld, Kap. 23. (Zu Zweiblatt: Franz, hermin und nid d'oiseau. Vgl. noch Simplicissimus, II, 229.]


87. Der Brutpfennig

Happel: Relat. curios., I, 522.


88. Wechselkind mit Ruten gestrichen

Prätorius.: Weltbeschr., I, 365, 366.


89. Das Schauen auf die Kinder

Prätorius: Weltbeschr., I, 124.


90. Die Roggenmuhme

Tharsander (G.W. Wegner): Schauplatz, I, 433, 434. Prätorius: Weltbeschr., I, 125, 126. [Prätorius: Rübezahl, II, S. 135. Mündlich.]


91. Die zwei unterirdischen Weiber

Prätorius: Weltbeschr., I, 123, 124.


92. König Grünewald

Hess. Denkwürdigk., IV, 2, 295-297, vom Prof. Schwarz aus der Sage alter Leute aufgenommen. [Die Zusätze aus dem Mund des Christenb. Schulmeisters.] [Arab. Sage: Jedermann im Heer soll Baumzweige tragen, sich zu verbergen. Die Wächterin ruft: »Die Bäume kommen oder der Feind des Hemjar.« Rückerts Hariri, I, 651. Vgl. Macbeth und Gr. Rudolf, meine Recens. (Von Jacobs Hand)]


[596] 93. Blümelisalp

Scheuchzer: Naturgesch. der Schweiz, Zürich 1746, II, 83. Wyß: Volkssagen, Berlin 1815, aus mündl. Überlieferung.


94. Die Lilie

Aug. Lercheimer: Bedenken von der Zauberei, Bl. 14 und 15.


95. Johann von Passau

Luthers Tischreden, 105. Prätorius: Weltbeschr., I, 357, 358. Wendunmuth, V, 312, Nr. 256.


96. Das Hündlein von Bretta

Mündlich. [Gargantua. Aller Praktik Großm.: »Sie jagten nachts das Hündlein von Bretta, daß es den schwachen Werkzeug am Zaun ließ.«]


97. Das Dorf am Meer

Mündlich aus Holstein.


98. Die verschütteten Silbergruben

Mündlich am Harz. [Vergl. Legende vom h. Paulus. Mem. celt., III, 56.]


99. Die Fundgrübner

Happel: Relat. curios., I, 758-760.


100. Ein gespenstiger Reiter

H. Speidel in: Notabil. polit., f. 397. Prätorius im Glückstopf, S. 173, 174. Happel: Relat. curios., III, 521.


101. Der falsche Eid

M. Schneider: Titius contin., lib. II, sect. 2, cap. 3, p. 416.


102. Zwölf ungerechte Richter

Zeilleri epist., 58. Hilscher: Zungensünde, S. 455.


103. Die heiligen Quellen

Morgenblatt 1808, Nr. 247, S. 987.


104. Der quillende Brunnen

Happel: Relat. curios., V, 43, aus Mich. Piccard: Orat. acad., 4.


105. Hungerquelle

Dreyhaupt: Hall. Chronik, I, 1106. Vgl. Stalder: Schweiz. Idiot., v. Hungerbrunnen. [Allg. Anz. d. Deutschen 1816, Nr. 220, S. 2287. Vgl. die bösen Brunnen bei Sulzbach. Hungerquelle im Kirchspiel Nykerke in Ostgotland. Hungersee am Harz. Die Sage davon hat Behrens, S. 97. In dem Sienesischen bei dem Dorfe Rosia sind Brunnen, Lucales genannt, die nur in gewissen Zeiten fließen, und alsdann haben die herumliegenden Örter unfehlbar eine Teuerung zu vermuten; sobald sie vertrocknen, nimmt die Teuerung wieder ab. Berkenmeyer, p. 409. See bei Chateaudun im Orleanesischen. Läuft das herausfließende Wasser an wider Gewohnheit, so versehn sich die Landsleute einer Teuerung. Idem S. 124. Im Jahre 1816 sind viele Gegenden voll Hungerbrunnen.[597]


106. Der Liebenbach

Mündlich aus Hessen.


107. Der Helfenstein

Grundmann: Geschichtschule, Görlitz 1677, S. 779 bis 782.


108. Die Wiege aus dem Bäumchen

Wiener Litter. Zeitung 1813, Sept., 227. Vgl. Gottschalk: Ritterburgen, II, 103-105, aus Gaheis: Wanderungen um Wien, 1803. [Vgl. Büsching, Nr. 34, mit Abweichungen.]


109. Hessental

Münchhausen im Freimüthigen 1806, Nr. 47, S. 186. [In den achtziger Jahren aus dem Munde alter Landleute mit dem Namen Thusnelde u. Römer. Vide Literas Munchhusii, d.d. 8. Sept. 1816 (von Jacobs Hand).]


110. Reinstein

Happel: Relat. curios., III. 784. [Behrens, S. 162.]


111. Der stillstehende Fluß

Winkelmann: Beschr. von Hessen, S. 59.


112. Arendsee

Prätorius: Weltbeschr., I, 97, aus mündlicher Sage. [Annales fuld. ad a. 822 (Pertz, I, 357): Item in parte orientalis Saxoniae, quae Soraborum finibus contigua est, in quodam deserto loco, juxta lacum qui dicitur Arnseo, terra in modum aggeris intumuit et limitem unius leugae spatio porrectum sub una nocte, absque humani operis molimine, ad instar valli surrexit. Desgl. Ann. Einhardi ad a. 822, Pertz, I, 209.]


113. Der Ochsenberg

Prätorius: Weltbeschr., I, 96, aus mündlicher Erzählung seiner Mutter, die in der Gegend gebürtig war.


114. Die Moorjungfern

Jäger: Briefe über die hohe Rhön, I, 144, II, 36-39.


115. Andreasnacht

Mündlich. Erasm. Francisci Höll. Proteus. Bräuners Curiositäten, S. 91-93. Goldschmids Höll. Morpheus, Hamb. 1698, S. 173, 174.


116. Der Liebhaber zum Essen eingeladen

Prätorius: Weihnachtsfratzen, prop. 53. Bräuners Curiositäten, 97. Valvassor: Ehre von Crain, II, 479.


117. Die Christnacht

Prätorius: Weihnachtsfratzen, Nr. 60, 61, 64.


118. Das Hemdabwerfen

Prätorius: Weihnachtsfratzen, Nr. 62.


119. Kristallschauen

Joh. Rüst: Zeitverkürzung, S. 255 ff. Erasm. Francisci Sittenspiegel, Bl. 64 ff. Bräuners Curiositäten, S. 72-80.


[598] 120. Zauberkräuter kochen

Bräuners Curiositäten, S. 58-61, aus mündlicher Erzählung.


121. Der Salzknecht in Pommern

Bräuners Curiosit., S. 67, 68.


122. Jungfer Eli

Mündlich aus dem Münsterland.


123. Die weiße Frau

Schotus: Magia univers., p. 339. Bekkers: Bezauberte Welt, I, 289.


124. Taube zeigt einen Schatz

Aus Ottokar von Horneck, S. 197a, Kap. 225.


125. Taube hält den Feind ab

Mündlich aus Höxter.


126. Der Glockenguß zu Breslau

Ungarischer Simplicissim., 1683, S. 43, 44.


127. Der Glockenguß zu Attendorn

Simplicissimus: Rathstübel, cap. 8. [Ähnliche, aber doch verschiedene Sage von einer Kirche zu Wienerisch-Neustadt in Löw von Rozmital: Denkw. und Reisen, herausg. von Horky, Brünn 1821, 2, 137-139. Schwed. Glockensage: In der Gemeinde Örkeljunge in Schonen liegt ein tiefes Tal Fantehalle. Vallis haec ab hujusmodi casu denominata est: Artifex quidam in ecclesiae usum campanam fabricarat, qui famulum habuit nomine Fante. Artifex vero peregre profectus, cum diutius abesset, famulus ejus Fante opus confecit et mercedem pro labore a parochianis reportavit. Sed decedens domino obviam factus est, qui cum campanae pulsum audiret, a famulo sciscitatus est, quid novi accidisset, cum ita pulsarent oppidani, respondit campanam fabricandam a se confectam esse operisque peracti se mercedem reportasse, unde dominus indignatione aestuans, jussit ut lapidem pedi suo adjungeret, quare cum caput reclinaret, malleo militari eum interfecit. In hujus necis memoriam cumulus lapidum ab agricolis coacervatus est, qui adhuc dicitur Fantonis monumentum. Mon. Scanensia, p. 309, 318.


128. Die Müllerin

Mündlich aus Östreich und nach einem fliegenden Blatt. [Vgl. Wiener Friedensblätter 1874, No. 74, wo Ähnliches anders und mit abweich. Umständen.]


129. Johann Hübner

Stillings Leben, I, 51-54.


130. Eppela Gaila

Fischart im Garg.: (springen) über Eppelins Heuwagen. Rentsch: Antiquitäten des Burggrafthums ober halb Gebirg, aus einer ihm 1684 vom Pfarrer Meyer zu Muggendorf mitgeteilten Nachricht. Beschreibung des Fichtelbergs, Lpz. 1716, S. 149. Edward Brown: Sonderbare Reisen, S. 67. E.M. Arndt: Bruchst. einer[599] Reise von Baireuth nach Wien im Sommer 1798, Leipz. 1801, 8, S. 27, 28, 96. Eppelein von Gailingen, ein Schauspiel von Hansing, Lpz. 1795, 8. [Vgl. einen Brief von Gr. Platen, 7. Mai 1824. Auf der Münchener Bibl. soll ein Volkslied vom Zauberer Eppo sein, 16 Seiten stark.]


131. Der Blumenstein

Kurhess. Magazin, 1804, Nr. 30. Der Zusatz von Jacobs Hand.


132. Seeburger See

Neues hanöv. Magazin, 1807, St. 13 u. St. 40.


133. Der Burgsee und Burgwall

Kosegarten: Rhapsodien, II, 110.


134. Der heilige Niklas und der Dieb

[Mündlich.] Prätorius: Weltbeschr., I, 200, 201, aus Michael Saxe: Alphab. hist., p. 383. [Micrälius, VI, 573.] Der Zusatz von Jacob.


135. Riesensteine

Prätorius: Weltbeschr., I, 591-593.


136. Spuren im Stein

Mündlich aus Hessen. Zusatz von Wilhelms Hand: In der Nacht, da der Prophet Mohammed durch den Engel Gabriel von Mekka entrückt und nach Jerusalem geführt wurde, begab sich jener auf den Felsen al Sáffara, um da sein Gebet zu verrichten. Der Fels sank zusammen, und der geheiligte Fuß des Propheten drückte sich auf der Oberfläche des Felsens gegen dessen südwestlichen Rand so ab, als ob letzterer von Wachs gewesen wäre. Späterhin ist dieser Abdruck seines Fußes mit einem Gehäus von vergoldetem Draht bedeckt worden. Ali. Bey (bei Bertuch, II, 402). Auf dem Gipfel des Berges Djebel Tor, von den Christen Ölberg genannt, traf ich eine christliche Kirche an, woselbst man auf einem Marmor den Abdruck vom Fuß Christi verehrt. Der Abdruck blieb, als er nach seiner Auferstehung gen Himmel fuhr, auf dem Stein zurück. Ali Bey, II, 415.


137. Der Riesenfinger

Vgl. Taschenbuch für Freundschaft und Liebe, 1815, S. 279-281.


138. Riesen aus dem Untersberge

Brixener Volksbuch.


139. Der Jettenbühel zu Heidelberg

Freher: Orig. palat., I, 50. Kaiser: Schauplatz von Heidelberg, S. 19, 20 und 169, 170 und andere. Vgl. Idunna, 1812, S. 172.

Opitz in dem Liede: Corydon, der gieng etc.:

Geh jetzund hin zu dem Brunnen,

da des Wolfes strenge Macht

Mutter Jetten umgebracht.[600]

Freher teilt davon die Erzählung des Hubertus Thomas Leodius mit, der um 1540 lebte und die Sage aus einem alten, ihm durch Johannes Berger geliehenen Buche schöpfte. Dies also ist die Quelle des Ganzen. Von Jacobs Hand:

Hubertus Thomas Leodius (um 1540), zuerst herausg. 1624, 4, pag. 296 (De Heidelbergae antiquitatibus): Non procul inde et satis magnus pagus Heydesheim est quoque oppidum, quod ibi habitarint Romani, qui Germanis Heyden appellabantur. Quo tempore Velleda virgo in Bruchteris imperitabat. Vetula quaedam, cui nomen Jettha, cum collem, ubi nunc est arx Heydelbergensis, et Jetthae collem (sic!) etiam nunc nomen habet, inhabitabat vetustissimumque phanum incolebat, cujus fragmenta adhuc nuper vidimus, dum comes palatinus Fridericus factus Elector egregiam domum construxit, quam novam aulam appellant. Haec mulier vaticiniis inclyta, et quo venerabilior foret, raro in conspectum hominum prodiens, volentibus consilia ab ea petere de fenestra, non prodeunte vultu respondebat. Et inter caetera praedixit, ut inconditis versibus canebat, suo colli a fatis esse datum, ut futuris temporibus regiis viris, quos nominatim recensebat, inhabitaretur, coleretur et ornaretur, vallisque sub ipsa multo populo inhabitaretur et templis celeberrimis ornaretur.

Sed ut tandem fabulosae antiquitati valedicamus, lubet ascribere, quae is liber1 de infelici morte ipsius Jetthae combinebat. Egressa quondam amoenissimo tempore phanum, ut deambulatione recrearetur, progrediebatur juxta montes, donec pervenit in locum, quo montes intra convallem declinant et multis locis scaturiebant pulcherrimi fontes, quibus vehementer illa coepit delectari, et assidens ex illis bibebat, cum ecce lupa famelica cum catulis e sylva prorupit, quae conspectam mulierem nequicquam Divos invocantem dilaniat et frustillatim discerpsit. Quae casu suo fonti nomen dedit, vocaturque quippe in hodiernum diem fons luporum, ob amoenitatem loci omnibus notus.


140. Riese Haym

Matth. Holzwart: Lustgarten newer deutscher Poeterei, Straßb. 1568, f.S. 164-166. Pighius: Hercules prodic., 167. Vgl. Joh. Müller: Schweiz. Gesch., I, 98, N. 81. [Vgl. Tyroler Almanach 1804, S. 245 und 1805, S. 225-232. Bartholdy: Tyroler Krieg, Berlin 1814, S. 145. cf. Heldensage, Nachtr. p.m. 430, aus Albertus Stadens.][601]


141. Die tropfende Rippe

Wiener Litterar. Zeitung 1813, Febr., col. 191, 192. [Vgl. den Mannesnamen Ribbentrop.]


142. Jungfrausprung

Nach Abraham a. St. Clara. [Auch Berkenmeyer erwähnt den Namen, S. 491.]


143. Der Stierenbach

Scheuchzer: Itin. alp., p. 12 und Kupfertafel 11. Alpenrosen 1813, S. 28, 29. [Vgl. Eyerbygg, cap. 63 und Von einem zauberhaften Kalb Gläsir und der Quelle Gläsiskellda.]


144. Die Männer im Zottenberg

Seyfrieds Medulla, p. 478-481. Nic. Henelius ab Hennenfeld, in Silesiographia renovata, c. II, § 13. Beschreibung des Fichtelbergs, Leipzig 1716, S. 59-63. Valvassor: Ehre von Crain, I, 247.


145. Verkündigung des Verderbens

Prätorius: Weltbeschr., II, 38.


146. Das Männlein auf dem Rücken

Prätorius: Weltbeschr., II, 584, 585.


147. Gottschee

Volkssagen, Eisenach 1795, 173-188.


148. Die Zwerge auf dem Baum

Mündlich aus dem Haslital, in Wyß: Volkssagen, S. 320.


149. Die Zwerge auf dem Felsstein

Mündlich aus der Gegend von Gadmen, mitgeteilt durch Wyß, S. 320.


150. Die Füße der Zwerge

Aus dem Munde eines bernerischen Bauern, mitgeteilt in Wyß: Volkssagen, S. 101-118.


151. Die wilden Geister

Hormaiers Geschichte Tyrols, I, 141, 142.


152. Die Heilingszwerge

Spieß: Vorrede zu seinem Hans Heiling.


153. Der Abzug des Zwergvolks über die Brücke

Otmars Volkssagen.


154. Der Zug der Zwerge über den Berg

Otmars Volkssagen.


155. Die Zwerge bei Dardesheim

Otmar. [Vgl. 302.]


156. Schmied Riechert

Otmar.


157. Grinkenschmidt

Mündlich in Münsterland. [Münstersche Sagen, S. 175.]


158. Die Hirtenjungen

Spieß: Vorrede zum Hans Heiling.


159. Die Nußkerne

Mündlich aus dem Korveischen.


[602] 160. Der Soester Schatz

Simplicissimus, Buch III, Kap. 13.


161. Das quellende Silber

[Grundmann: Christl. u. weltl. Geschichtschule, S. 184.] Happel: Relat. curios., III, 529. [Prätorius: Rübezahl, I, 401-403. Vgl. Lessings Collect., I, 122. Siehe den ersten Druck von S. 56-58.]


162. Goldsand auf dem Untersberg

Brixener Volksbuch.


163. Goldkohlen

Brixener Volksbuch.


164. Der Brunnen zu Steinau

Bange: Thüring. Chronik, Bl. 105.


165. Die fünf Kreuze

Mündlich aus Höxter.


166. Der Schwerttanz zu Weißenstein

Winkelmann: Hess. Chronik, S. 375, aus dem Munde alter Leute.


167. Der Steintisch zu Bingenheim

Winkelmann: Beschr. von Hessen, S. 184, aus dem Mund des Dauernheimer Pastors Draud. [Vgl. Wenk, II, 508.]


168. Der lange Mann in der Mordgasse zu Hof

Widmann in der Höfer Chronik.


169. Krieg und Frieden

Gottfr. Schulz: Chronik, S. 542. Bräuners Curiositäten, S. 279. Prätorius: Weltbeschr., S. 665.


170. Rodensteins Auszug

Mündlich. Vgl. Zeitung f. die eleg. Welt 1811, Nr. 126., und Reichsanzeiger 1806, Nr. 129, S. 1515 bis 1521, 160, 198, 206. [1816, Nr. 94. Morgenblatt 1816, No. 48. Besondere Schrift, 1816, und Darmstadt, 1824. Nordfries. Volksglauben von Heeren in der Luft siehe bei Heinrich, ed. Falk, 2, 93. Schnellerts = schnellharts. In der Marg. von Limburg wird 76 ein teuflischer Geist Snellaart genannt.]


171. Der Tannhäuser

Nach dem alten Volkslied in Prätorius: Blocksberg, Leipzig 1668, S. 19-25. Agricola: Sprichwort, 667, p.m. 322 b. [Jüd. Sage: Helvicus, 2, Nr. 46.]


172. Der wilde Jäger Hackelberg

Hans Kirchhof im Wendunmuth, IV, Nr. 283, S. 342, 343. [Kirchhof war fast noch gleichzeitig mit Hackelberg († 1581). Der wilde Jäger nach preuß. Sage in Baczkos Märchen und Sagen.]


173. Der wilde Jäger und der Schneider

Mündlich aus Münster.


174. Der Höselberg

Bange: Thüring. Chronik, fol. 57. Kornmann: Mons Veneris, Kap. 74, p. 374. Seyfried: Medulla, p. 482.[603] Vgl. Agricola: Sprichwort, 301. [Vgl. Sage No. 5. NB.: Die auch zum wütenden Heer hörende Tutosel (No. 312) heißt bald Ursel, bald Osel. Oselberg b. Dinkelsbühl: Sage No. 222. Oseberg: Sage No. 43.]


175. Des Rechenbergers Knecht

Agricola in Sprichwort, 301, Bl. 172. Kirchhofs Wendunmuth, V, Nr. 247-249, S. 304, 305. Luthers Tischreden, 106.


176. Geisterkirche

Widmanns Höfer Chronik. Mündliche Erzählungen aus dem Paderbörnischen.


177. Geistermahl

Bräuners Curiositäten, S. 336-340. Erasm. Francisci Höll. Proteus, S. 426.


178. Der Dachdecker

Mündlich.


179. Die Spinnerin am Kreuz

Mündlich in Östreich. [Crusius: Ann. suev. dod., III, 387. Vgl. den Holzschnitt der hl. Elisabeth als einer geistlichen Spinnerin (Zusatz Wilhelms).]


180. Buttermilchturm

Frickes Kupferwerk von Marienburg, nach mündl. Sagen. [Fürst: Reisen, Sorau 1739, S. 12, 13. Berkenmeyer: Curieus. Antiq.]


181. Der heilige Winfried

Ges. Denkwürdigk., II, 3, 4. [u. mündl.] Die Zusätze innerhalb der Sage von Jacobs Hand.


182. Der Hülfenberg

Mündlich in Hessen, vergl. Sagittarius: Thür. Heidenthum, S. 165, 166. [Gehülfenberg.]


183. Das Teufelsloch zu Goslar

Müchler: Spiele muß. Stunden, 1810, T. 4. [Unter Heinrich IV. (ao. 1063), cf. Schlosser, II, 2, 672. Nach Vincent, bellov., lib. 26, cap. 19, unter Heinrich III. Ähnlicher späterer Rangstreit unter Friedr. Rotbart im Jahr 1184 zwischen dem Fuldaer und Kölner zu Mainz. V. Rommel: Hess. Gesch., I, p. 267, not. p. 219, ibiq. cit. Wartb. Krieg. Vide Koberstein, p. 14, Lamb. Schafnab.: Ad. a. 1063 erzählt die Begebenheit umständlich, erwähnt aber des Teufels mit keinem Worte. Er ist gleichzeitiger; die Volkssage bildete sich erst später. Der Streit war de positione sellarum, aber über das Zunächstsitzen bei dem Mainzer Erzbischof, nicht bei dem Kaiser.]


184. Die Teufelsmühle

Otmar, S. 189-194. Quedlinburger Sammlung, 97, 98. Die Umgestaltung einzelner Teile der Sage ist auf Grund der Quedl. Samml. von Jacobs Hand.


[604] 185. Der Herrgottstritt

Württembergisch. Langs Taschenbuch für 1800, S. 129 bis 136. Prätorius: Weltbeschr., II, 599. Zeiller, II, epist. 60. Seyfrieds Medulla, p. 429. Vgl. Sattler: Topographie Würtembergs.


186. Die Sachsenhäuser Brücke zu Frankfurt

Mündlich aus Frankfurt. [El puente de Segovia soll vom Teufel in einer Nacht gebaut worden sein. Löw von Rozmital: Reisen, I, 225, 226.]


187. Der Wolf und der Tannenzapf

Mündlich. Der Zusatz S. 210 in fine über die Franzosen von Jacobs Hand. Zum Schlusse bemerkt Jacob gleichfalls: J. Jansen in s. Volksliedern nennt sie Frau Abo.


188. Der Teufel von Ach

Agricola: Sprichw., 301. Schottel: Grammat., S. 1134.


189. Die Teufelsmauer

Döderlin: De antiqq. in Nordgavia romanis, p. 29. [Falkenstein: Nordg. Alterthümer, II, 61. Die Mauer sollte durch die ganze Welt reichen.]


190. Des Teufels Tanzplatz

Otmar, S. 175-178. [Quedl., 122, 123.]


191. Die Teufelskanzel

Homilien des Teufels, Frankf. 1800.


192. Das Teufelsohrkissen

Morgenblatt 1811, Nr. 208, S. 830.


193. Der Teufelsfelsen

Beschreibung des Fichtelberges, Leipz. 1716, S. 128, 129.


194. Teufelsmauer

Arndts Reise von Baireuth nach Wien, Leipz. 1801, S. 169, 170 [und dessen Reise nach Deutschland, Ital. u. Frankreich, I, S. 113].


195. Teufelsgitter

Mündlich. [Berkenmeyer, S. 702.]


196. Teufelsmühle

Tradit. Corbeienses, p. 559. Jäger: Briefe über die hohe Rhön, II, 51.


197. Teufelskirche

Jäger: Briefe über die hohe Rhön, II, 49. Melissantes: Bergschlösser, S. 181.


198. Teufelsstein bei Reichenbach

Winkelmanns Hessische Chronik, S. 34.


199. Teufelsstein zu Köln

Rhein. Antiquarius, S. 725.


200. Süntelstein zu Osnabrück

Strodtmann: Idiotikon, S. 236.


201. Der Lügenstein

Otmars Volkssagen.


202. Die Felsenbrücke

Mündlich aus Oberwallis.


[605] 203. Das Teufelsbad zu Dassel

Letzner: Dasselische Chronik, Erfurt 1596, Buch V, c. 13, Buch VIII, c. 9.


204. Der Turm zu Schartfeld

Letzner: Dasselische Chronik, Buch VI, c. 1.


205. Der Dom zu Köln

Mündliche Erzählungen aus der Stadt. [Vgl. über die Wasserleitung Schreibers Handbuch für Rheinreisen, S. 274. Vgl. Lied von S. Anno, 510-516. Gelenius (De admir. Colon. magnit., 1645, 4°, p. 254), § De aquaeductu ubio-romano treverico, erwähnt auch einer continua a, majoribus accepta narratio, fabellis, tamen quibusdam a plebe inspersa. Weltchronik (Heidelb., 361, fol. 3. p. 2, cot. 2):

agrippa wart do gesant. daz er ze rine berichte daz lant

eine burc worcte do der herre. romern ce eren

dan namen gab er ir sa. er hiez si agripina

colonia ist sie nu genant. sie cieret elle urenkeske lant

mezze bestifte ein sin man. metius geheizan

triere was ein burc alt. die gecierte romere gewalt

dannen sie den win uerre. santen under der erde

in steinen rinnen. den heren al ce minnen

die zu kolne warn sedelhaft. michil was der romere craft.


206. Des Teufels Hut

Vgl. Taschenbuch für Liebe und Freundschaft 1816, S. 237, 238.


207. Des Teufels Brand

Erasm. Rotterodam.: Epist. fam., lib. 27, c. 20. Nic. Remigii Daemonolatria, p. 335, 336.


208. Die Teufelshufeisen

Prätorius: Weltbeschr., II, 362. Einigermaßen ausführlicher und mit andern Umständen erzählt in Francisci Lust. Schaubühne, T. I, S. 801, und in der Zungensünde, S. 173-175. [Holländ. Volkslied in der Garekeuke, pag. 12, 13.]


209. Der Teufel führt die Braut fort

Godelmann: Von Zauberern, Hexen und Unholden, übers. von Nigrin, 1592, S. 9; lat. Ausg.: De magis etc., Francof. 1591, p. 12-13. Hilschers Zungensünde, S. 200, 201. [Dobenek, I, 161. Volkslied davon.]


210. Das Glücksrad

Grundmann: Geschichtschule, S. 228-230. D. Siegfried Saccus, aus dem Munde eines der Schatzgräber selbst, zu Magdeburg. Prätorius: Wünschelruthe, 88, 90. [Froschmäuseler, 1595, O, VI. Buch, 1, T. I, cap. 18.]


[606] 211. Der Teufel als Fürsprecher

D. Mengering: Soldatenteufel, Kap. 8, S. 153. Hilscher: Zungensünde, S. 189. Luthers Tischreden, S. 113. Prätorius: Wünschelruthe, 101-103.


212. Traum vom Schatz auf der Brücke

Agricola: Sprichwort, 623. Der ungewissenhafte Apotheker, S. 132. Prätorius: Wünschelruthe, 372, 373. [Vgl. Musäus: Stumme Liebe, wo die Weserbrücke in Bremen. Lübeck u. Möllen. Abraham a S. Clara: Judas, 1, 4. Kempen und Dordrecht. Kulda, No. 89. Prag. Menevi, 6, 87. Kairo (Sitzungsber., 7, 829). Karl meinet eingangs Paris.]


213. Der Kessel mit dem Schatz

Mündlich aus Bibesheim und Wernigerode.


214. Der Werwolf

Mündlich aus Bibesheim und aus Wernigerode. 253. Nic. Remigii Daemonolatria etc., Francof. 1598, p. 263, 264.


215. Der Werwolfstein

Otmar, S. 270-276.


216. Die Werwölfe ziehen aus

Casp. Peucerus: De divinatione, p. 170. Bräuners Curiosit., 251, 252.


217. Der Drache fährt aus

Scheuchzer: Itinera per alpinas regiones, III, 386, 387, 396. Valvassor: Ehre von Crain, III, c. 32. Seyfried in Medulla, p. 629, N. 5. Vgl. Gesta rom., c. 114.


218. Winkelried und der Lindwurm

Etterlins Chronik, Basel 1764, S. 12, 13. Stumpf: Chron. Helvet., VII, cap. 2. Joh. Müller: Schweizer Gesch., I, 514. Scheuchzer, I.c.p. 389. 390


219. Der Lindwurm am Brunnen

Mündlich von einem Bauern aus Oberbirbach.


220. Das Drachenloch

Scheuchzer, c. III, p. 383, 384. Cysati Beschr. des IV. Waldstädtersee, p. 175, aus Jac. Man.: Hist. Austriae. Athanas. Kircher: Mund. subt., VIII, p. 94, aus Cysat. Wagner: Hist. nat. Helvetiae, p. 246. Joh. Müller: Schweizer Gesch., II, 440, Not. 692. [Vgl. Alpenrosen 1817, 120-127. Justinger, S. 8.]


221. Die Schlangenkönigin

Wyß, S. 148-184.


222. Die Jungfrau im Oselberg

Crusii Analecta paralipom., c. 17, p. 68 [nach G. Widemann].


223. Der Krötenstuhl

Die Brautschau, ein Mährlein von C.F.W., Magdeburg 1796.


[607] 224. Die Wiesenjungfrau

Mündlich aus Hessen.


225. Das Niesen im Wasser

Mündlich aus Hessen.


226. Die arme Seele

Mündlich aus Paderborn.


227. Die verfluchte Jungfer

Eisenacher Volkssagen, II, 179, 180.


228. Das Fräulein von Staufenberg

Otmars Sammlung.


229. Der Jungfernstein

Melissantes: Orograph. h.v.


230. Das steinerne Brautbett

Spieß: Biograph. der Wahnsinn., T. 3 und 4, aus der Volkssage.


231. Zum Stehen verwünscht

Prätorius: Weltbeschr., I, 659-661.


232. Die Bauern zu Kolbeck

Bange: Thüring. Chronik, Bl. 39. Becherer: Thüring. Chronik, S. 193, 194. Gerstenberg bei Schminke: Mon. hass., I, 88, 89. Spangenberg: Brautpredigt, 45. [Henr. hervord. a. 1009. Cosner, p. 564. Lübeker Rymböklin, Bogen K, 3b:

jdt ys geschen yn dem meydeborgeschen sticht,

tho Colbeke warth eyn dantz angericht,

in dem hylgen avende Christus gebordt

eyn heel jar dantzeden se yümmer vorth

van vöffteyn frouwen und achteyn mans

up sunte magnus karkhoff schach de Dantz.


233. Der heilige Sonntag

Harsdörfers Mordgeschichten, Nr. 120, 3.


234. Frau Hütt

Vgl. Morgenblatt 1811, Nr. 28.


235. Der Kindelsberg

Stillings Leben, II, 24-29.


236. Die Semmelschuhe

Mündlich aus Deutschböhmen.


237. Der Erdfall bei Hochstädt

Behrens: Curiöser Harzwald, S. 85, 86. [Abweichend Gottschalk, S. 36-40.]


238. Die Brotschuhe

Mündlich aus Deutschböhmen.


239. Das taube Korn

Holländ. gemeine Sage. Grabner: Reise in die Niederlande, Gotha 1792, S. 58-60. Winsheim: Fries. Chronik, Bl. 147, 148.


240. Der Frauensand

Mündlich aus Holland mitgeteilt. [Vgl. Nemnichs Catholikon v. arundo, I, p. 486.]


[608] 241. Brot zu Stein geworden

Melissantes: Handb. f. Bürger u. Bauern, Fft. u. Lpg. 1744, S. 128. Ernst: Gemüthsergötzlichkeit, S. 946. Rheinischer Antiquar, S. 864. Mündliche Sage aus Landshut. Aus Danzig im Mart. Zeilers Handbuch von allerlei nützl. Sachen und Denkwürdigkeiten, Ulm 1655, S. 27.


242. Der Binger Mäuseturm

Bange: Thür. Chronik, Bl. 35 b. [Froschmäuseler, Buch 3, T. I, cap. 13. Vgl. Bodmanns Rheingau, p. 148-150. Becherer, S. 183, 184.]


243. Das Bubenried

Mündlich aus dem Odenwald.


244. Kindelbrück

Mündlich.


245. Die Kinder zu Hameln

Sam. Erich: Der hamelschen Kinder Ausgang. Kirchmayer: Vom unglücklichen Ausgang der hamel. Kinder, Dresd. und Lpzg. 1702, 8. Joh. Weier: Von Teufelsgespenstern, l.c., 16. Meibom: SS. RR. GG., III, p. 80. Hondorf: Prompt. exempl. Tit. de educ. liberor. Becherer: Thüring. Chronik, S. 366, 367. Seyfrieds Medulla, p. 476. Hübners Geogr., Hamb. 1736, III, S. 611-613. Verstegan decayed intelligence, London 1634, p. 84, 86. Die hamel. Chron. u.a.m. [Froschmäuseler, III, 1, 13.]


246. Der Rattenfänger

Mündlich aus Deutschböhmen.


247. Der Schlangenfänger

Joh. Weier: Von Teufelsgespenstern, S. 95.


248. Das Mäuselein

Prätorius: Weltbeschr., I, 40, 41. Vgl. II, 161.


249. Der ausgehende Rauch

Prätorius: Weltbeschr., II, 161.


250. Die Katze aus dem Weidenbaum

Der ungewissenhafte Apotheker, S. 895.


251. Wetter und Hagel machen

Godelmann: Von Zauberern, übers. von Nigrin, V, 1, S. 83. Luthers Tischreden, 104. Kirchhofs Wendunmuth, V, Nr. 261, S. 316. Lercheimer, S. 50 S.


252. Der Hexentanz

Nic. Remigii Daemonolatria, p. 109.


253. Die Weinreben und Nasen

Aug. Lercheimer: Bedenken von der Zauberei, Bl. 19.


254. Festhängen

Joh. Weier: Von Teufelsgespenstern, S. 105.


255. Das Nothemd

Joh. Weier: Von Teufelsgespenstern, B. 8, Kap. 13. Zedlers Universallexicon h.v. Der ungewissenhafte Apotheker, S. 650.


[609] 256. Fest gemacht

Bräuners Curiositäten, S. 365. Luthers Tischreden, S. 109.


257. Der sichere Schuß

Aug. Lercheimer: Bedenken von der Zauberei, Bl. 12.


258. Der herumziehende Jäger

Mündlich aus Paderborn und Münster.


259. Doppelte Gestalt

Erasm. Francisci Höll. Proteus, S. 1097. Bräuners Curios., S. 351, 352.


260. Gespenst als Eheweib

Bräuners Curios., 353-355. Erasm. Francisci Höll. Proteus, 1097, 1098.


261. Tod des Erstgeborenen

Mündlich. [Im Haus Hessen selbst. Nach andern hat die Widersetzlichkeit des Erstgeborenen, Landgrafen Heinrich des Kindes, die Verwünschung veranlaßt. Vgl. Rommel: Hess. Gesch., II, Anm. p. 72.]


262. Der Knabe zu Kolmar

Mündlich.


263. Tod des Domherrn zu Merseburg

Erasm. Francisci Höll. Proteus, 1056.


264. Die Lilie im Kloster zu Korvei

Gab. Bucelin: Germania sacra, II, 1642. Notitiae S.R.I. procerum, III, c. 19, p. 334. Höxar in elegiis, Paderb. 1600. Erasm. Francisci Höll. Proteus, 1054, 1055. Altdeutsche Wälder, II, 185-187.


265. Rebundus im Dom zu Lübeck

Ph. H. Friedlieb: Medulla theologica. Erasm. Francisci Höll. Proteus, 1057-1065, aus mündl. Sage.


266. Glocke läutet von selbst

Erasm. Francisci Höll. Proteus, 1035, 1036, 1039.


267. Todesgespenst

Erasm. Francisci Höll. Proteus, S. 419 u. 1044. [Vermutl. die Margareta Maultasch.]


268. Frau Berta oder die weiße Frau

Joh. Jac. Rohde: De celebri spectro, quod vulgo die weiße Frau nominant, Königsberg 1723, 4. Stillings Theorie der Geisterkunde, S. 351-359. Erasm. Francisci Höll. Proteus, S. 59-92. Vgl. Volksmärchen der Frau Naubert, Bd. III.


269. Die wilde Berta kommt

Crusii Annal. suev., p.I., lib. XII, c. 6, p. 329, p. II, l. VIII, c. 7, p. 266. Flögel: Gesch. des Grotesken, S. 23. Journal von und für Deutschland, 1790, Bd. 2, S. 26 ff.


270. Der Türst, das Posterli und die Sträggele

Stalder: Idiot., I, 208, 209, 329, II, 405.


271. Der Nachtjäger und die Rüttelweiber

Prätorius: Rübezahl, II, 134-136.[610]


272. Der Mann mit dem Schlackhut

Mündlich aus Beerfelden im Erbachischen.


273. Der graue Hockelmann

Mündlich, an der Bergstraße.


274. Chimmeke in Pommern

Micrälius, B. III, Kap. 64. [Studemunds Mecklenb. Sagen, II, Nr. 7.]


275. Der Krischer

Aus einem Amtsbericht aus der Erbacher Kämmerei. [Vgl. französ. Volkssagen von dem criard, Mem. celt., V, 109.]


276. Die überschiffenden Mönche

Nach Melanchthons Erzählung reimsweise gestellt von Georg Sabinus und abgedruckt bei Weier: Von der Zauberei, I, c. 17. [Abweichend bei Büsching. Leipz. Lit. Z. 1812, Nr. 314. Auch Melandri jocos., 1, 709.]


277. Der Irrwisch

Mündlich aus Hänlein.


278. Die feurigen Wagen

Mündlich aus dem Odenwald.


279. Räderberg

Mündlich.


280. Die Lichter auf Hellebarden

Happel: Relat. curios., II, 771, 772.


281. Das Wafeln

Kosegarten: Rhapsodien, II, 76. Zölners Reise durch Pommern, 1797, I, 316, 516.


282. Weberndes Flammenschloß

Der abenteuerliche Jean Rebhu, 1679, T. II, S. 8-11.


283. Der Feuerberg

Mündlich aus Wernigerode.


284. Der feurige Mann

Bothonis Chronicon brunsvic. pictur., bei Leibnitz, SS. RR. BB., III, 337. Mündlich aus dem Erbachischen.


285. Die verwünschten Landmesser

Mündlich aus Mecklenburg.


286. Der verrückte Grenzstein

Erasm. Francisci Höll. Proteus, S. 422. [Alte Marksteine nit zu verrücken. Garg., 23 b.]


287. Der Grenzstreit

Mündlich aus Hessen.


288. Der Grenzlauf

Wyß a.a.O., S. 80-100, vgl. 317.


289. Die Alpschlacht

Stalder: Fragmente über Entlebuch, Zürich 1797, I, S. 81-85.


290. Der Stein bei Wenthusen

Quedlinburger Sammlung, S. 150, 154.


[611] 291. Die Altenberger Kirche

J.C. Gellers Merkwürdigk. Thüringens, I, 59, 466. Falkenstein: Thür. Chronik, II, 273. Anm. b. III, 1272.


292. Der König im Lauenburger Berg

Kornmann: Mons Veneris. Seyfrieds Medulla, p. 482. Valvassor: Ehre von Crain, I, 247.


293. Der Schwanberg

Agricola: Sprichw., 389, 390.


294. Der Robbedisser Brunn

Letzner: Dasselische Chronik, B. VIII, c. 10.


295. Bamberger Waage

Manlii Loc. comm. collect., p. 46.


296. Kaiser Friedrich zu Kaiserslautern

Georg Draud: Fürstl. Tischreden. Vgl. Fischart: Gargantua, 266 b. [Ähnliche Sage von Trifels bei Anweiler. Vgl. Zeillers Reisebuch II, 395. Schlegels Mus., I, 293.]


297. Der Hirt auf dem Kyffhäuser

Georg Draud: Fürstliche Tischreden, I. [Frankf. 1621, S. 322.]


298. Die drei Telle

Journal des Luxus und der Moden, Januar 1805, S. 38. [Vgl. Ranke, T. 1, S. 396. – Nach einem Rez. (Erg. Bl. Jen. L.Z. 1818, Nr. 84, col. 185) schlafen (nach der Volkssage unter den Anwohnern des Urnersees) die drei Stifter der Schweizer Freiheit seit Jahrhunderten in den Salisberger Felsen ob dem Grütli, um dereinst noch einmal aufzuwachen und die Schweiz abermals zu retten. – Über die Legende von den sieben Schläfern von Iken in dessen Übersetzung des Tuti Nameh, p. 288-311.]


299. Das Bergmännchen

Wyß a.a.O., S. 1-12. Vgl. 306, 308, aus mündl. Sage.


300. Die Zirbelnüsse

Mündlich aus Oberwallis.


301. Das Paradies der Tiere

Mündlich aus Oberwallis im Vispertal.


302. Der Gemsjäger

Wyß a.a.O., S. 43-61. Vgl. 312. [cf. Mem. celtiq., V, 201.]


303. Die Zwerglöcher

Behrens: Curiöser Harzwald, S. 37, 75, 76.


304. Der Zwerg und die Wunderblume

Otmar, S. 145-150.


305. Der Nix an der Kelle

Otmars Volkssagen. Vgl. Behrens, S. 82.


306. Schwarzach

Badische Wochenschrift 1807, St. 17, Sp. 268, und St. 34, Sp. 543.


[612] 307. Die drei Jungfern aus dem See

Badische Wochenschrift 1806, St. 21, Sp. 342.


308. Der tote Bräutigam

Prätorius: Weltbeschr., I, 105-109.


309. Der ewige Jäger

Nach einem Meistergesang Michael Behams, MS. Vatic., 312, Bl. 165, mitgeteilt in der Sammlung für altd. Lit. u. Kunst von Hagen u.a., S. 43-45. [Auch Hackelberg soll auf dem Todbette seinem Seelsorger gesagt haben: »Was Gott mir im Himmel zugedacht hat, will ich, wenn ich nur ewig jagen darf, gerne einem anderen überlassen.« (Weidmanns Feierabende, Marb. 1816, II, p. 5). Vgl. Sage Nr. 172.]


310. Hans Jagenteufel

Journal von und für Deutschl. 1787, II, Nr. 27. Prätorius: Weltbeschr., II, 69-72.


311. Des Hackelnberg Traum

Otmar, S. 249, 250. [Weidmanns Feierabende, S. 4-9, geb. 1521, gest. 1581. Vgl. Freimüthiger 1815, Nr. 143, 144 (Die Dornburg von Ferdin. von Knesebeck). Jugendzeitung 1812, Nr. 104 (von D. Nagel zu Hornburg). Der Grabstein soll drei Stunden von Goslar im Garten eines Wirtshauses, genannt der Klapperkrug, liegen.]


312. Die Tut-Osel

Otmar, S. 141 ff. [Dummburg = Dornburg? Siehe Feierabende, S. 8.]


313. Die schwarzen Reiter und das Handpferd

Hanauischer Landcalender vom Jahre 1730. Hilscher: Vom wüthenden Heer, Dresden 1702, S. 31, 32.


314. Der getreue Eckhart

Vorrede des Heldenbuchs, ganz zuletzt. Agricola: Sprichw., 667. Hanauischer Landcalender a.a.O.


315. Das Fräulein vom Willberg

Mündlich aus dem Korveischen.


316. Der Schäfer und der Alte aus dem Berg

Mündlich aus Wernigerode.


317. Jungfrau Ilse

Otmar, S. 171-174. Quedlinb. Sammlung, S. 204, 205.


318. Die Heidenjungfrau zu Glatz

Älurius: Glätzische Chronik, Leipz. 1625, 4, S. 124 bis 128. Vgl. S. 86. [daraus Prätor.: Rübezahl, I, 176 bis 185].


319. Der Roßtrapp und der Kreetpfuhl

Behrens: Harzwald, S. 121 und 130. Seyfried in Medulla, p. 428. Melissantes: Orograph. h.v. Otmar, S. 181-186. Quedlinburger Samml., S. 125-128, 147, 148.


320. Der Mägdesprung

Quedlinburger Sammlung, S. 67. Otmar, S. 195 bis 198, vgl. S. 53. Behrens: Harzwald, S. 131. Seyfried in Medulla, p. 428. Melissantes: Orograph. h.v.


[613] 321. Der Jungfernsprung

Pescheks Oybin bei Zittau, Leipz. 1804, S. 33, 34.


322. Der Harrassprung

Körners Nachlaß, 2, 71-74.


323. Der Riese Hidde

Pierius Winsemius: Geschiedenisse van Friesland, Franeker 1622, fol. Buch III, S. 93.


324. Das Ilefelder Nadelöhr

Behrens: Cur. Harzwald, S. 126, 127.


325. Die Riesen zu Lichtenberg

Mündlich aus dem Odenwald.


326. Das Hünenblut

Otmar, S. 267-270.


327. Es rauscht im Hünengrab

Micrälius: Pomm. Gesch., B. II, K. 52.


328. Tote aus den Gräbern wehren dem Feind

Otmars Samml.


329. Hans Heilings Felsen

Körners Nachlaß, 2, 132-152; aus der deutschböhmischen Volkssage, vgl. 174. [Vgl. Sage Nr. 32.]


330. Die Jungfrau mit dem Bart

Prätorius: Wünschelruthe, S. 152-153, aus mündl. Erzählung. Vgl. Kinder- und Hausmärchen, II, 66.


331. Die weiße Jungfrau zu Schwanau

Joh. Müller: Schweiz. Gesch., II, 3.


332. Schwarzkopf und Seeburg am Mummelsee

Erzählungen und Märchen von Gustav, Leipzig 1804.


333. Der Krämer und die Maus

Wenzel: Dramat. Erzählungen.


334. Die drei Schatzgräber

Falkenstein: Thüring. Chronik, I, 219.


335. Einladung vor Gottes Gericht

Casp. Henneberg: Chronicon Prussiae, p. 254. Prätorius: Weltbeschr., I, 285-288.


336. Gäste vom Galgen

Bräuners Curiositäten, S. 296-298.


337. Teufelsbrücke

Mündlich.


338. Die zwölf Johannesse

Falkenstein: Thüring. Chronik, I, 218.


339. Teufelsgraben

Mündlich.


340. Der Kreuzliberg

Kleine Reminissenzen und Gemälde, Zürich 1806.


341. Die Pferde aus dem Bodenloch

Merssaeus (Cratepolius): Catalogus episcop. Coloniens. Greg. Horst in s. Zusätzen zu Marc. Donatus: Hist. medica mirab., cap. 9, p. 707. Balth. Bebelius: Diss. de bis mortius, p. 9. Rhein. Antiquarius, S. 728 bis 730. Cölner Taschenbuch für altdeutsche Kunst, 1816.


[614] 342. Zusammenkunft der Toten

Mündlich aus Hessen. [Wird von einer schwedischen Königin mit allen Namen erzählt.]


343. Das weissagende Vöglein

Micrälius: Pomm. Gesch., Buch IV, S. 159.


344. Der Ewige Jud auf dem Matterhorn

Mündlich aus Oberwallis. [cf. Thiele, II, p. 50.]


345. Der Kessel mit Butter

Mündlich aus Oberwallis.


346. Trauerweide

Mündlich.


347. Das Christusbild zu Wittenberg

Mündlich. [Von einem Pfarrer bei Goßfelden und durch Bang dem Clemens und Savigny bekannt geworden. Vgl. Savigny: Vom Beruf, S. 160 (v. Jacobs Hand).]


348. Das Muttergottesbild am Felsen

Mündlich aus Oberwallis.


349. Das Gnadenbild aus dem Lärchenstock zu Waldrast

Tyroler Sammler, V, 1809, S. 151-265. Aus der Volkssage und dem Waldraster Protokoll. [cf. Büsch: Wöch. Nachr., III, 95-98.]


350. Ochsen zeigen die heilige Stätte

Kasthofen in den Alpenrosen 1813, S. 188.


351. Notburga

Notburga, eine heilige Magd auf dem Schloß Rottenburg. Auf öffentl. Schaubühne vorgestellt den 17. September 1738. Süddeutsche Miscellen 1813, März, Nr. 26. Miscellen für die neueste Weltkunde 1810, Nr. 44.


352. Mauerkalk mit Wein gelöscht

Cuspinianus: Hist. Austr. ex relatione seniorum. Älurius: Glätzische Chronik, Buch II, cap. 2, p. 97. [Dillich, S. 144 seiner hess. Chronik, erzählt, Anno 1166 sei ein so fruchtbares Weinjahr gewesen, daß man mit der Menge des Weins den Kalk zum Mauern zubereitet habe.]


353. Der Judenstein

Mündlich aus Wien. Des tirol. Adlers immergrünendes Ehrenkränzel, durch F.A. Grafen von Brandis, Bozen 1678, 4, S. 128. Schmiedts Heiliger Ehren-Glanz der Grafschaft Tirol, Augsburg 1732, 4, II, 154-167.


354. Das von den Juden getötete Mägdlein

Thomae Cantipratani Bonum universale de apibus, Duaci 1627, 8, p. 303. Vgl. Gehres Pforzheimer Chronik, S. 18-24.


355. Die vier Hufeisen

Otmar, S. 115-118. [Ähnliche Sage von der Kirche zu Wittingen im Lüneburgischen.][615]


356. Der Altar zu Seefeld

Mündlich aus Wien. Von dem hoch und weit berühmten Wunderzeichen, so sich mit dem Altar in Seefeld in Tirol im Jahre 1384 zugetragen, Dillingen 1580 und Innsbr. 1603, 4.


357. Der Sterbensstein

Kleine Gemälde der Schweiz, von Appenzeller, Winterthur 1810, S. 172.


358. Sündliche Liebe

Falkenstein: Thüring. Chronik, I, 218, 219.


359. Der Schweidnitzer Ratsmann

Lucä: Schles. Denkwürdigk., Fft. 1689, 4, S. 920, 921. [Aus Naso: Phoenix redivivus, Breslau 1667, 4, S. 91-94. Vgl. Büschings Wöch. Nachr., III, 105 bis 109.]


360. Regenbogen über Verurteilten

Westenrieders Histor. Kalender 1803.


361. Gott weint mit dem Unschuldigen

Mündlich aus Hessen.


362. Gottes Speise

Luthers Tischreden, S. 90 b, 91 a.


363. Die drei Alten

Mitgeteilt von W. Schmidt aus Lübeck, im Freimüthigen 1809, Nr. 1. [Vgl. Joh. Gundlach: Algebr. Aufgaben, Kassel 1804, pag. 5. H. Hebels Schatzkästlein, I, 185. Vgl. Beg. des Stud. zu Plesse, I, S. 22. Holbergs Ud en Hoved og Hale, act. I, sc. 6.]


Zweiter Band


364. Der heilige Salzfluß

Tacitus: Ann., XIII, 57. Vergl. Plinius: Hist. nat., XXX, 39.


365. Der heilige See der Hertha

Tac.: Germ., c. 40. [Sprichwort v. Hertha in Pommern:


De Hertha gifft Gras

un füllt Schün u. Fass.


Hall. allg. Lit. Z. 1823, Febr., col. 375.]


366. Der heilige Wald der Semnonen

Tac.: Germ., cap. 39.


367. Die Wanderung der Ansivaren

Tac.: Ann., XIII, 54-56.


368. Die Seefahrt der Usipier

Tac.: Agricola, cap. 28.


369. Wanderung der Goten

Jornandes, ed. Lindenbroch, p. 83, 98.


370. Die eingefallene Brücke

Jornandes, p. 83.


371. Warum die Goten in Griechenland eingebrochen

Olympiodorus, ausgezogen bei Stritter: Mem. pop., I, 73, 74. Vergl. Nr. 476.


[616] 372. Fridigern

Jornandes, p. 106, 107, cap. 35. Vergl. Ammianus Marcellinus, 31, 5, und Zosimus, 4, 34. [Orosius, 7, 19.]


373. Des Königs Grab

Jornandes, p. 111, cap. 30.


374. Athaulfs Tod

Jorandes, p. 112, cap. 31. Olympiodorus, ap. Stritter, I, 72 [Ed. bonn., p. 459. Orosius, 7, 29: Apud Barcilonem Hispaniae urbem, dolo suorum, ut fertur, occisus est.]


375. Die Trullen

Olympiodor bei Stritter, I, p. 74 [Ed. bonn., 461]. Vgl. Varro: trulla, vasculi genus. Biörn Haldorson, I, 155: drilla, vas angustum. Goslarische Gesetze bei Leibnitz: Scr. rer. brunsv., III, 507: Trülle, Weinkanne. Stalder, I, 312: Trülle, Käfig, Schachtel.


376. Sage von Gelimer

Historia miscella, lib. 16. Vergl. Stritter: Mem. pop., p. 346.


377. Gelimer in silberner Kette

Aimoinus, II, 6.


378. Ursprung der Hunnen

Jornandes, p. 103, 104.


379. Die Einwanderung der Hunnen

Jornandes, p. 104. Vergl. Hrabanus Maurus bei Joh. Müller: Schw. Gesch., I, 245, not. 78.


380. Sage von den Hunnen

Jornandes, cap. 5, p. 85.


381. Das Kriegsschwert

Jornandes, cap. 35, p. 116. Vergl. Altd. Wälder, I, S. 212, Anmerk. 10, und S. 319. [cf. Lamb. schafnab., p. 348: Sage von Leopold von Mersburg, der in dies Unglücksschwert stürzt, und dabei die Gesch. des Schwerts.]


382. Die Störche

Jornandes, p. 123, 124.


383. Der Fisch auf der Tafel

Procopius, lib. I, c.I.


384. Theoderichs Seele

Dialogi Gregorii M., lib. IV, cap. 30, und daraus die Reimchronik [Cod. pal. 361, 86 b]. Altd. Wald., III, 283. Vergl. I, 228.


385. Urajas und Ildebad

Procop.: De bello goth., III, 1.


386. Totila versucht den Heiligen

Dialogi Gregorii M., lib. 2, cap. 14, 15.


387. Der blinde Sabinus

Dialogi Gregorii, lib. 3, cap. 5.


388. Der Ausgang der Langobarden

P. Diaconus, I, 2.


[617] 389. Der Langobarden Ausgang

Nach der alten Chronik und dem dänischen Volkslied. Vergl. Suhm: Fabelzeit, I, 40-42, nach Saxo Gramm., lib. 3, p. 158, 159, wo Ago, Ebbo und Gambaruc, und eine merkwürdige Nachsage, Suhm, II, 184, von Snio und Magge.


390. Sage von Gambara und den Langbärten

Paulus Diac., lib. I, c. 8. Greg.: Tür. hist. epitomata, cap. 65. cf. Gotfrid. Viterb., p. 299. cf. 304.


391. Die Langobarden und Aßipiter

Paul. Diacon., I, 11, 12.


392. Die sieben schlafenden Männer in der Höhle

Paulus Diaconus, lib. I, cap. 3. Vgl. die byzantinische Sage bei Gregor: Turon. mirac., I, 95, und die naheliegende Verwechslung der Wörter Germani (Brüder) und Germani (Deutsche). Dessenungeachtet folgt Paulus offenbar einer anderen Erzählung. [Cod. pal. 361, f. 38a. Siebenschläfer unter Kaiser Decius. Wie bei Greg.: Turon.]


393. Der Knabe im Fischteich

Paulus Diac., lib. I, c. 15.


394. Lamissio und die Amazonen

Paulus Diac., I, c. 15.


395. Sage von Rodulf und Rumetrud

Paulus Diac., lib. I, c. 20.


396. Alboin wird dem Audoin tischfähig

Paulus Diac., I, 23, 24.


397. Ankunft der Langobarden in Italien

P. Diaconus, II, 5. Greg.: Tur. hist. epitom., c. 65. Vergl. Altd. Wälder, III, S. 282. – Stritter: Mem. pop., I, 406, 407.


398. Alboin gewinnt Ticinum

P. Diac., II, 27.


399. Alboin betrachtet sich Italien

Paulus Diaconus, II, 8.


400. Alboin und Rosimund

P. Diaconus, I, 27, II, 28. Gotfridus Viterb., p. 308, 309. Vergl. Theophylactus bei Stritter, I, p. 386. [Vergl. Agnellus: Vita Petri senioris, cap. 4 (apud Muratori, II, 124, 125). Der lombardische Bertoldo treibt seine Streiche auch an Alboins Hofe.]


401. Rosimund, Helmichis und Peredeo

P. Diaconus, II, 29, 30.


402. Sage vom König Authari

Paulus Diaconus, III, 30.


403. Autharis Säule

Paulus Diaconus, III, 32.


404. Agilulf und Theudelind

P. Diaconus, III, 35. Decamerone, III, 2. [cf. Schmidt: Beiträge zur Gesch. rom. Poesie, Berlin 1818, S. 15.]


[618] 405. Theodelind und das Meerwunder

Altdeutsches Gedicht im Dresdner Heldenbuch. Hans Sachs, Buch IV, Kemptn. Ausg., Bl. 130-132.


406. Romhild und Grimoald der Knabe

Paul. Diacon., IV, 38.


407. Leupichis entflieht

Paul. Diac., IV, 39.


408. Die Fliege vor dem Fenster

Paul Diac., VI, 6. Abbas urspergensis [Ed. 1540, p. 150, 151].


409. König Liutprands Füße

Chron. novaliciense, lib. 3, cap. 1.


410. Der Vogel auf dem Speer

Paulus Diac., VI, 55.


411. Aistulfs Geburt

Agnelli Vita Sergii, cap. 2, [Muratori, II, 172.]


412. Walter im Kloster

Chronicon novaliciense, lib. II, cap. 7-13. Offenbar dieselbe Sage geht von Wilhelm dem Heiligen als Einsiedler, vergl. das dänische Volksbuch Karl Magnus, S. 140. [In dem dritten Teil des Gedichts von Ulrich von Türheim, p. 456, 57 der Kassler Hs.: Wilhelm reißt seinem Mul den Bug aus, tötet damit die Räuber und setzt dann den Bug dem Tier ein, der auch sogleich festwächst, so daß das Tier wieder fortgeht. Der Abt schilt ihn nicht, sondern gibt ihm Ablaß.]


413. Ursprung der Sachsen

Froschmäuseler, T. 1, cap. 2. Vergl. Aventin: Bair. Chronik, Bl. 18b. [Ascenas Genesis, 10, 3. Jeremias, 51, 27. Geogr. rav. (ed. Gron., p. 808): »Insula, quae dicitur britannia, ubi olim gens Saxonum veniens ab antiqua Saxonum cum principe suo nomine Anschis in ea habitare videtur.« Dies Anschis ist Hengist, und so könnte auch Aschanes dasselbe sein.]


414. Abkunft der Sachsen

Lobgedicht auf Anno 21, Cod. pal. 361, fol. 2d.


415. Herkunft der Sachsen

Sachsensp., III, 45, und dazu Glosse. [Bilder zum Sachsenspiegel, 21, 8.]


416. Die Sachsen und die Thüringer

Witechindus corb., gleich anfangs. Vergl. Cod. pal. 361, fol. 2d. [Niebuhr: Röm. Gesch., I, ed. 3, p. 46. Anders Gotf. Viterb., 253.]


417. Ankunft der Angeln und Sachsen

Beda: Hist. eccl., I, 14, 15, nach Alfreds Übers. p. 57, 58, ed. Cant. 1643. Gotfridus Viterb., p. 358, 359. [Conf. Witechindus.]


418. Ankunft der Pikten

Beda: Hist. eccl., I, 1, nach Alfreds Übers.


[619] 419. Die Sachsen erbauen Ochsenburg

Pomarius: Sächs. Chronik, Wittenb. 1588, fol. S. 15.


420. Haß zwischen den Sachsen und Schwaben

Glosse des Sachsenspiegels zu Buch 1, 17, und Buch 2, 12. [cf. Paulus Diac., lib. III. c. 7. cf. II, c. 6, und Gregor: Tur., 5, 15.]


421. Herkunft der Schwaben

Lied auf Anno, Nr. 29. Cod. pal. 361, fol. 2d.


422. Abkunft der Bayern

Lobgedicht auf Anno 20. Cod. pal. 361, fol. 2c, d. [Mone 2, 224, 225. Cod. 361, fol. 45a, boemundes castelle bei Rom.]


423. Herkunft der Franken

Anno 22, 23. Otfried, Buch 1, Kap. 1. Königschronik im Cod. pal. 361, fol. 3a.


424. Die Merowinger

Θεοφανους Χρονογραφια, ed. venet. 1729, fol. p. 258 (im Exzerpt bei Bouquet, Tom. V, p. 187 ist die Stelle absichtlich ausgelassen). Conradus ursperg., ed. argent. 1609, p. 92, aus Fredegars epitome (Bouquet, II, 396). [cf. Ecc. fr. or., 1, 29. cf. Kanne: Chronus, S. 248, Note. Merofech, inde Merofehing, postea Meroving. An dem rucke tragent si borsten sam swîn. Pf. Chuonr., 8047.]


425. Childerich und Basina

Aimoinus. lib. I, c. 7, 8. Vergl. Greg.: Tur., II, 12.


426. Der Kirchenkrug

Greg.: Turon. hist., II, 28. Aimoinus, I, 12. Flodoardus: Hist. rem., I, 13. Vergl. Eichhorns D. Rechts-Gesch., S. 72.


427. Remig umgeht sein Land

Flodoardus: Hist. remensis, lib. 1, cap. 14. Legenda aurea, cap. 142.


428. Remig verjagt die Feuersbrunst

Flodoard.: Hist. rem., lib. 1, cap. 6 et 12, ed. Duac., p. 35, 50.


429. Des Remigs Teil vom Wasichenwald

Flodoardus, I, cap. I, 20, p. 108-110.


430. Krothilds Verlobung

Aimoinus, I, 13, 14. cf. Greg.: Tur., II, 28.


431. Die Schere und das Schwert

Greg.: Turon. Hist., III, 18. Vergl. Lex ripuar., 60.


432. Sage von Attalus, dem Pferdeknecht, und Leo, dem Küchenjungen

Greg.: Turon. hist., III, 15. Aimoinus, II, 11.


433. Der schlafende König

Paulus Diaconus, III, 34. Aimoinus, III, 3.


434. Der kommende Wald und die klingenden Schellen

Aimoinus, III, 82.


[620] 435. Chlotars Sieg über die Sachsen

Aimoinus, IV, 18, und Vita Dagoberti ms. Vita S. Faronis, cap. 71-73 (apud Duchesne, I, 569). [Vita Dagoberti (e codice membranaceo): Qui elaborata a majoribus dignitate potitus cum et plurima strenue gesserit tum praecipue illud memorabile suae potentiae posteris reliquit indicium, quod rebellantibus adversus se saxonibus ita eos armis perdomuit, ut omnis virilis sexus ejusdem terrae incolas, qui gladii quod tum fere gerebat, longitudinem excessissent, peremerit. quippe ut junioribus timoris ausum recordatio illius vitalis seu mortalis gladii amputaret.]


436. Das Grab der Helligen

Aimoinus, IV, 17. [Dagobert Eiermann: G A., 2, 569. Vergl. 3, CLI.]


437. Sankt Arbogast

Königshofen: Elsäss. Chronik, S. 234, 235.


438. Dagobert und Sankt Florentius

Königshofen: Elsäss. Chronik, S. 235, 236.


439. Dagoberts Seele im Schiff

Chronique de Guill. de Nangis.


440. Dagobert und seine Hunde

Mélanges tirées d'une grande Bibl., IV, 29-45.


441. Die zwei gleichen Söhne

Gesta rom., cap. 116.


442. Hildegard

Annales campidonenses. Nic. Frischlini comoedia: Hildegardis magna. Vergl. Vinc. bellovac. sp. hist., VII, c. 90-92, und das altd. Gedicht Crescentia.


443. Der Hahnenkampf

Crusius: Ann. suev. dodecas, I, p. 330.


444. Karls Heimkehr aus Ungerland

Reimchronik im Cod. pal. 336, fol. 259-267. [In ital. Sagen trägt ihn der Teufel als Pferd. Ginguené, p. 188. Schmidt, p. 89, 90.]


445. Der Hirsch zu Magdeburg

Zeillers Reisebuch, S. 128.


446. Der lombardische Spielmann

Chron. novalic., lib. 3, cap. 10, 14.


447. Der eiserne Karl

Monachus sangallensis, ap. Canisium: Lect. antiq., tom. II, p. 2, p. 81, 82.


448. Karl belagert Pavia

Chron. noval., III, 14.


449. Adelgis

Chron. novalic., III, cap. 10, 22-24.


450. Von König Karl und den Friesen

Altfriesengesetz, ed. Wierdsma, I, S. 103-108.


[621] 451. Radbot läßt sich nicht taufen

Melis Stoke: Rymkronike, B. I, Z. 149-176. Vergl. Buchelius zu Beka, p. 13. Pomarius a.a.O., S. 57. [ cf. Schlosser, II, 1, 169. Heinrich von Herford, ad a. 718. Vgl. Flore, 6783: Si were getreten durch Floren in die helle. NB. Aucassin et Nic., p. 385.]


452. Des Teufels goldnes Haus

[Man. 2, 229 b

in himelrich ein hus stat

ein guldin weg darin gat

die sule die sint mermelin

die zieret unser trehtin

mit edelem gesteine.]


453. Wittekinds Taufe

Abels Samml. alt. Chroniken, S. 61, 62. Pomarius, S. 40, 41. [Chronica picturat., ap. Leibnitz, 3, 289. Sassenchr., p. 9, 10. Heinr. von Herford, ad a. 785. Redekers Sagen in: Mind. Beitr., p. 38. 39. Vgl. Dippoldt, p. 86. Vgl. Turpin (Schmidt, p. 47), etwas ähnlich. Ähnliche Sage von dem heidnischen Litauer (in dem von Laßberg edierten Gedicht).]


454. Wittekinds Flucht

Mündlich vom Freiherrn Hans von Hammerstein zu Equord mitgeteilt.


455. Erbauung Frankfurts

Ditmarus merseb., lib. VII, p.m. 104. [Wagner, p. 245. Otto fris.: De gest. Frid., I, 43.]


456. Warum die Schwaben dem Reich vorfechten

Strikers Gedicht vom span. Feldz., S. 99 b. Alte Reimchronik des XII. Jahrh. in Aretins Beitr., Bd. IX. Stelle im Gedicht Friedrich v. Schwaben, Grundriß, S. 189. Stelle im Gedicht von der Mörin. Lohengrin, Strophe 413. Schwabenspiegel, Kap. 31. Lambert. schafnab., p. 219 [ed. Krause, p. 166]. Königshofen: Elsäss. Chr., S. 327. Vergl. Pfister, Gesch. v. Schwaben, II, 114.


457. Eginhart und Emma

Chronicon laurishamense, in Codice laurish., ed. Manhem. 1768, 4, I, p. 40-46.


458. Der Ring im See bei Aachen

Petrarcha: Epistolae familiares, lib. I, c. 3. Pasquier: Recherches, VI, 33. Vergl. Dippoldt, Karl d. Gr., S. 121. Aretin: Sage von Karl, S. 89, 90.


459. Der Kaiser und die Schlange

Scheuchzer: Itin. alpina, III, 381, aus Henrici Braenwaldii Embracensis coenobii praepositi chron., ms. Cento novelle antiche, 49. Der erste Teil der Sage umständlich in der Reimchronik, Cod. pal. 336, fol. 271-273. Vergl. Gesta roman., 99 und 105, deutsch 71.


[622] 460. König Karl

Königschronik im Cod. pal. 361, fol. 87 etc., und aus einem Wiener Kodex, gedruckt in Aretins Beitr., Teil 9.


461. Der schlafende Landsknecht

Helinandus in chronico, lib. 15. Weier: Von Zauberern, I, 14.


462. Kaiser Ludwig bauet Hildesheim

Pomarius a.a.O., S. 63. Casp. Abel: Samml. alter Chroniken, Braunsch. 1732, S. 68. [Chron. hillesheim., b. Paullini synt., p. 73: Vox interim audita: nix tibi circumscribet terminos aedis meae. iliaque mox insolito anni tempore delapsa certam aliquam telluris aream implevit, qua visa imperator (Ludovicus) clamabat: Dat is en Hildesnee und scholl auch Hildesnee heeten. Zus. mit der Sage von Frau Holle Schnee? Brem. Wb. hilde = geschäftig, hildes = eilends, Sastrow, I, 230, im hildesten = schnellsten. Vergl. Lüntzel, p. 92.]


463. Der Rosenstrauch zu Hildesheim

Mündlich.


464. König Ludwigs Rippe klappt

Aventin: Bair. Chronik, Bl. 301 b. [cf. Schlosser, II, 1, 492.]


465. Die Königin im Wachshemd

Königschronik, Cod. pal. 361, fol. 94. [cf. Regino chron., 2. 63. Schlosser, II, 1, 564, 565.]


466. Königin Adelheid

Chron. novalic., IV, c. 8, col. 735. [cf. Schlosser, II, 2. 190.]


467. König Karl sieht seine Vorfahren in der Hölle und im Paradies

Chroniques de S. Denys, ap. D. Bouquet, VII, p. 148, 149. Vergl. 255. Vergl. Crusius: Ann. suev. dodecas, II, p. 70. [Vinc. bellov. sp. hist., lib. 25, cap. 49, 50.]


468. Adalbert von Babenberg

Otto frising., VI, 15. Liutprand: Hist., lib. II, cap. 3. Witechindus, ed. Reinn., p. 8, 9. Gerstenberger, ap. Schminke, I, 46-48. Pomarius, S. 83. [Regino, p.m. 100. Vgl. Ditm. mers., p. 6. Vgl. Schlosser, II, 1, 589, 590.]


469. Herzog Heinrich und die goldne Halskette

Witechindus corb., lib. I, edit. Reinnec., p. 8, 9, 10. Vergl. Leibnitz, I, p. 213. Ditmarus merseb., lib. I, initio. [Wagner, p. 6. Chron. ganderh., cap. 25. Conradus ursperg., ed. 1540, pag. 207.]


470. Kaiser Heinrich der Vogeler

Volksbuch von Herzog Ernst, S. 6. Cölner Chronik 1499, Bl. 125 a. Lohengrin, Strophe 317, pag. 80. Gotfr. Viterb., p. 324. Cod. pal. 525, fol. 59 b.[623] [Waitz: Heinr. I., p. 181, 182. Maszm.: Kaiserchronik, 3, 1063, 1064. Heinricus Saxo. Lamb. a. 919 (Pertz 5, 53). Heinricus cogn. auceps, beim annal. Saxo (Pertz 6, 594). Cod. pal. 525, fol. 59 b (Chron. der röm. Kaiser): Diz ist heinrich der vogeler gehaissen, wann er ward zü vinckler (?) fvnden do er von den fvrsten gekorn ward do volget (vogelt) er mit seinen kinden.]


471. Der kühne Kurzbold

Ekkehardus sangallensis, ap. Goldast, I, 29.


472. Otto mit dem Bart

Latein. Verse bei Gottfr. v. Viterbo (Pistorius, II, 326, 327). Altd. Gedicht von Conrad von Würzburg (Cod. pal. 341, fol. 241 b-246 a und Cod. 393, fol. 92 d-98 b). Crusius: Ann. dod., II, 130, 131. Königshofen, S. 108. Cöln. Chronik v. 1499, Bl. 129. [Wiener Jahrb., 5. Band, Anzeigeblatt, p. 35, 36. Gedicht von Otto dem Roten, cod. vind., a.o. 43: Kaiser Otto lebte lange tugendhaft und bat Gott endlich, ihm seine Tugend schon jetzt zu lohnen. Eine himmlische Stimme antwortete etwas zornig: Da er nur aus Ruhmsucht so edel gehandelt, sei er weniger zu lohnen als ein Kaufmann zu Köln, der gute Gerhard genannt, der sich stets höchst fromm erwiesen. Der Kaiser erschrickt über die Antwort und beschließt auf der Stelle, mit wenig Gefolge nach Köln zu reisen, um von dem guten Gerhard Weisheit zu lernen und seine Schicksale zu erfahren. Er läßt dem dasigen Erzbischof seine Ankunft melden, dieser zieht ihm mit Pomp und Schall entgegen, et cetera. Boisserée, p. 6, 7: Magister Gerardus rector fabricae et lapicida. Lebte bis ans Ende des XIII. Jahrh. – Vergl. Harzens Museum, p. 581. Barlaam, 402, 8. Zincgref. apoph., 1, 17.]


473. Der Schuster zu Lauingen

Crusii Ann. suev. dod., III, p. 151, 152, nach Matth. a Pappenheim in libro De origine dominorum de Calatin, c. 64. Zeillers Reisebuch, S. 154.


474. Das Rad im Mainzer Wappen

Bange: Thür. Chr., Bl. 38 b. Thomas Lirer, T. II. [Zusammenhang mit dem Wigalois von dem Rade?]


475. Der Rammelsberg

Happel: Rel. cur., I, 753. Behrens a.a.O., S. 145, 146. Melissantes u.d.W. Bange: Thür. Chron., 3 b. Fischarts Gargantua, c. 15, fol. 133 a. [gaul Ramel.]


476. Die Grafen von Eberstein

Crusius: Ann. suev. dod., II, p. 108, 109, aus Familiennachrichten durch Caspar Baldung gesammelt.


477. Otto läßt sich nicht schlagen

Lohengrin, Str. 743, 744. Vergl. Cod. pal. 525, fol. 64 a. [Otto II.? Schlosser, II, 22, 209.][624]


478. König Otto in Lamparten

Cod. pal. 525, fol. 62 a, b. [Gemahnt an Kchr., 5909 ff., von Trajan.]


479. Der unschuldige Ritter

Bange, Bl. 37. Pomarius, S. 175. [Wilmans: Otto III., p. 215, 216.]


480. Kaiser Otto hält Witwen- und Waisengericht

Gotfridus Viterb., l.c., p. 329, 330. Lirer, Teil II. Etterlin, S. 60, 61. Königshofen, S. 109. Gerstenberger, ap. Schminke, I, 77-80.


481. Otto III. in Karls Grabe

Chron. noval., III, 33. cf. Walch: Hist. canon., C.M., p, 19. Cod. pal. 525, fol. 65 b. Vergl. Lohengrin, Strophe 748, S. 188. [Vergl. Schlosser, II, 2, 297.]


482. Die heilige Kunigund

Cod. pal. 525, fol. 65 b. Lohengrin, Str. 754. Pomarius, S. 181.


483. Der Dom zu Bamberg

Pomarius a.a.O., S. 185, 186. Munster: Cosmogr., lib. III.


484. Taube sagt den Feind an

Gesta rom., cap. 38.


485. Der Kelch mit der Scharte

Cod. pal. 525, fol. 66 b [Vergl. eine ausführlichere Erzählung in der Beschreibung der Stadt Rom von Bunsen, Band III, Abt. 2, 320.]


486. Sage von Kaiser Heinrich III.

Gotfr. viterb.: I, c.p. 333-336. Thomas Lirer, T. II. Crusius: Dod., II, 198, 199. Etterlin, S. 66-68. Vergl. Becherer: Thür. Chron., S. 199, und Gerstenberger, S. 90-94. Gesta roman., 20, deutsch Nr. 44, mit einigen andern Umständen. [Noch viel andere, die dem Gotfr. viterb. nachschreiben, führt Stenzel: Fränk. Kaiser, II, 30-32, an.]


487. Der Teufelsturm am Donaustrudel

Aventin: Bair. Chronik, S. 330.


488. Quedl, das Hündlein

Mündlich. Vergl. Fischart: Gargantua, Bl. 31 a.


489. Sage vom Schüler Hildebrand

Cod. pal. 525, fol. 69, 70. [Vgl. Voigts Hildebrand, S. 4, 7, 8.]


490. Der Knoblauchskönig

Bange, S. 49, 50, auch berührt im Cod. pal. 525, fol. 74 b. Pomarius, S. 218.


491. Kaiser Heinrich versucht die Kaiserin

Cod. pal. 525, fol. 78. Gedicht im Cod. pal. 361, fol. 351-354, aber ohne Namen, von einem Ritter, dessen Knecht Hänselin heißt. [Vergl. einen anders gewendeten Schwank: Hätzlerin, p. 291, 292. Gesammtabenteuer, 2, 109-121. Stenzels Fränk. Könige, 2, 61. Detmar, 1, 17.]


[625] 492. Graf Hoyer von Mansfeld

Mündlich. Vergl. Oberlin und Jodute. [Vergl. Beneckes Wigalois, S. 451-53.]


493. Die Weiber zu Weinsperg

Cölner Chronik 1499, Bl. 169. Vergl. Pfister: Geschichte von Schwaben, II, 192, 193. [Jac. Grimms Notiz zufolge ist diese Sage an diese Stelle gerückt worden. In der ersten Auflage stand sie hinter der Sage von Kaiser Heinrich III.]


494. Der verlorene Kaiser Friedrich

Bruchstück eines Gedichts über Kaiser Friedrich aus dem XV. Jahrh., im Cod. pal. 844. [cf. Frigedank in fine. – »Barbarossa belagert und erobert Jerusalem, ihm hat Herzog Eckhart von Bayern, der einen Bundschuh im Wappen führt, dabei treuen Beistand geleistet. Der Papst Alexander will den Kaiser verderben. Er hat das Bildnis des Kaisers heimlich machen lassen und sendet es dem Sultan, damit er den Kaiser kenne. Der Sultan sendet einen Hinterhalt, und als der Kaiser sich einmal mit seinem Kapellan im Wasser erkühlen will, brechen die Leute des Sultans hervor und führen beide gefangen fort. Niemand erfährt, wo der Kaiser ist; er bleibt ein Jahr bei dem Sultan in Gefangenschaft, der ihn gut behandelt; endlich gibt er ihn unter Bedingungen frei.« Die Erzählung ist sagenhaft. Barbarossa, durch Joh. Adelffum, Stadtarzt zu Schaffhausen, 1620, klein fol., f. 2, VI ff.]


495. Albertus Magnus und Kaiser Wilhelm

Trithemii Chronicon monast., Spanheim. Lehmann: Speier. Chronik, V, cap. 90, S. 534. [Chron. magn. belgicum, Pistor, 3, 269.]


496. Kaiser Maximilian und Maria von Burgund

Aug. Lercheimer: Bedenken von Zauberei, Bl. 18, aus mündlichen Erzählungen.


497. Sage von Adelger zu Bayern

Cod. pal. 361, fol. 39 b-42 c. Vergl. Abele: Selzame Gerichtshändel, Nürnb. 1705, Nro. 116. [Nürnb. 1688, p. 642. Mone 2, 225. Aventin, ed. 1622. S. 519, nennt auch einen bayrischen König Adelger.]


498. Die treulose Störchin

Aventin: Bair. Chr., Bl. 276 a. Gesta rom., deutsch c. 5, latein. c. 82.


499. Herzog Heinrich in Bayern hält reine Straße

Aventin: Bair. Chronik, Bl. 411 b.


500. Diez Schwinburg

Vergl. Joan. Trithemii Chronicon hirsaug., II, 181, 182.


501. Der geschundene Wolf

Aventin, Bl. 376 a.


502. Die Gretlmühl

Aventin: Bair. Chronik, Bl. 406 a.


[626] 503. Herzog Friedrich und Leopold von Österreich

Albertus argentin., p. 178, 179. Königshofen, S. 127, 128. Cölner Chronik 1499, fol. 250. Vergl. Aventin, S. 393, 396.


504. Der Markgräfin Schleier

Berkenmeyer: Antiquar, S. 488. Taschenbuch für vaterl. Gesch., Wien 1811. Vergl. Naubert: Volksmärchen, III, 113-117, 130-138.


505. Der Brennberger (erste Sage)

Ungedruckter Meistersang aus dem XV. Jahrhundert.


506. Der Brennberger (zweite Sage)

Fliegendes Blatt. [Antverp. lb., Nr. 81. MSH. 4, 281, 283. Fischart: Podagramm. Trostbüchl., B. IV: »Es ließ sich einer sonst ebenso mehr henken und sich darnach wie Premberger als ein Salmen zu Riemen schneiden.«]


507. Schreckenwalds Rosengarten

Psellionorus: Lustgarten, Straßb. 1621, S. 681, 682.


508. Margareta Maultasch

Nachr. von Gespenstern, Frankf. 1737, S. 60-66. Vgl. Aventin, Bl. 401 a.


509. Dietrichstein in Kärnten

Hieron. Megiser: Chronik von Kärnthen, II, 973.


510. Die Maultasch-Schutt

Megiser: Chronik von Kärnthen, II, 973-977. Valvassor: Ehre von Crain, B. 15, S. 317.


511. Radbod von Habsburg

Felix Faber: Hist. suev., lib. II. Joh. Müller, I, 262, not. 161.


512. Rudolf von Strättlingen

Chronik von Einigen und Strättlingen. Wyß: Schweizersagen, S. 187-194.


513. Idda von Toggenburg

Vita S. Idda cum genealogiis comitum de Tokenburg, aus dem Altdeutschen von Albr. v. Bonstetten im Jahre 1481 übersetzt, repr. Costanc. 1685, 8. Tschudi ad 1142, 1177. Vergl. Joh. Müller, I, 402, 403.


514. Auswanderung der Schweizer

Westfriesenlied, noch lautbar in Oberhasli, ausgezogen in Spaziers Wanderungen durch die Schweiz, S. 343 ff. Etterlins Chronik, Basel 1764, S. 18, 19, 20. Vergl. Joh. Müller, Buch I, c. 15. [Vergl. Wyß: Reise ins Berner Oberland, S. 835-840.]


515. Die Ochsen auf dem Acker zu Melchtal

Etterlin, S. 25.


516. Der Landvogt im Bad

Etterlin, S. 25, 26.


517. Der Bund in Rütli

Etterlin, S. 26, 27, 28.


[627] 518. Wilhelm Tell

Zuerst bei Peter Etterlin von Lucern, Basel 1764, S. 28-31. Stumpf und andere. Spiel vom Tell und altes Volkslied. [Hagens Rez. des Wunderhorn, Jen. L.Z. 1810, Sp. 282, 283. – Fischart: Garg., ed. 1600, Bl. 264: »Wie dem Wilhelm Tell der Bolz im Goller.«


519. Der Knabe erzählt's dem Ofen

Etterlin, S. 42, 43. J. Müller, II, 92. Vergl. II, 215, von der Zürcher Mordnacht.


520. Der Luzerner Harschhörner

Etterlin, S. 11. Simler: Eidgenossenschaft, Zürich 1645, 8, S. 340.


521. Ursprung der Welfen

Reiner Reinek von Steinheim [Reineccius]: Brandenburger Chronica, Wittenberg 1580, 4, gleich eingangs nach alten Chroniken. Crusius: Ann. suev. dod., I, p. 337 (nach Brusch ex relatu senum). Bucelinus: Monachus weingartensis, in Germ. s. et prof., T. 2, p. 363. [Ein Welf von Swaben. Man. 2, 64a.]


522. Welfen und Giblinger

Alte Zusätze zu Königshofen, ed. Schilter, S. 424. Vgl. Pfister: Schwäb. Gesch., II, S. 176.


523. Herzog Bundus, genannt der Wolf

Lirer: Schwäb. Chronik, Kap. 17.


524. Heinrich mit dem güldenen Wagen

Annalista Saxo, p. 660. Ludewig reliq., T. 8, 150. Bange: Thür. Chron., Bl. 30, 31. [Etichowolpus.] Aventin: Bair. Chron., Bl. 304 und 363. [Mader: Antiq. brunsv., p. 25. Hess: Mon. guelf., p. 7, 8.]


525. Heinrich mit dem goldenen Pfluge

R. Reineccii Expositiones geminae de Welforum prosapia. Frankof. 1581, fol. p. 22, 23, aus einer handschriftl. altdeutschen Chronik. Desgl. auch in der deutschen Ausgabe des Reinek, Wittenb. 1580, 4.


526. Heinrich der Löwe

Nach dem Volkslied.


527. Ursprung der Zähringer

Chronik von Freyburg, hinter Schilters Königshofen, S. 44, 45.


528. Herr Peter Dimringer von Staufenberg

Nach dem altdeutschen Gedicht Erkenbolds aus dem XIV. Jahrh.


529. Des edlen Möringers Wallfahrt

Nach dem alten Lied. Vergl. Schmid in Bragur, III, 402. Gräters Odina, S. 200-210.


530. Graf Hubert von Calw

Crusius: Annales suevici dodecas, Francof. 1595, II, p. 263.


531. Udalrich und Wendilgart und der ungeborne Burkard

Ekkehardus monachus (ap. Goldast, I, p. 40, 41).


[628] 532. Stiftung des Klosters Wettenhausen

Crusius: Ann. suev. dod., II, p. 149, nach Brusch.


533. Ritter Ulrich, Dienstmann zu Wirtenberg

Altd. Gedicht im Cod. vindob. phil. 119, fol. 188 bis 192. [Hartmann von Wirtenberg, Stifter der Gröning. Linie (um 1243). Docen im Morgenbl. 1818, Nr. 107.]


534. Freiherr Albrecht von Simmern

Crusius: Ann. suev. dod., II, p. 361, 362. Der vielförmige Hinzelmann, 111-120. Bräuners Curiosit., 319-335.


535. Andreas von Sangerwitz, Komtur auf Christburg

Caspar Schütz: Beschreibung der Lande Preußen, 1599, fol. Bl. 102, 103. Happel: Denkwürdigkeiten der Welt, IV, 407, 408. Caspar Henneberger: Erklärung des großen Preuß. Landtafel. Rauschink: Gespenstersagen, Rudolst. 1817, St. 2.


536. Der Virdunger Bürger

Ottocar von Hornek, cap. 335-338, bei Pez, p. 298-301.


537. Der Mann im Pflug

Flamländisches Volksbuch: Florentina de getrouwe. Volkslied vom Grafen von Rom, in Adelungs Magazin, Bd. 2, St. 3, S. 114-120. Vergl. Aretins Beitr., 1806, S. 322. Vergl. Gesta, rom., cap. 69. [Fischart: Garg., S. 73 a: »auff das sie jhren Alexander von Metz im weißen Badhembd am Pflug nicht verliere.«]


538. Siegfried und Genofeva

Freher: Origines palatinae, pars II, 1612, fol. p. 38, 39, und Anhang, S. 18-22, aus einer alten Frauenkircher Handschrift.


539. Karl Ynach, Salvius Brabon und Frau Schwan

Iehan le Maire: Illustrations de Gaule, Paris 1548, 4, lib. III. Bl. 20-23. (Vergl. Tacitus: Hist., IV, 55.)


540. Der Ritter mit dem Schwan

Flamländ. Volksbuch. Altdeutsch in einem Manuskript der Paulinerbibl. zu Leipzig, Nro. 89 (Feller 292). [Helias aus Aelius Gracilis, b. Tac.: Ann., XIII, 53,]


541. Das Schwanschiff am Rhein

Helinandi Chronicon, lib. IV. Vincent. bellovac. sp. hist. [Es soll da nichts stehen. Reiffenberg: Schwanr., XXIII.] Gerhard von Schuiren. [Tross, p. 77-84.] Hopp: Beschr. von Cleve, 1656, p. 148-150. Abel: Samml. alter Chroniken, Braunschw. 1732, S. 54. Görres: Lohengrin, LXXI-LXXIII.]


542. Lohengrin zu Brabant

Altdeutsches Gedicht. Vergl. Parzival, 24624-24715, und Fürtrer, bei Hofstäter, II, 131-171.


543. Loherangrins Ende in Lothringen

Nach dem Titurel. Vergl. Fürtrer, bei Hofstäter, II, 174-182.


[629] 544. Der Schwanritter

Nach Conrads von Würzburg Gedicht.


545. Der gute Gerhard Schwan

Nordische Volksbücher von Kaiser Carl. Vergleiche Nyerup: Morskabsläsning, S. 90, 91. [Das gute zugefügt nach Rudolfs Gedicht?]


546. Die Schwanringe zu Plesse

Joh. Lenzner: Plessisches Stammbuch, aus dem ungedruckten Calendar. hist. Joannis Gasconis monachi. Vergl. Meier: Plessische Denkwürdigkeiten, Lp. 1713, 4, S. 115-122.


547. Das Oldenburger Horn

Hamelmann: Oldenb. Chronik, 1595, T. I, c. 10. Winkelmann: Oldenb. Chr., T. I, c. 3.


548. Friedrich von Oldenburg

Chron. rastedense, ap. Meibom, II, p. 90, 91. Gryphianders Schauspiel Fridericus Leomachus, 1609. Möleman: De certamine Friderici cum Leone, Hafn. 1749. Dreyer: Misc., S. 69. [Vergl. Voigts Hildebrand, S. 292, 293.]


549. Die neun Kinder

Halems Schriften, Münster 1803, T.I. Misc. für neue Weltkunde 1811, Nr. 11.


550. Amalaberga von Thüringen

Gregorius: Turon., III, 4.


551. Sage von Irminfried, Iring und Dieterich

Witichind: Gesta Saxon., lib. I. Vergl. Rohte, ap. Menken, 1644-1650, und Abbas urspergensis, p. 201-204.


552. Das Jagen im fremden Walde

Bange: Thür. Chron., Bl. 43, 44. Altes Volkslied von der Frau von Weißenburg, Wunderhorn, I, 242. [Aus Brotufs Chron., lib. 2, cap. 12.] Rohte a.a.O., 1672, 1673. Gerstenberger a.a.O., S. 114, 115. Winkelmann, VI, 201-203.


553. Wie Ludwig Wartburg überkommen

Bange: Thür. Chron., Bl. 44, 45. Gerstenberger a.a.O., S. 118, 119. Rohte a.a.O., 1674, 1675.


554. Ludwig der Springer

Bange: Thür. Chron., Bl. 48, 49. Winkelmann, VI, 210. Rohte, 1675, 1676. Gerstenberger, S. 183-186. [Vergl. C. Fr. Reinhardi Comment., p. 20, 21. Bechstein, I, 177.]


555. Reinhartsbrunn

Bange, Bl. 49, 50. Rohte, 1677, 1678.


556. Der hartgeschmiedete Landgraf

Rohte a.a.O., 1683, 1684. Bange: Thür. Chronik, Bl. 60, 61. Gerstenberger, S. 152-154. Koch: Beschreibung der Wartburg, S. 22. Winkelmann, VI, 228, 229. Vergl. Kinderlings Untersuchung dieser Fabel in[630] der Odina, Breslau 1812, S. 140-151. [Ähnliche Sage von Gauffredus und dem Köhler, Joannis monachi Historia Gauffredi, Paris 1610, p. 26-29.]


557. Ludwig ackert mit seinen Adligen

Bange: Bl. 61. Winkelmann, VI, 230. Rohte, 1684. Gerstenberger, S. 242, 243.


558. Ludwig baut eine Mauer

Bange: Bl. 62, 63. Winkelmann, VI, 234. Rohte, 1685.


559. Ludwigs Leichnam wird getragen

Bange, Bl. 64. Winkelmann, VI, 235. Rohte, 1686.


560. Wie es um Ludwigs Seele geschaffen war

Bange, Bl. 65, 66. Gerstenberger a.a.O., S. 254-267. Rohte, 1686, 1687. [Caesarius heisterb., 1, 34, 12, 2, 1, 27. Plenarium von 1514, Bl. 47b, aus Cäsarius.]


561. Der Wartburger Krieg

Jo. Rohte: Chronicon thuring., ap. Menken, II, 1697-1700. Leben der heil. Elisabeth in altdeutschen Reimen, ibidem 2035-45. Chronica pontificum et archiepisc. magdeburgens., bei Wagenseil und Tenzel. Gerstenberger: Thüring. Chronik, apud Schminke, I, 277-286.


562. Doktor Luther zu Wartburg

Berkenmeyer, S. 671. Und mündliche Sage.


563. Die Vermählung der Kinder Ludwig und Elisabeth

Gerstenberger a.a.O., S. 281, 287-289.


564. Heinrich das Kind von Brabant

Thüringische Volkssage, vergl. Brandes: Einfluß und Wirk. des Zeitgeistes, 1. Abt., Hannover 1810, S. 164. Thür. Chronik in Senkenberg: Sel., III, 330. Spangenberg: Sächs. Chronik, Fft. 1585, S. 446. Bange: Thüring. Chronik, Bl. 99, 100. Winkelmann: Hessische Chronik, S. 286, 287. Rohtes Chronik, ap. Menken, I, 1738-1742.


565. Frau Sophiens Handschuh

Imhofs handschriftliche Chronik von Hessen und Thüringen, Bl. 33, und in Senkenberg: Selecta, III, 325-328. cf. hist. Thuring., ap. Pistor, I.p. 1329 (edit. 1731).


566. Friedrich mit dem gebissenen Backen

Rohte, I, 1743-1745. Bange, Bl. 103, 104.


567. Markgraf Friedrich läßt seine Tochter säugen

Rohte, I, 1747.


568. Otto der Schütze

Senkenberg: Selecta, III, 352-363. Spangenbergs Adelspiegel, T. 2, Buch 9, Kap. 3. J.H. Schminke: Untersuch. von Otto dem Schützen.


569. Landgraf Philips und die Bauersfrau

Kirchhofs Wendunmuth. Winkelmann, S. 586, 587. [Rommel, 4, 434.]


[631] 570. In Ketten aufhängen

Wigand: Hess. Chronik, I, 90, 91. Vgl. Hess. Denkwürdigkeiten, IV, 2, S. 477.


571. Landgraf Moritz von Hessen

Mündliche Sage in Hessen.


572. Brot und Salz segnet Gott

Prätorius: Wünschelruthe, S. 7-9.


573. Nidda

Schwarz in den Hess. Denkw., IV, 2, 298, aus mündlicher Sage.


574. Ursprung der von Malsburg

Winkelmann: Beschr. von Hessen, VI, 127.


575. Ursprung der Grafen von Mansfeld

Otmars Volkssagen, 201, 202.


576. Henneberg

Alte Chronik in Senkenberg: Sel. juris, III, p. 311, 312. Bange: Thür. Chronik, Bl. 18, 19.


577. Die acht Brunos

Cyr. Spangenberg: Quernfurtische Chronik, 1590, 4, S. 134-138. Casp. Schneider: Beschreib. von Querfurt, S. 14-16.


578. Die Eselswiese

Spangenberg: Quernfurt. Chronik, S. 128, 132, 133.


579. Thalmann von Lunderstedt

Agricola: Sprichwort, 189.


580. Hermann von Treffurt

Becherer: Thüring. Chronik, S. 337, 338. Andr. Toppius: Hist. von Eisenach, herausgeg. von Junker, S. 22 und 57. Melissantes: Orogr., unter Hellerstein.


581. Der Graf von Gleichen

Sagittarius: Gleichische Historie, B. I, c. 5. Pauli Jovii (Götze) Chronicon schwarzburg. Tenzel: Monatliche Unterr., 1696, S. 599-620. Melissantes: Bergschlösser, S. 20-31.


582. Hungersnot im Grabfeld

Annales fuldenses ad ann. 850.


583. Der Kroppenstedter Vorrat

Bratring: Mag. für Land- und Geschichtskunde, erstes Heft 1798. Otmars Volkssagen, S. 46, 47.


584. So viel Kinder als Tag' im Jahr

Becherer: Thüring. Chronik, S. 294, 295. Rheinischer Antiquarius, S. 876, 885. [Detmar, I, 442, ad a. 1313, mit einigen Besonderheiten.]


585. Die Gräfin von Orlamünde

Lazius: De migrat. gent., lib. 7. Waldenfels: Antiquitatis selectae libri XII, Norimb. 1677, 4, p. 465-474. Vergl. Jungs Anmerk, zum Titelkupfer seiner Geisterkunde. [Vgl. Docens Marginal. zu Koch, S. 316. Vgl. zu Kindermärchen, III, pag. 197. Vgl. Andr. Gryphius, p.m. 744: O lieber Löwe laß mich leben – ich will dir gerne meine Schaube geben.]

Fußnoten

1 Nämlich zur Zeit, wo Thomas Leodius nach Heidelberg kam (vor 1535), lebte dort ein Altertumsforscher Johann. Berger: Is a me interrogatus, quae de Heydelbergae antiquitatibus sciret, depromsit libellum vetustissimis characteribus descriptum, quem diligentissime perlegi et memoriae quantum potui commendavi.


Quelle:
Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsche Sagen. Zwei Bände in einem Band. München [1965].
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