Tunis [1]

[799] Tunis (Tunesien, bei den Arabern Ifrikija), einst Vasallenstaat des türk. Reiches in Nordafrika (s. Karte »Algerien etc.«), seit 1881 (nähere Bestimmungen 1883) Schutzstaat Frankreichs, zwischen Mittelländischem Meer, Tripolis und Algerien, 167,400 qkm mit 1,5–1,8 Mill. Einw. Von dem 651 km langen Küstensaum ist der Osten flach, sandig und unfruchtbar, der Norden hoch, steil und felsig, mit zahlreichen Vorgebirgen (Kap Blanc, Bon). Von NO. dringt der Golf von T. ein, von O. die von Hammamet und von Gabes (Kleine Syrte); vor letzterm liegen die Inseln Kerkenah und Dscherba. Für die Oberflächengestalt lassen sich vier Regionen unterscheiden: 1) das bergige Tell, mit Wäldern, Maisfeldern und Weiden, 2) das Küstenland Sahel mit Oliven, von ehemals großer Fruchtbarkeit, das auch die Hoffnungen für die Zukunft birgt, 3) die Hochflächen (Dschebel Mechila 1477 m), mit Korn, Vieh und Halfa (ein Drittel nicht kultivierbar), 4) die tunesische Sahara, wasserarm mit Ausnahme der Oasen. Zwischen den Schotts Gharsa (-21 m) und El Dscherid (vielleicht Lacus Tritonis der Römer) liegt die dattelreiche Landschaft Biled ul Dscherid (s. d.). Die meisten Bäche und Flüßchen (Wadi) aus den quellenreichen Gebirgen verlieren sich im Sand oder sind nur Küstenflüsse von kurzem Lauf, so daß kein Fluß schiffbar ist. Der bedeutendste ist der Medscherda (s. d.), der bei Porto Farina ins Mittelmeer mündet und die Uferlandschaften durch Schlammablagerungen befruchtet, nächst ihm Wadi el Kebir und Wadi el Miliana; die großen Ebenen des Innern sind sehr wasserarm. In seinem geologischen Bau (s. Afrika, S. 136) schließt sich T. an Algerien eng an. Abgesehen von einer Reihe vulkanischer Bildungen an der Küste von der Insel Galita westwärts nach Algerien zu, bestehen die nördlichen Gebirge, Ausläufer des Großen Atlas (s. d., S. 48), aus stark gefaltetem Jura, Kreide und eocänem Nummulitenkalke; große Zerrissenheit, geologisch wie orographisch, ist das Kennzeichen des tunesischen Atlas, die dadurch erklärt wird, daß neben dem Hauptdruck von N. ein schwächerer von O. gekommen[799] ist. Miocäne Ablagerungen gibt es im Gebiet der Schotts (s. Schott), Mineralquellen bei Tunie (Hammam el Enf), zu Gurbos, Tozer und Gafsa. Mineralprodukte sind an der Küste Salz, Salpeter bei Kairuan, Zink- und Bleierze an sehr vielen Stellen, besonders am Dschebel Resas (Bleiberg) bei Tunis und bei Dschebba im Korragebirge, Eisenerze bei Tabarka, Kupfer und Quecksilber bei Ouled Sultan, Gold im Sande bei Sidi Bussaïb bei Karthago, Phosphorite am Dschebel Nasser Allah südlich von Kairuan, bei Gafsa, Zaghuan etc. Der nordöstliche Teil von T. ist am fruchtbarsten. Das Klima zeigt große Gegensätze nach der Lage; man unterscheidet vier Zonen; Küste, höhere und niedere Plateauerhebungen und Oasen. An der Küste ist es gemäßigt, gleichförmig und gesund, der Winter gleicht unserm Frühjahr, im Juli und August steigt unter dem Einfluß der Glutwinde aus der Sahara das Thermometer bis über 40°; Tunis Jahrestemperatur: 19,6°, Januar 11,3°, April 18,1°, Juli 27,3°, Oktober 21,7°; doch kommt auch Kälte im Winter vor. In Souk el Djemaa (1058 m) ist die Jahreswärme 13,9°, Januar 3,9° (bei Kältegraden bis -7°). Regenmenge Küste 70 cm, im Innern weniger; doch tritt dafür Taufall ein. Von Oktober bis April regnet es häufig. Die Vegetation hat mediterranen Charakter. Hier wachsen neben niedrigen Palmen (Chamaerops), Agaven, Tamarinden und Ficus-Arten (Acanthodactylus, Varanus, Agama u. a.) Dattelpalmen und Bananen, Orangen, Granaten, Mandeln, Oliven, Johannisbrotbäume etc. Die früher arg verwüsteten Wälder suchen die Franzosen wieder aufzuforsten. T. gehört zoogeographisch der mittelländischen Subregion der paläarktischen Region an. Unter den Säugetieren sind charakteristisch die Springmäuse, unter den Vögeln einige Raubvögel, ein Würger, ein Steinschmätzer und Wüstenläufer, unter den Reptilien einige Eidechsen- und Schlangengattungen (Coctopeltis, Psammophis Zamenis). Die 1,5–1,8 Mill. starke Bevölkerung besteht, abgesehen von 60,000 Juden und 90,000 Christen, aus Mohammedanern, Berbern und Arabern (vielfach gemischt). Die Juden (meist aus Spanien und Portugal) wohnen in den Städten und genießen unter der französischen. Herrschaft gleiche Rechte mit andern. 1901 gab es Franzosen 24,200, Italiener 67,400, Malteser 12,000, Spanier, Griechen, Schweizer, Österreicher etc. 3200, Europäer zusammen also etwas über 100,000. Die 144 französischen öffentlichen Schulen wurden 1905 von 20,377 Schülern besucht, daneben bestehen mohammedanische Schulen (die Schule der großen Moschee mit 700 Studierenden). Von der Gesamtfläche sind 47 Proz. fruchtbares Land, 10 Proz. Hochlandsteppen, 43 Proz. Wüste. Unter Kultur waren 1905: 1,059,000 Hektar. T. ist ein Ackerbaustaat. Die Dattelernte im Biled ul Dscherid ist eine der wichtigsten Einnahmequellen. Ferner werden erzeugt: Weizen, Hafer, Mais, Gerste, Sorgho, Bohnen, Olivenöl, Wein. Die Erträgnisse der Staatsforsten (1905 auf 134,000 Hektar geschätzt) ergaben ca. 1 Mill. Fr. Der Viehbestand betrug 1904: 35,596 Pferde, 113,985 Esel und Maulesel, 183,748 Rinder, 1,094,761 Hammel und Schafe, 574,281 Ziegen, 147,229 Kamele, 15,357 Schweine, ist aber 1905 infolge anhaltender Trockenheit sehr zurückgegangen. Fischerei (1905) auf Anschovis (173,815 kg), Sardinen (136,043 kg), Thunfische (1,932,000 kg), Allasch (939,268 kg). Schwämme (1906: 150,619 kg) und Polypen (163,956 kg) wird namentlich von Italienern betrieben. Der Bergbau liefert Blei und Zink (1905 für 5 Mill. Fr. Ausfuhr), vor allem aber aus den 60 km langen Phosphatlagern von Gafsa und den neu aufgeschlossenen Lagern von Kalaa-Djerda und Kalaa-es-Senam Phosphate (13 Mill. Fr.). Die Industrie erzeugt rote Mützen (Fes), Saffian, Korbwaren, Teppiche, Seiden- und Wollwaren, irdenes Geschirr; neu ist die lebhaft aufblühende einheimische Mühlenindustrie, so daß das Getreide meist jetzt im Lande verarbeitet werden kann. Der wachsende Handel (seit 10 Jahren verdoppelt) konzentriert sich besonders in der Stadt T. (Goletta), Biserta, Mehdia, Sfaks, Susa und Dscherba. Die Einfuhr (sie war zum ersten Male 1904 zum Stillstand gekommen, was man den hohen Zöllen [1904] auf ausländisches Mehl und Getreide zuschiebt) betrug 1905: 90,954,168 Fr. (davon aus Frankreich und Algerien 56,701,339 Fr.), die Ausfuhr 58,276,583 Fr. (nach Frankreich und Algerien 31,377,072 Fr.). Eingeführt werden baumwollene Zeuge, Eisen, Blei, Manufakturwaren, Wein, Branntwein, Zucker, Kaffee etc., aus dem Sudân Senna, Straußfedern, Gummi, Elfenbein, ausgeführt wurden Olivenöl (6,3 Mill. Fr.), Vieh, Wein. Gerberlohe, Häute, Halfa, Fische und Bergwerkserzeugnisse. Tabak, Salz (über 1/2 Mill. kg), Kriegswaffen, Pulver, Zündhölzer und Spielkarten sind Staatsmonopol.

Münzwesen. Seit 1892 gilt ausschließlich französische Währung ohne das Fünffrankenstück. 1904 erhielt eine Filiale der Bank von Algerien das Recht zur Ausgabe von tunesischen Banknoten. Maße und Gewichte. 1895 wurde das metrische System außer für Flächen und Räume eingeführt. Von den bisherigen Hauptmaßen sind Drâ oder Pik arbi für Baumwollwaren = 49,29, Pik turki für Seidengewebe = 64,52 und Pik andulsi für Wollwaren = 64,85 cm; die Uiba für trockene Dinge zu 12 Sâa = 1/16 Kaffis oder in T. 40,18 Lit.; die Uckie oder Unze zu 62/3 Metkal oder 8 Tsem = 1/13 Rottoloattari oder 31,487 g.

In die 19 Häfen der Regentschaft liefen 1906 ein 13,416 Schiffe von 3,566,661 Ton., darunter 3727 Dampfer von 3,412,4724., unter französischer Flagge 2286 Schiffe von 1,682,868 T., tunesische 8429 Segelschiffe mit 86,887 T. Die Länge der Eisenbahnen beträgt 960 km, die Telegraphen sind 3445 km lang bei 10,270 km Drähten und 137 Ämtern. Die Post beförderte 1904 durch 349 Ämter 9,290,088 Sendungen im innern, 20,286,684 im äußern Verkehr. Untermeerische Kabel verbinden T. mit Algerien und Europa. Der Bei steht durch den Vertrag von Kasr el Said (12. Mai 1881, ergänzt 8. Juni 1883) unter französischem Protektorat und erhält jährlich 1,712,700 Fr. Die Verwaltung liegt ganz in französischen Händen: unter dem Ministerium des Äußern in Paris steht ein französischer Generalresident mit einem Ministerium von 9 Mitgliedern (2 Araber). Die Regentschaft ist in 13 Zivilkontrollbezirke, 2 Militärkreise und 1 Militärposten eingeteilt. Die größern Städte haben Munizipalverfassung nach französischem Muster. Regierender Bei und »Besitzer des Königreichs T.« ist Sidi Mohamed, dem eine aus Infanterie, Kavallerie und Artillerie bestehende Ehrengarde belassen ist. Die französischen Truppen zählen 14,700 Mann (einschließlich 700 Offizieren). Vor T. sind einige Kriegsschiffe stationiert; Biserta ist zum Kriegshafen ersten Ranges ausgebaut. Nach dem Budget für 1905 betrugen die Einnahmen (Zölle, Steuern, Monopole etc.) 30,12 Mill. Fr., die Ausgaben 30,02 Mill. Fr., die Staatsschuld 12,38 Mill. Fr. Das Wappen von T. s. Tafel »Wappen IV« mit Beschreibung; die Flagge s. Tafel »Flaggen I«.[800]

[Geschichte.] T. (Tunes) war im Altertum neben Karthago ohne Bedeutung. 255 v. Chr. wurde beim Orte T. der Römer Regulus (s. d.) von den Karthagern unter Xanthippos besiegt. Erst nach Karthagos Zerstörung durch die Araber 699 n. Chr. kam T. empor. Es gehörte zum Reich Kairuan, seit 1100 zu Marokko. Seit 1140 herrschten die Almohaden, seit 1260 die Meriniden in T., das ein blühendes Land war. 1270 unternahm Ludwig IX. von Frankreich den (7.) Kreuzzug gegen T., starb aber bei der Belagerung. 1533 bemächtigte sich Chaireddin Barbarossa (s. Barbarossa 2) der Herrschaft in T.; doch 1535 eroberte Karl V. T., plünderte es und befreite 20,000 Christensklaven. Am 29. Sept. 1574 ward es aber wieder von dem türkischen Admiral Sinan Pascha erobert, der es als Lehnsmann der Pforte behielt. Nach seinem Tode (1576) entriß seinem Nachfolger Kilik Ali der Boluk-Baschi die höchste Gewalt. Die türkische Miliz wählte nun einen Dei als Inhaber der höchsten Gewalt, entthronte und ermordete aber die meisten nach kurzer Regierung. Unter Kara Osman bemächtigte sich der Bei (anfangs nur ein mit der Eintreibung der Steuern und des Tributs beauftragter Beamte). Murad, der öffentlichen Gewalt und machte dann diese in seiner Familie erblich, den wählbaren Dei in Abhängigkeit erhaltend. Murad Beis Nachkommen regierten ein Jahrhundert und vergrößerten ihre Macht im Hinterland und durch Seeraub. Doch zahlten sie dem Dei von Algier Tribut.

Die jetzige Dynastie von T. begann 1705 mit Hussein Ben Ali. Palastrevolutionen, Janitscharenaufstände und Hofränke wechselten seitdem unaufhörlich. Nach der Eroberung von Algier durch die Franzosen unterstützte T. anfangs Abd el-Kader, versprach aber schon im Vertrag vom 8. Aug. 1830 Abschaffung der Seeräuberei und Sklaverei und die Abtretung der Insel Tabarka. Der Bei Sidi Mustafa, der 1835–37 seinem Bruder Sidi Hussein folgte, schloß sich mehr an die türkische Regierung an. Sidi Mustafas Sohn, Sidi Ahmed, unternahm große Bauten und erweiterte seine Militärmacht, ward aber von der Pforte durch Einschreiten der Großmächte zur Herabsetzung der Truppenzahl und zu jährlicher Ablegung eines Rechenschaftsberichts gezwungen. Ihm folgte 1855 bis 23. Sept. 1859 sein ältester Sohn, Sidi Mohammed, der namentlich den Handel förderte. Die Judenverfolgung vom Juni 1857 veranlaßte die europäischen Konsuln zur Intervention; unter dem Beistand des französischen und englischen Generalkonsuls kam eine liberale Gesetzgebung und Verwaltungsorganisation zustande. Mohammeds Bruder Mohammed es-Sadok gab im April 1861 dem Land sogar eine Verfassung. Doch entfaltete er zu viel Glanz und ahmte die Einrichtungen der Großstaaten nach. Die Erträgnisse der Anleihen flossen zum geringsten Teil in die Staatskasse, veranlaßten aber einen verderblichen Steuerdruck. Es-Sadok mußte endlich die Zinszahlung der Staatsschulden (275 Mill. Frank) einstellen. Dies gab 1869 den Anlaß zu einer Einmischung, die namentlich die finanzielle Verwaltung in T. von Frankreich abhängig zu machen strebte. Dieses brachte dann mit England, Italien und Preußen eine europäische Kontrolle über die tunesischen Finanzen zustande; durch Abtretung der Zolleinnahmen wurde für die Verzinsung der auf 125 Mill. Frank reduzierten Staatsschuld Sorge getragen. Das Verhältnis von T. zur Pforte ward auf Betreiben Chaireddin Paschas (s. d.) während des deutsch-französischen Krieges 25. Okt. 1871 so geregelt, daß der Sultan auf den Tribut verzichtete, der Bei dafür seine Oberhoheit anerkannte und ohne seine Erlaubnis keinen Krieg zu führen, in keine diplomatischen Verhandlungen mit dem Ausland einzutreten etc. versprach. 1877 schickte der Bei dem Sultan Geld und Truppen gegen Rußland. Die Mißwirtschaft wurde unter dem Minister Mustafa ben Ismain immer ärger. Unter den Ausländern erlangten inzwischen die Italiener größere Bedeutung. Dies veranlaßte Frankreich 1881, einen Einfall der räuberischen Krumirs zum Vorwand zu nehmen, um den Bei 12. Mai zum Bardovertrag zu zwingen, der T. unter französisches (Polizei-) Protektorat stellte. 1882 wurde die Verwaltung französisch organisiert. Der französische Generalresident wurde oberster Minister und eigentlicher Herr des Landes; eine französische Besatzung sicherte den Besitz. Der Marsa-Vertrag vom 8. Juni 1883 gab der französischen Regierung volle Protektoratsvollmacht zu allen Reformen und zur Regelung der Finanzen. Seitdem spricht man von einer »Tunisierung« Nordafrikas durch die Franzosen. Der Bei (28. Okt. 1882 bis 11. Juni 1902 Sidi Ali, 12. Juni 1902 bis 11. Mai 1906 sein Sohn Sidi Mohammed el-Hadschi, seit 12. Mai 1906 dessen Vetter Mohammed el-Nasser, der Sohn eines jüngern Bruders von Sidi Ali Bei, geb. 1856) erhält eine Zivilliste von 1,712,700 Fr. Die Kapitulationen und die Konsulargerichtsbarkeit wurden 1884 abgeschafft, die Verwaltung der Privatdomänen, der Zivilliste des Beis und der der Krone zugeteilten Staatsdomänen Ende Juni 1902 einem französischen Administrator übertragen und im Juli 1903 T. in den Geltungsbereich des französischen Vereinsgesetzes vom 1. Juli 1901 einbezogen. Vgl. v. Hesse-Wartegg, T., Land und Leute (Wien 1882); Fitzner, Die Regentschaft T. (Berl. 1895); Tissot, Exploration scientifique de la Tunisie (Par. 1884–88, 2 Bde., mit Atlas); Faucon, La Tunisie avant et depuis l'occupation française (das. 1892, 2 Bde.); Vuillier, La Tunisie (Tours 1896); »La Tunisie«, Bd. 1 u. 2: Histoire et description (Par. 1896), Bd. 3 u. 4: Agriculture, industrie, etc. (2. Aufl. 1900); »La Tunisie an début du XX, siècle« (das. 1904, Sammelwerk); Schanz, Algerien, Tunesien, Tripolitanien (Halle 1905); Schönfeld, Aus den Staaten der Barbaresken (Berl. 1902); Pervinquière, Étude géologique de la Tunisie centrale (Par. 1903); Thomas, Essai d'une description géologique de la Tunisie (das. 1907, Bd. 1); Clarin de la Rive, Histoire générale de la Tunisie (das. 1895); Loth, Histoire de la Tunisie (das. 1898); Vivian, Tunisia and the modern Barbary pirates (Lond. 1899); Broadley, The last Punic war. T. past and present (Edinburg 1882, 2 Bde.); »L'expédition militaire en Tunisie 1881–1882« (amtlich, Par. 1898); Sladen, Carthago and T. (Lond. 1906, 2 Bde.); »Guide annuaire tunisien« (seit 1891); Reisehandbücher von Joanne-Jacqueton u. a. (Par.), Conty (das.), Cook (Lond.), deutsche: von Spatz (Halle 1902), Friedberger (Tunis 1906); Karte von Kiepert (1:800,000), Perrier (1:200,000, hrsg. vom französischen Kriegsministerium 1884–1886); Mager, Atlas d'Algérie et Tunisie (Par. 1900); Babelon, Cagnat und Reinach, Atlas archéologique de la Tunisie (das. 1893 ff.).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 19. Leipzig 1909, S. 799-801.
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