Industrieausstellungen

[897] Industrieausstellungen (Gewerbeausstellungen), 1) überhaupt Ausstellungen von Gewerbsproducten; sie sind theils ständige, theils zu gewissen Zeitpunkten wiederkehrende, z.B. die Weihnachtsausstellungen in Bazars, u. beiderlei Arten zielen auf den Verkauf der ausgestellten Gegenstände; insbesondere aber 2) diejenigen Ausstellungen von Gewerbsproducten, bei denen es nicht sowohl auf den Verkauf der ausgestellten Gegenstände abgesehen ist, als vielmehr darauf, ein treues Bild von dem Zustande der Gewerbsthätigkeit eines Landes (National-I.) od. eines Erdtheiles, ja wohl der ganzen Erde (Welt- od. Universal-I.) zu geben, Vergleiche machen zu lassen unter den Industriegegenständen u. Gelegen[897] heit zu weiter tragenden Verbindungen zu geben. Die erste Idee, I. zu veranstalten, ging in Frankreich von dem Marquis d'Aveze aus, zur Zeit der Directorialregierung, welcher den darniederliegenden Fabriken der Gobelins etc., die unter seiner Aufsicht standen, dadurch bessern Absatz zu verschaffen suchte. Durch die bald darauf erfolgende Verbannung der Adeligen aus Paris wurde das Unternehmen gestört, u. erst Bonaparte führte es aus. Die erste I. fand i. J. 1798 auf dem Marsfelde statt; sie gewährte nur ein unvollkommenes Bild von dem Zustande der französischen Industrie seit ihrer Wiedererhebung, da wegen der raschen Ausführung die entfernteren Provinzen an der Theilnahme verhindert u. nur Paris u. die benachbarten Departements vertreten waren. Auf dieselbe folgten 1801, 1802 u. 1806 die zweite, dritte u. vierte, aber erst 1819 die fünfte u. 1823 die sechste, als das gegebene Beispiel schon an mehreren Orten Deutschlands, wenn auch nur schwache u. vereinzelte Nachahmungen gefunden hatte. Den ersten Versuch, die mancherlei Erzeugnisse des deutschen Gewerbfleißes in einer deutschen I. zu vereinigen, machte 1842 der Gewerbverein in Mainz. Doch waren seine Mittel u. sein Einfluß nicht groß genug, um die von ihm aufgestellte Idee vollständig auszuführen. Großartiger u. umfassender waren die Leistungen der deutschen Gewerbeausstellung in Berlin 1844, welcher daselbst schon 1827 eine kleinere preußische Ausstellung vorausgegangen war. Doch waren auf dieser nächst Preußen noch immer hauptsächlich nur die Zollvereinsstaaten vertreten. Es kamen nämlich von ca. 3000 Ausstellern fast 2000 auf Preußen, 800 auf den übrigen Zollverein, 60 auf Österreich u. 170 auf das übrige Deutschland. In Wien, wo auch schon 1835 u. 1839 kleinere Ausstellungen stattgefunden hatten, kam 1845 eine I. zu Stande, auf welcher die Zahl der Aussteller nahe an 2000 war. Die dritte allgemeine deutsche I. fand in Leipzig 1850 statt, wo die Zahl der Einsender sich auf ca. 1400 belief.

Inzwischen hatte auch England seine bisherige Abneigung gegen die I. zum Theil aufgegeben; nachdem 1845 die Anti-Cornlaw-League zu London eine Ausstellung englischer Gewerbserzeugnisse veranstaltet hatte, beschloß die Londoner Gesellschaft zur Beförderung der Künste u. Gewerbe unter dem Präsidium des Prinzen Albert nunmehr jährlich Ausstellungen mit Prämienvertheilungen zu veranstalten, 1847 wurden zwar meist nur Mineralfabrikate eingeliefert; allein schon bei der Ausstellung von 1849 kamen auch viele Gewerbe hinzu, u. am Schluß dieser Ausstellung machte der Präsident der Gesellschaft den Vorschlag, eine Ausstellung aller Völker in London zu veranstalten, bei welcher die Gewerbthätigkeit aller Nationen vertreten sein sollte. Diese Idee fand Beifall u. kam 1851 zur Ausführung. Da es bei der zu erwartenden großen Anzahl auszustellender Gegenstände an einem geeigneten Localemangelte, so wurde nach dem Plane Paxtons (s.d.) ein eignes Gebäude (Krystallpalast) errichtet. Dasselbe hatte die Gestalt eines länglichen Vierecks, war 1848 Fuß lang, 408 F. breit u. 66 F. hoch, ruhte auf 3230 gußeisernen Säulen u. wurde in der Mitte durch ein höheres Querschiff, Transsept, gekreuzt. Der Transsept war hauptsächlich für Aufnahme der Sculpturen bestimmt, denen allein unter den eigentlichen Kunsterzeugnissen die Aufnahme gestattet war, u. bildete zugleich den Scheideraum für die Erzeugnisse der englischen in der Westhälfte u. der ausländischen Gewerbsproducte in der Osthälfte. Der ganze Palast gewährte überhaupt gegen 2000 abgesonderte Räume, von je 4 Säulen umschlossen u. je 24 Fuß lang u. breit. Die Zahl der Aussteller betrug gegen 16,000, nämlich aus Großbritannien u. Irland 7200, aus den britischen Colonien 1296, aus dem Zollverein 1563, aus den 8 nördlichen Staaten Deutschlands 157, Holland u. Limburg 114, Belgien 512, Schweiz 273, Österreich 748, Sardinien 97, Toscana 117, Rom 52, Griechenland 61, Frankreich 1760, Algerien 68, Spanien u. Colonien 300, Portugal u. Colonien 295, Rußland 385, Schweden u. Norwegen. 100, Dänemark u. Nebenländer 43, Türkei 700, Ägypten 391, Tunis, Fez, Tripolis 190, China 35, Persien 10, Vereinigte Staaten 566, Mexico 7, S. Domingo 5, Neugranada 7, Brasilien 4, Chili 1, Gesellschaftsinseln 5. Diese erste Welt-I. wurde den 1. Mai 1851 eröffnet. Nicht nur dem Rauminhalt nach, auch nach den dargelegten productiven Kräften u. Leistungen war die Ausstellung mehr als zur Hälfte eine specifisch englische. In allen Gewerbszweigen, welche für den Welthandel u. die Massenproduction entscheidend sind, in allen, wo billiges Brennmaterial u. gute Maschinen entscheiden, trat die Industrie Englands als Siegerin auf; wo dagegen Kunst od. allgemeinere wissenschaftliche Bildung als Factoren der Industrie sich geltend machten, stand anderen Ländern vielfältig der Vorrang zu. Die französische Industrie legte in allen Erzeugnissen, bei denen Geschmack, glänzendes u. modernes Äußere entscheidend sind, eine unbestrittene Meisterschaft an den Tag u. erwies sich auch hierbei als Führerin der Mode u. der Bewegung in der Industrie, dagegen erreichte sie in den für die Massenerzeugung, für den Bedarf der zahlreicheren Schichten der Bevölkerung u. für die gewöhnlichen Lebensbedürfnisse arbeitenden Sphären die deutsche u. englische nicht. In der deutschen Abtheilung der Ausstellung wurde bes. dessen Kunstsinn in den ausgestellten Gegenständen anerkannt, u. es zeigte sich außerdem, daß die deutsche Industrie in verschiedenen wichtigen Zweigen nicht nur auf gleicher, sondern in manchen selbst auf höherer Stufe hinsichtlich der Güte u. der Wohlfeilheit der Erzeugnisse steht, wie die anderer Länder, so namentlich bei Instrumenten, Buch- u. Steindrucken, Typen, Kunstgüssen u. a mit höherer Bildung der Producenten im Zusammenhang stehenden Zweigen hervor. Der Charakter der Industrie Österreichs, Belgiens u. der Schweiz zeigte sich dem der deutschen mehr od. weniger verwandt. In den orientalischen Abtheilungen entfalteten sich werthvolle Schätze für den Handel, die Ethnographie u. Mustercomposition; ihre industriellen Leistungen hatten denen Europas nicht zu folgen vermocht. Amerika u. Australien zeigten eine aus der alten Welt hinübergewanderte, auf reiche Naturkräfte, freie Entwickelung u. unbeschränkte Toncurreuz geschützte Gewerbthätigkeit, einen regen Geist der Speculation u. Combination; es fehlte nicht an ausgezeichneten, die europäischen Vorbilder schon überflügelnden Leistungen. Die ausgestellten Gegenstände waren in 34 Klassen getheilt u. jede derselben einer aus gleichen Theilen von Engländern[898] u.a. Nationen gebildeten Jury überwiesen worden. Die 34 Juries bildeten 6 Gruppen (nach der Verwandtschaft der Industrie); jede mit einem aus ihrer Mitte gewählten Präsidenten. Für Bildung u. Fällung von Urtheilen u. Zuerkennung von Preisen unterstützten sich die Juries aus ihren Gruppen, die zudem noch von besonderen Deputirten unterstützt wurden. Von den 16,000 Ausstellern bekamen 2918 Preismedaillen, 170 erste Preise (Council-medals). Mit letzteren wurden nur Erfindungen u. Verbesserungen von großer Wichtigkeit bedacht. Die Ausstellung wurde am 15. Oct. geschlossen. In Italien fand Ende 1850 in Florenz eine Ausstellung toscanischer Rohstoffe, sowie Gewerb- u. Kunstproducte statt, aus welchen die Regierung eine Auswahl zur Beschickung der Londoner Ausstellung traf; vorzüglich zeichneten sich hier Strohflechtereien, Holzschnitzereien u. Mosaiken aus.

Auf die erste Welt-I. in London folgte 1853 u. 54 die I. aller Nationen in New York. Die Anzahl der Aussteller betrug gegen 7000, davon waren aus den Vereinigten Staaten 2778, aus England 677, Frankreich 521, der Schweiz 116, aus dem zollvereinten Deutschland 873, aus Belgien u. Holland 155, aus Österreich 100, aus Italien 185, aus Schweden u. Norwegen 18, von den Westindischen Inseln 3, aus Canada 17. Die Bezeichnung Ausstellung aller Nationen war also keineswegs gerechtfertigt, u. die ausgestellten Gegenstände waren im Entferntesten nicht im Stande, ein Bild der Industrie der betreffenden Länder zu geben. Die nächste große I. war wieder eine speciell deutsche, nämlich die Allgemeine Ausstellung deutscher Industrie- u. Gewerbserzeugnisse in München vom 15. Juli bis 15. Oct. 1854. Das Gebäude der I., hatte als Hauptgrundform ein längliches Rechteck, mit einem in der Mitte rechtwinkelig gegen die Hauptachse angebrachten u. an beiden Seiten vorspringenden Transsept, so wie Vorsprünge an den beiden Stirnseiten. Das Hauptrechteck hatte 640 baiersche Fuß Länge, 160 F. Breite u. 621/2 Fuß Höhe vom Fußboden bis Anfang der aufgesetzten Satteldächer; der Transsept sprang an jeder Seite 60 Fuß vor, so daß seine ganze Länge 280 F. betrug; er hatte 160 F. Breite u. eine Höhe von 82 F. Die Zahl der Aussteller betrug 6588, diese vertheilten sich auf die verschiedenen deutschen Länder so: Anhaltische Länder 21, Baden 159, Baiern 2331, Braunschweig 26, Bremen 8, Frankfurt a. M. 45, Hamburg 78, Hannover 158, Kurhessen 132, Großherzogthum Hessen 148, Landgrafschaft Hessen 11, Liechtenstein 1, Lippe 6, Lübeck 5, Luxemburg 4, Mecklenburg 1, Nassau 57, Österreich mit seinen außerdeutschen Ländern 1477, Oldenburg 29, Preußen 767, Reuß 32, Sachsen 462, S.-Altenburg 16, S.-Koburg-Gotha 78, S.-Meiningen 26, S.-Weimar 27, Schwarzburg-Rudolstadt 5, Schwarzburg-Sondershausen 8, Württemberg 443. Die Ausstellungsgegenstände waren in 12 Gruppen gebracht: Mineralien u. Brennstoffe; landwirthschaftliche Rohproducte u. Erzeugnisse der ersten Zurichtung; chemisch-pharmaceutische Präparate, Producte u. Farbwaaren; Nahrungsmittel u. Gegenstände des persönlichen Gebrauches wie Tabak, Seife, Parfümerie, Beleuchtungsstoffe; Maschinen; Instrumente; Webe- u. Wirkwaaren, Leber u. Bekleidungsgegenstände; Metallwaaren u. Waffen; Stein-, Irden- u. Glaswaaren; Holzwaaren u. kurze Waaren verschiedener Art; Papier-, Schreib- u. Zeichnungsmaterial u. Druck; alle Leistungen der bildenden Künste. Die Commission zur Beurtheilung der Ausstellung u. der Berichterstattung über dieselbe wurde gebildet aus je einem der Commissäre, welche die Antheil nehmenden Staaten zur Überwachung der Interessen ihrer Aussteller nach München sendeten, sodann aus je einem Mitgliede auf 60 Aussteller eines jeden der betheiligten Staaten. Als Auszeichnungen wurden vertheilt 288 große Denkmünzen, 1033 Ehrenmünzen, 1629 belobende Erwähnungen.

Da die Londoner Weltausstellung zu specifisch englisch gewesen war, so sollte bei der Pariser Weltausstellung, welche am 15. Mai bis 15. November 1855 gehalten wurde, allen Nationen ein gleicher Antheil, eine gerechtere u. umfassendere Repräsentation zu Theil werden. Der Industriepalast wurde auf den Elyseischen Feldern errichtet. Von den 84–88,000 Quadratmetern, welche die Ausstellung einnahm (sie über stieg damit nur wenig den Flächenraum des Londoner Glaspalastes), gehörten der französischen Industrie keine 40,000 an; England nahm über 15,000 Quadratmeter ein, der Zollverein 8–9000, Österreich 5–6000, Belgien 4500, die Schweiz 1800 etc. Obgleich Paris keinen Welthafen hat wie London, so nahmen doch die Länder Südamerikas u. die Westindischen Inseln in einem erhöhten Maße an der Ausstellung Theil. Die über 20,000 sich belaufende Zahl der Aussteller vertheilt sich auf die verschiedenen Länder in folgender Weise: Frankreich 9000, Algerien 514, französische Colonien 6, Vereinigte Staaten 97, Deutschland mit Österreich 4000, Belgien 700, Dänemark 90, Domingo 1, England 1500, Griechenland 130, Mexico 110, Niederlande 460, Kirchenstaat 48, Sardinien 209, Schweden u. Norwegen 600, Schweiz 428, Spanien 506, Toscana 93. Alle ausgestellten Gegenstände waren in folgende 30 Klassen gebracht: Bergbau u. Metallurgie; Forstkunde, Jagd, Fischerei; Agricultur; angewandte Mechanik (Maschinen etc.); specielle Mechanik, Eisenbahnbau u. überhaupt Transport betreffend; Werkzeuge; Maschinen für Weberei u. Spinnerei; Physik, astronomische u. mathematische Apparate; Licht-, Wärme- u. Elektricitätserzeugnug (auch Lampen, Öfen etc.); Färberei u. Zeugdruckerei, Leder, Kautschuk; Conservation der Nahrungsmitttel; Pharmacie, Medicin u. Chirurgie; Marine- u. Militärgegenstände; Civilbau; Verarbeitung des Stahles; andere Metallverarbeitung (Gießerei, Blechfabrikation, Schlosserei, Nagelfabrikation etc.); Gold- u. Silberarbeiten, Bronze, Bijouterie; Glas- u. Irdenwaaren; Baumwollenindustrie; Wollenindustrie; Seidenindustrie; Leinenindustrie; Strumpfwirkerei u. Spitzenfabrikation; Meubel- u. Tapezierarbeiten; Bekleidungsgegenstände; Zeichnen, Buntdruck, Kupferdruck, Lithographie, Photographie; musikalische Instrumente; Malerei; Sculptur; Architektur. Der Charakter der Ausstellung war ein anderer als in London; während in London die Idee des Nützlichen prädominirte, gaben in Paris die Luxusindustrien den Ton an; Frankreichs Industrie war nicht blos am glänzendsten, sondern auch am vollständigsten vertreten. Nächst ihm hatte sich Deutschland u. Österreich am reichsten betheiligt. Das Schiff des Hauptgebäudes bildete[899] im Industriepalaste ein neutrales Gebiet, die Nationen, welche in allen übrigen Ausstellungsräumlichkeiten in geschlossenen Reihen auftraten, waren hier zu einer Gesammttrophäe vereinigt. England war durch Leuchtthürme, Schiffsmodelle u. Ähnliches vertreten; Frankreich durch seine vorzugsweise sogenannte Pariser Industrie, welche seit Jahrhunderten der Mode u. dem Luxusgeschmack in Europa ihre Richtung vorschreibt; Belgien durch seine Waffen u. durch seine Kirchenornamente. Nur bei den Beiträgen Deutschlands suchte man vergeblich nach einem hervorragenden Charakter. Übrigens fand das französische Publicum, von welchem sonst fast alle ausländischen Industrieerzeugnisse systematisch fern gehalten werden, durch die Ausstellung Gelegenheit, dieselben mit den analogen heimischen zu vergleichen; es fand sie eben so gut, zuweilen besser, meist billiger. Die aus 300 Personen bestehende Beurtheilungscommission (Jury) war aus Abgeordneten aller der Länder gebildet, welche sich an der Ausstellung betheiligt hatten. Präsident der Commission war Prinz Napoleon. Die Jury theilte sich in 27 Klassen, deren jede ihren Präsidenten, Vicepräsidenten u. Secretär hatte. Je 3–5 verwandte Klassen waren zu einer Gruppe vereinigt, so daß die Klassen sich in 8 Gruppen vertheilten, deren Jurys zu bestimmten Zwecken gemeinschaftliche Sitzungen hielten. Die Auszeichnungen hatten drei Grade: erste Medaille (Silber), zweite Medaille (Bronze) u. ehrende Erwähnung (Diplom). Für ganz hervorragende Leistungen konnte ferner noch eine Ehrenmedaille in Gold, entweder einfach (Medaille d'honneur) od. mit besonderer Auszeichnung (Grande medaille d'honneur) beantragt werden, deren Ertheilung aber erst von der Genehmigung des Conseils der Gruppenpräsidenten abhing. Es wurden für den industriellen Theil 112 große Ehrenmedaillen, 252 Ehrenmedaillen, 2300 Medaillen erster, 3900 zweiter Klasse u. 4000 Diplome, in dem Theil der schönen Künste 40 Decorationen, 26 Ehrenmedaillen, 67 Medaillen erster, 87 zweiter, 77 dritter Klasse u. 222 ehrenvolle Erwähnungen ertheilt. Eine allgemeine Schweizerische I. fand im Juli 1857 zu. Bern statt. Es nahmen an derselben 2050 Aussteller mit ungefähr 20,000 Artikeln Theil. Vgl. Hermann, Die Industrieausstellung in Paris i. J. 1839, Nürnberg 1840; von Viebahn, Amtlicher Bericht über die allgemeine deutsche Gewerbeausstellung in Berlin 1844, Berl. 1845, 3 Bde.; Amtlicher Bericht über die Industrieausstellung aller Völker zu London 1851, Berl. 1852, 3 Bde.; von Hermann, Bericht der Beurtheilungscommission der allgemeinen deutschen Industrieausstellung zu München 1854, München 1855; G. Schirges, Die zweite Weltausstellung in Paris 1855, Frankfurt 1855; de Colmont, Histoire des expositions de produits de l'industrie française, Paris 1855.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 8. Altenburg 1859, S. 897-900.
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