Günther [2]

[524] Günther. 1) Johann Christian, Dichter, geb. 8. April 1695 zu Striegau in Niederschlesien, gest. 15. März 1723 in Jena, erregte schon auf der Schule zu Schweidnitz durch sein poetisches Talent Aufsehen, widmete sich zu Wittenberg dem Studium der Medizin und wurde hier in die wüste Roheit des damaligen Studentenlebens hineingerissen, wodurch er in Zerwürfnisse mit seinem bis zur Härte strengen Vater geriet. Sein Dichtertalent trat bereits in diesen ersten Studienjahren siegreich hervor, obschon er es nach der Sitte der Zeit meist in bezahlten Gelegenheitsgedichten vergeudete und wohl vergeuden mußte. In Leipzig, wo er seine Studien fortsetzte, fand er an Burckhard Mencke einen Gönner, der ihn anscheinend für ein geregelteres Leben gewann. Sein Gedicht auf den Passarowitzer Frieden (1718) machte ihn bekannt, ohne ihm aber die erhoffte Gunst des Prinzen Eugen einzubringen. Von Mencke dem König von Polen und Kurfürsten von Sachsen als Hofdichter vorgeschlagen, verscherzte G. sein Lebensglück, indem er bei der ersten Audienz völlig betrunken erschien. G. kehrte hierauf in sein Vaterland zurück und lebte hier, da ihm das väterliche Haus verschlossen war, von den Wohltaten seiner Freunde, immer tiefer in Ausschweifungen versinkend. Dem wüsten Umhertreiben entwand sich G. schließlich durch den abermaligen Besuch der Universität; er gedachte in Jena seine medizinischen Studien abzuschließen, erlag aber hier den Folgen ungeregelten, ausschweifenden Lebens und innerer Erschütterungen. Günthers Gedichte zeichnen sich durch Lebhaftigkeit der Phantasie und des Gefühls, durch Kraft und Gewandtheit der Darstellung, durch Witz und große Leichtigkeit der Sprache und des Reims aus; stets aus einem innern oder äußern Erlebnis unmittelbar hervorgegangen, bieten sie ein treues Bild seines Lebens: neben dem Edelsten und Höchsten in ihnen findet sich nicht selten das Gemeine, Laszive; überall aber ist der ursprüngliche Dichtergenius erkennbar, der unbewußt die falschen Theorien der gelehrten Dichtung seiner Zeit überwand. Von seinen Liebesgedichten stammen die ersten noch aus der Schweidnitzer Zeit und sind an ein Mädchen gerichtet, das er als Magdalis oder Leonore bezeichnet. In Leipzig wendete er sich dann einer andern Geliebten zu, die gleichfalls in seinen Gedichten den Namen Leonore trägt. Doch hat ihm die erste Geliebte die Treue bewahrt, bis er nach der Rückkehr in die Heimat, an seinem eignen Schicksal verzweifelnd, ihr das Jawort zurückgab. 1721 verlobte er sich mit einer Pfarrerstochter, die er in Gedichten voll eigentümlicher schmerzlicher Rührung als Phyllis besingt. Die erste Sammlung seiner Dichtungen erschien Breslau 1723, der bis 1735 drei Fortsetzungen folgten, eine Gesamtausgabe 1742 (6. Aufl., Leipz. 1764; Nachtrag 1766). Neue Ausgaben (Auswahl) besorgten Tittmann (Leipz. 1874, mit Biographie) und Litzmann (Reclams Universal-Bibliothek, Nr. 1295 u. 1296) und Fulda (in Kürschners »Deutscher Nationalliteratur«, Bd. 38). Eine angeblich von G. selbstverfaßte Geschichte seines Lebens erschien zu Schweidnitz 1732, eine andre von Siebrand (Pseudonym für Christoph E. Steinbach) Leipzig 1738. Vgl. Hoffmann (von Fallersleben), Joh. Christ. G. (Bresl. 1833); Roquette, Leben und Dichten J. Chr. Günthers (Stuttg. 1860); M. Kalbeck, Neue Beiträge zur Biographie des Dichters Chr. G. (Bresl. 1879); Litzmann, Zur Textkritik und Biographie J. Chr. Günthers (Frankf. 1880); Wittig, Neue Entdeckungen zur Biographie des Dichters Joh. Chr. G. (Striegau 1881) und Urkunden und Beläge zur G.-Forschung (das. 1895); A. Hoffmann, Deutsche Dichter im schlesischen Gebirge (Warmbr. 1897); Enders, Zeitfolge der Gedichte und Briefe J. C. Günthers (Dortm. 1904). Zum Helden eines Trauerspiels ist G. gemacht worden von Max Grube (1885) und Ad. Bartels (1889).

2) Anton, spekulativer kath. Theolog und Philosoph, geb. 17. Nov. 1783 zu Lindenau in Deutsch-Böhmen, gest. 24. Febr. 1863 in Wien, studierte in Prag die Rechte, wurde 1810 Erzieher im Hause des Fürsten von Bretzenheim in Wien, wendete sich später dem geistlichen Beruf zu, studierte zu Raab Theologie und empfing in seinem 37. Lebensjahr die Priesterweihe. Sein Streben ging dahin, die katholische Dogmatik als »Vernunftwissenschaft« zu rekonstruieren und dadurch den alten Streit zwischen Religion und Philosophie für immer abzutun. Weil seiner Überzeugung nach alle Versuche, dies auf dem Wege des Begriffs zu erreichen, zu Pantheismus oder doch Halbpantheismus führten, den er als mit der Dogmatik der Kirche unvereinbar ansah, so glaubte er den entgegengesetzten der innern Erfahrung und des Selbstbewußtseins einschlagen zu müssen. Auf diesem erwuchs allmählich sein theologisch-philosophisches System, das er zuerst in seiner »Vorschule zur spekulativen Theologie des positiven Christentums« (1. Abt.: Die Kreationslehre; 2. Abt.: Die Inkarnationslehre; Wien 1828, 2. Aufl. 1848) der Welt vorlegte. In diesem seinem Hauptwerke, das Aufsehen erregte, macht er den Versuch, den Cartesianischen Dualismus zu erneuern, indem er über die empfindende und vorstellende Seele noch den Geist als ein von dem Natürlichen qualitativ verschiedenes Wesen setzte. Das cogito ergo sum Descartes' ist ihm nicht unmittelbare Anschauung, sondern ein Schluß, freilich ein Vernunftschluß, indem es dabei auf die wahrhafte Identität[524] des Denkens und Seins im Ichgedanken ankommt. Wenn man alles Negative, das im Endlichen liegt, negiert, kommt man zur Vorstellung eines Unbedingten, das als Gottheit über der Welt steht und diese als Kontraposition zu sich geschaffen hat. Es folgten später noch manche Schriften, die sich schon durch ihre wunderlichen Titel auszeichnen, vielfach geistreich und witzig, aber unsystematisch und bisweilen unverständlich sind. Zunächst ist das seltsame Produkt: »Peregrins Gastmahl. Ein Idyll in elf Oktaven« (Wien 1830) zu nennen; dann folgen »Süd- und Nordlichter am Horizont spekulativer Theologie« (das. 1832), worin der Autor nach allen Seiten hin Hiebe austeilte, die er sodann in den mit seinem Freunde, dem phantastisch-mystischen Arzt Johann Heinrich Pabst (geb. 1785, gest. 1838), gemeinschaftlich herausgegebenen »Janusköpfen« (das. 1834) noch überbot. In dem »Letzten Symboliker« (Wien 1834), der, wie die »Vorschule«, in der bequemern Briefform geschrieben war, wurden der katholische Symboliker Möhler und der Tübinger Baur, im »Thomas a Scrupulis« (das. 1836) die Hegelsche Philosophie angegriffen. Die Versuche nach hegelscher Hegelianer, zwischen der linken und der rechten Seite der Schule hindurchzuschiffen, wurden gegeißelt in den Schriften: »Justemilieus in der deutschen Philosophie gegenwärtiger Zeit« (Wien 1838) und »Eurystheus und Herakles. Metalogische Kritiken und Meditationen« (das. 1843). G. fand bald Anhänger, viele unter dem katholischen Klerus der Rheinlande, Württembergs und Österreichs, deren »Jungkatholizismus« nichts mit dem hauptsächlich von den Jesuiten begründeten scholastischen »Neokatholizismus« gemein hatte. G. erhielt einen Ruf an die Universität München, den er ablehnte; mehrere seiner Schüler lehrten an Universitäten und an bischöflichen Lehranstalten, so Knoodt in Bonn, Merten (der in seiner »Metaphysik« [Trier 1848] einen Abriß von Günthers Lehre gab) in Trier, Zukrigl in Tübingen, Loewe und Ehrlich in Prag etc. Nach dem Bewegungsjahr 1848 gab G. mit dem als origineller Kanzelredner bekannten Emanuel Veith ein philosophisches Taschenbuch u. d. T.: »Lydia« (Wien 1849–52, 3 Jahrg.) heraus, in dem G. mit der radikalen philosophischen Linken, A. Ruge, L. Feuerbach, und dem Sozialismus in gewohnter Weise sich auseinandersetzte. Eins der ersten Anzeichen des in der katholischen Kirche reaktionären Umschwunges war das vom Bischof von Trier, Arnoldi, erlassene Verbot, an dessen Seminar nach Günthers Schriften zu lesen. Die päpstliche Kurie setzte eine besondere Kommission nieder, um über Günthers Orthodoxie ein Gutachten abzugeben, und trotz vieler Gegenversuche erfolgte 8. Jan 1857 ein Urteil, das sämtliche Schriften des letztern auf den Index librorum prohibitorum setzte. Es wurde 17. Febr. d. J. publiziert und enthielt die Notiz, daß sich der Autor schriftlich »religiöse et laudabiliter« unterworfen habe. Die letzten Jahre seines Lebens brachte G. in tiefer Zurückgezogenheit und in Dürftigkeit zu; ein Schlaganfall machte seinem Leben plötzlich ein Ende. G. nimmt als Philosoph eine durch Gelehrsamkeit und durch die Energie, mit der er auf die Berücksichtigung der Vernunft Glaubensdingen dringt, achtungswerte, infolge seines Verhältnisses zur katholisch-kirchlichen Dogmatik aber nicht freie Stellung ein. Bei allem anscheinenden Widerwillen gegen die Scholastiker erscheint er im Streit mit der Philosophie alter und neuer Zeit selbst als scholastizierender Apologet. Von seinen Schülern sind außer den Genannten noch Karl v. Hock, Werner, Th. Weber als philosophische Schriftsteller aufgetreten. Eine neue Ausgabe seiner »Gesammelten Schriften« erschien Wien 1882 in 9 Bänden. Aus seinem Nachlaß veröffentlichte Knoodt: »Anti-Savarese« (Wien 1883). Vgl. Knoodt, Anton G., eine Biographie (Wien 1881, 2 Bde.); Flegel, Günthers Dualismus von Geist und Natur (Bresl. 1880).

3) Johann Heinrich Friedrich, Tierarzt, geb. 6. Dez. 1794 in Kelbra bei Nordhausen, gest. 19. Nov. 1858 in Hannover, studierte seit 1813 in Jena und Berlin Medizin, dann Tierheilkunde, machte den Feldzug von 1815 mit, vollendete seine Studien 1816–18 in Hannover, praktizierte dann in seiner Heimat und ward 1820 Lehrer, 1847 Direktor der Tierarzneischule in Hannover. G. beschäftigte sich seit 1821 mit der Heilung der Kontrakturen und ging 1835 zur subkutanen Operationsmethode über. Andre Untersuchungen betreffen die Speichelfisteln (1821), die operative Behandlung der Sehnengallen, den Pfeiferdampf und die Zeit, die zur Bildung von Eiterknoten in den Lungen erforderlich ist; durch letztere Arbeit wurden die Ansichten über die Beurteilung von Lungenerkrankungen in forensischer Beziehung vollständig reformiert. Seit 1846 arbeitete er gemeinsam mit seinem Sohn über Zahnkrankheiten. Er war auch passionierter Landwirt, erhob zwei Ackerhöfe, die er besaß, zu Musterwirtschaften und führte in der Lüneburger Heide den Lupinenbau ein. Er schrieb: »Lehrbuch der praktischen Veterinär-Geburtshilfe« (Hannov. 1830); »Die Erektion des Penis« (das. 1837); »Das Gangwerk der Pferde« (das. 1845); »Lupinenbau« (das. 1857); »Beurteilungslehre des Pferdes« (mit seinem Sohn, das. 1859).

4) Karl, Tierarzt, Sohn des vorigen, geb. 28. Juli 1822 in Hannover, gest. 14. Juli 1896 auf Domäne Winne bei Wernshausen, erlernte seit 1839 die Landwirtschaft in Eldagsen, studierte dann 1841 bis 1843 auf der Tierarzneischule in Hannover, Berlin und an den französischen Schulen, wurde 1845 Dozent an der Berliner und 1846 an der Tierarzneischule in Hannover, wo er 1867 eine Professur und 1870 die Direktion der Tierarzneischule erhielt. 1881 trat er in den Ruhestand. G. war einer der bedeutendsten tierärztlichen Anatomen, dazu tüchtiger Operateur. Er schrieb: »Beurteilungslehre des Pferdes« (mit seinem Vater, Hannov. 1859); »Die topographische Myologie des Pferdes« (das. 1866); »Die Zucht des wahren Gebrauchs- und Ackerpferdes« (Brem. 1868); »Beiträge zum Situs des Rindes« (Hannov. 1875); »Die königliche Tierarzneischule zu Hannover in den ersten 100 Jahren ihres Bestehens« (das. 1875); »Die Wutkrankheit der Hunde« (Berl. 1880); »Das Kapaunen der Hähne« (das. 1890); »Studien über das Kehlkopfpfeifen der Pferde« (Karlsr. 1894). Auch gab er 1871–80 die »Jahresberichte der hannöverschen Schule« heraus.

5) Albert, Zoolog, geb. 3. Okt. 1830 in Eßlingen, studierte 1847–51 in Tübingen, Berlin und Bonn Theologie, widmete sich aber nach dem Staatsexamen in Berlin und Bonn der Medizin, wurde 1858 Assistent und war 1875–95 Direktor an der zoologischen Abteilung des Britischen Museums in London. Er bearbeitete Kataloge der Nattern (1857) und Batrachier (1857), der Reptilien (1864), der Fische (1859–70, 8 Bde.) in der Sammlung des Britischen Museums und begründete den »Record of zoological literature« (1865 ff.), dessen erste 6 Bände er selbst herausgab. Außerdem schrieb er: »Die Fische[525] des Neckars« (Stuttg. 1853); »Handbuch der medizinischen Zoologie« (das. 1858); »Fische der Südsee« (mit Garrett, im »Journal des Museum Godeffroy«, Hamb. 1874–78, 6 Hefte); »The gigantic land tortoises« (1877); »Introduction to the study of fishes« (1880; deutsch bearbeitet von G. v. Hayek als »Handbuch der Ichthyologie«, Wien 1886); »Reports on the shore fishes, deep sea fishes and pelagic fishes of the voyage of the Challenger« (1887–88). Er ist auch Mitherausgeber der »Annals and Magazine of natural history«.

6) Otto, Maler, geb. 30. Sept. 1838 in Halle a. S., gest. 20. April 1884 in Weimar, studierte auf der Düsseldorfer Kunstakademie und später auf der Kunstschule in Weimar, wo er sich besonders an Preller und A. v. Ramberg anschloß. Anfangs auf dem Gebiete der dekorativen Malerei und der Illustration tätig, auf welch letzterm er sich besonders durch Zeichnungen aus dem deutsch-französischen Kriege bekannt gemacht hat, wendete er sich seit dem Anfang der 1870er Jahre mit Glück dem Genre zu, wobei er gelegentlich auch die tragischen Seiten des Volkslebens behandelte. Seine Hauptbilder sind: Hochzeitszug in Thüringen; der Witwer (1874, Berliner Nationalgalerie); die letzte Umschau der Auswanderin; streitende Theologen (1875, im Museum zu Köln); die Verbrecherin im Gefängnis (1878, Berliner Nationalgalerie); die Dorfrevolte (1880). Von 1876–80 wirkte er als Professor an der Kunstakademie in Königsberg und siedelte dann nach Weimar über.

7) Siegmund, Mathematiker und Geograph, geb. 6. Febr. 1848 in Nürnberg, studierte in Erlangen, Heidelberg, Leipzig, Berlin, Göttingen, machte 1870/71 den Feldzug in Frankreich mit, wurde 1872 Lehrer an der Lateinschule in Weißenburg, habilitierte sich dann 1872 als Privatdozent in Erlangen und 1874 in München, wurde 1876 Gymnasialprofessor für Mathematik und Physik in Ansbach und 1886 Professor der Erdkunde an der Technischen Hochschule in München. Von 1878–84 gehörte er dem Reichstag an, wo er sich der freisinnigen Partei anschloß, und 1894–99 dem bayrischen Landtag. Er schrieb: »Lehrbuch der Determinantentheorie« (Erlang. 1875, 2. Aufl. 1879); »Vermischte Untersuchungen zur Geschichte der mathematischen Wissenschaften« (Leipz. 1876); »Der Einfluß der Himmelskörper auf Witterungsverhältnisse« (Nürnb. 1876, 2. Aufl. 1884); »Grundlehren der mathematischen Geographie und Astronomie« (Münch. 1878, 5. Aufl. 1900); »Studien zur Geschichte der mathematischen und physikalischen Geographie« (Halle 1877–79, 6 Hefte); »Die Lehre von den gewöhnlichen und verallgemeinerten Hyperbelfunktionen« (das. 1881); »Parabolische Logarithmen und parabolische Trigonometrie« (Leipz. 1882); »Lehrbuch der Geophysik und physikalischen Geographie« (Stuttg. 1885, 2 Bde.; 2. Aufl. als »Handbuch der Geophysik«, 1897–99, 2 Bde.); »Geschichte des mathematischen Unterrichts im deutschen Mittelalter« (Kehrbachs »Monumenta Germaniae paedagogica«, Berl. 1887); »Joh. Kepler und der tellurisch-kosmische Magnetismus« (Wien 1888); »Die Meteorologie ihrem neuesten Standpunkt gemäß dargestellt« (Münch. 1889); »Martin Behaim« (Bamb. 1890); »Handbuch der mathematischen Geographie« (Stuttg. 1890); »Lehrbuch der physikalischen Geographie« (das. 1891); »Die Phänologie, ein Grenzgebiet zwischen Biologie und Klimakunde« (Münster 1895); »Jakob Ziegler, ein bayerischer Geograph und Mathematiker« (Ansb. 1896); die Biographien: »Kepler und Galilei« (Bd. 22 der »Geisteshelden«, Berl. 1896) und »A. v. Humboldt und L. v. Buch« (ebenda, Bd. 39, 1900); »Entwickelungsgeschichte und Fortschritte der wissenschaftlichen Geographie im 19. Jahrhundert« (in dem Sammelwerk »Am Ende des Jahrhunderts«, Berl. 1901); »Geschichte der anorganischen Naturwissenschaften im 19. Jahrhundert« (das. 1901); »Ziele, Richtpunkte und Methoden der modernen Völkerkunde« (Stuttg. 1904); »Geschichte der Erdkunde« (Wien 1904); die kleinern populären Schriften: »Astronomische Geographie«, »Physische Geographie« (in der Sammlung Göschen) und »Das Zeitalter der Entdeckungen« (Leipz. 1901). Mit Götz bearbeitete er in mehreren Auflagen ein geographisches Lehrbuch; seit 1896 gibt er »Münchener geographische Studien« heraus. Auch besorgte er eine deutsche Ausgabe von Fiorinis »Erd- und Himmelsgloben« (Leipz. 1895).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 8. Leipzig 1907, S. 524-526.
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