Taube [1]

[278] Taube (Columba), einzige Gattung der eigentlichen Tauben, hat kürzere Füßeals die Hühnertauben u. dünnern u. biegsamern Schnabel als Vinago (s.d. u. Tauben); wird von Swainson u. Andern in mehre nicht durchgängig anerkannte Untergattungen zerfällt, so Peristera (Art: C. cinerea, aus Brasilien), Chamaepella (Art: C. squamosa, aus Brasilien), Ectopistes (mit keilförmigem Schwanz; Art: Wandertaube, s. unten); Ptilonopus (mit besiederten Tarsen; Art: C. purpurata) etc. Hier sind sie unter dem Artikelnamen T. zusammengefaßt. Arten sehr zahlreich (man zählt deren jetzt 150), so: a) Ringeltaube (große, gewöhnliche, wilde T., große Holztaube, C. palumbus), die größte der inländischen T-n, hat weißen Fleck an jeder Seite des Halses, an den Flügeln u. an den Hosen, schwarze Spitzen der Schwanzfedern, bläulich aschgraue, mit weinrother, an der Seite u. hinten prächtig taubenhälsig schillernder Brust; wird von Einigen (unwahrscheinlich) für die Stammtaube der großen Haustaube gehalten; lebt in Waldungen in Europa u. Asien, wandert in Deutschland, nicht so in Frankreich, Italien, England, ist sehr scheu, läßt sich schwer zähmen, frißt Nadelholzsamen, Bucheckern, Heidelbeeren, Baumknospen, Roggen, Weizen, Gerste (wo sie flugweise von 12–16 Stück einfällt), nie aber Hafer, nistet auf Bäumen, legt jährlich zweimal zwei weiße Eier; die Jungen schmackhaft; b) die Holztaube (wilde T., Loch-, Block-, Hohl-, Blautaube, C. oenas), bläulich, mit doppeltem schwärzlichen Fleck auf den Flügeln, schwärzlicher Schwanzspitze, Mittel- u. Unterhals taubenhälsig, Weibchen schmutziger grau als das Männchen; lebt in Europa u. Asien in Gesellschaften von zwei bis fünf Familien, zieht im October weg u. kehrt Anfang März wieder, nistet das Jahr zweimal in Feldhölzern u. an Waldrändern in alte hohle Bäume od. in altes Gemäuer u. in Felsenritzen, wo der T-r mit brütet u. die Jungen meist erzieht; frißt Körner, Heidelbeeren, Hanf, Nadelholzsamen. In großen Waldungen legt man ordentliche Taubengehege an; man höhlt nämlich Stücken kernfauler Aspen u. Kiefern zu Taubenhöhlern aus, schließt dieselben mit einem Bret, bringt an dem Flugloche eine Aufsitzstange an, befestigt solche Höhler an Eichen, lockt die T-n durch in hölzerne Kästen aufgestellte Taubenbeize von Lehm, Anis, Fenchel an, reinigt diese Höhler von Zeit zu Zeit, läßt die ersten Jungen ausfliegen, damit sie wiederkehren, u. nimmt die spätern aus, immer ein Gehecke um das andere ausfliegen lassend. Man schießt diese T-n auch als zur niedern Jagd gehörig, od. fängt sie mit Wänden u. Garnen, an Salzlecken od. mit eigenen Fangbeizen, in welche man sie mittelst Locktauben lockt. Varietäten: die Felstaube (C. saxatilis), aschgrau an der Brust, weinfarbig; die Bergtaube (C. livia), wenig verschieden. Beide kommen unter Haustauben unten wieder vor. c) Die Haustaube (gemeine T., C. livia Briss., C. domestica Gmel.), eigentlich schieferbläulich, mit weißlicher Nasenhaut, purpur u. grün (taubenhalssarben) schillernder Halsfarbe, zwei schwarzen Binden auf den Flügeln, einer auf der Schwanzspitze, u. mit weißem Bürzel; sie soll aus der Kreuzung der Holz- u. Ringeltaube entstanden sein, nach Andern aber als eigene Art in der wilden T. (C. domestica fera, C. livia, C. rupicola) in Felsenlöchern, alten Thürmen u. verfallnen Schlössern in Schottland, Irland, Südrußland, an den Küsten Sardiniens (hier sehr häufig) vorkommen, im Winter in wärmere Gegenden ziehen, in wärmern Gegenden Standvogel sein; wahrscheinlich stammt sie aber. von der Holztaube ab. Die Cultur gibt als zahme T-n eine Menge von Abarten. Diese theilen sich in: aa) Feldtauben (Feldflüchter, gemeine, zahme T., Höhlen-, Giebel-, Flug-, Bauerntaube, C. domestica arvensis); sie suchen im Sommer die Nahrung auf dem Felde (weshalb meist nur Feldbesitzer sie halten dürfen), im Winter in den Höfen. Sie zerfallen wieder in folgende Varietäten: Haubentauben (Kuppentauben, C. dom. cristatae), mit Spitz-, od. Breit- od. Hohl- (Muschel-) hauben; rauhfüßige T-n (C. d. plumipedes), mit [278] Federn auf den Fußwurzeln (Hosen od. Strümpfe) od. auf den Fußzehen (Feder- od. Latschfüße); schwalben schwänzige T-n (C. d. forficatae), Strupptauben (C. d. hispidae), mit auf- u. vorwärts stehenden Federn; verschiedenfarbige T-n (C. d. variae). Die farbigen Feldtauben variiren an Farben u. Zeichen unendlich, doch können sie dabei eben so gut Hauben-, od. rauchfüßige, od. Strupptauben etc. sein. Hauptfarben sind: schwarz, schiedenen Zeichnungen sind Folgen der Vermischung u. Gegenstände der größten Aufmerksamkeit der Taubenliebhaber. Sie können erzeugt werden, indem man eine T., von der man wünscht, daß die jungen T-n die Zeichnungen tragen sollen, mit die jungen T-n diese Zeichnung wirklich, nur blässer, bekommen. Für schön hält man die T-n, welche groß, wo möglich mit Hohlhauben versehen, gleichförmig gefärbt u. rein gezeichnet sind. Farbenvarietäten sind: der Farbe nach: Einfarbige: lichtgraue (hell- od. lichtblaue), bläulich ohne Binschwarze, blauschwarz u. kohlschwarz; rothe, fuchsroth, nie brandroth; fahl- od. fleischfarben; silberfarben; gelbe, sehr selten; milchweiße; rußige. Melirte, u. zwar theils getüpfelt (gestöpselt) od. geschuppt, dazu: hammerschtägige (Blauschuppen), Tüpfeln; lerchenstoppelige, silber- od. perlfarbene, mit seinen, dreieckigen, braunen Flecken; schimmelige, schwarzblau u. weiß gemischt; Karpfenschuppen, lich, unten purpurgrau; schwarze, oben schwarz u. weiß, unten schwarz, u. rothe (echte), roth, blau, weiß geschuppt, unten schwarz, röthlich schillernd. Scheckige (Raigeln, Elstertauben), bes. gut zur Zucht, davon gibt es: Blau-, Schwarz-, Roth- u. Buntschecken. Der Zeichnung nach: mit eintheiliger Zeichnung, wenn die abstechende Farbe nur einen Theil des Körpers einnimmt; am Kopf: Mönche (Mond-, Monats-, Koppen-, Kappen-, Cypertauben), Scheitel u. Schnabel rein weiß, bes. beliebt sind die Mönche mit Hohlhauben; es gibt deren von fast allen Farben; Halbmönche, der Vorderkopf ist weiß; spitzkuppige Mönche, der Oberkopf ist weiß, dabei eine Spitzhaube; an der Brust (Ordensbänder, Halsbandtauben): rothe Ordensbänder, weiß, mit fingerdickem rothen Bande; gelbe Ordensbänder (Schweizertauben), weiß, mit gelbem Band über der Brust; weiße Ordensbänder, schwarz, mit weißem, schmalem Bande; staarhälsige (gestaarte) Schwarzschuppen, karpfenschuppig, schwarze Brust mit weißem Halsbande; auf dem Rücken: Herztauben, je nach der Farbe u. der herzförmigen Zeichnung auf dem Rücken blaue, rothe, schwarze, gelbe; auf den Flügeln: Schildtauben (Schildertauben, Dachen, Herztauben, C. d. clypeatae), Körper weiß, Flügeldeckfedern, Schulterfedern u. die 10 hintern Schwungfedern andersfarben; es gibt lichtblaue, schwarze, fahle, silberfarbige, mehlige; Binden- (Strich-) tauben, nach der Farbe der Striche Weißstriche, Rothstriche etc.; auf dem Schwanz: Weißschwänze, verschiedenfarbig, stets mit weißem Schwanze. Mit doppelter (zweitheiliger) Zeichnung, an zwei verschiedenen Körpertheilen; bes. geschätzt. Dazu: auf Kopf u. Flügeln: die Schwalbentauben (Nürnberger, Fee-[Veh-] tauben, C. d. mercuriales), weiß, mit verschiedengefärbten Flügeln u. Kopfe, bes. schön, wenn die Spitzen der Schwungfedern reine Farbe halten; von verschiedener Grundfarbe: bindige Mönche (bindige Weißköpfe, Bindenmönche), schwarze, blaue u.a.; Nonnen, Oberkopf, Schwungfedern 1. Ordnung u. Deckfedern weiß; Spießtauben (Spitz-, Schwert-, Degentauben, spießige Maskentauben), Leib weiß, Scheitel- u. Flügelplättchen farbig. Auf Kopf u. Schwanz: Weißköpfe (Weißschwänze, Weißschwanzblässen), verschiedenfarbig, Kopf u. Schwanz stets weiß, die rothslügelige die seltenste, schwarzblau, mit fuchsrothen Fsiigeln u. weißem Scheitel u. Schwanz; Kappentauben, mit muschelförmiger Haube, die lockerstehenden Federn am Hinterkopf bis zum halben Hals sind vorwärts gebogen, weiß, mit schwarzem, gelbem, röthlichem u. blauem Schwanze; Maskentauben (C. d. maculatae), weiß, mit schwarzem, blauem od. rothem Strich auf dem Kopfe u. gleichgefärbtem Schwanze, die mit rothem Striche (Rothschnippe) bes. beliebt; bei den verkehrten Maskentauben ist die Grundfarbe schwarz, Kopfstrich u. Schwanz weiß. Auf Brust u. Flügeln: doppelte (bindige) Staarenhälse, auf der dunklen Brust finden sich ein, u. auf den Flügeln zwei weiße Striche; Grundfarbe verschieden; doppelte Ordensbänder, weiß, mit andersfarbigen Bändern. Auf Flügeln u. Schwanz: Streiftauben (einfarbige Mönche), mit dunklen Strichen auf Flügeln u. Schwanz. Mit dreitheiliger Zeichnung: auf Kopf, Hals u. Brust: Brüster, weiß, vom Scheitel bis zur Brust andersfarbig; daher Gelb-, Roth-, Schwarz-, Braunbrüster, Hinterkopf u. Hals hinten muschelförmig, bei den echten Schwanz u. Steiß ungefleckt; auf Kopf, Hals u. Schwanz: Kopftauben, weiß, jene Theile andersfarbig; man hat Schwarz- (Mohren-) u. Rothköpfe; auf Kopf, Hals u. Flügeln: Schleiertauben, jene Theile weiß, der Leib anders gefärbt; auf Kopf, Brust u. Flügeln: staarenhälsige, bindige Mönche; auf Kopf, Flügeln u. Schwanz: bindige Weißköpfe, Kopf, Schwanz u. Flügelbinden weiß; Helmtauben (doppelte Schwalben- od. Meventauben), Oberkopf, Flügel u. Schwanz schwarz od. roth, gelb, blau etc., Leib weiß, Kopf mit einer Spitzhaube. Mit viertheiliger Zeichnung, selten; auf Kopf, Brust, Flügeln u. Schwanz: staarenhälsiger bindiger Weißkopf; od. auf Kopf, Brust, Hals u. Flügeln: Gelbbrüster; od. Kopf, Brust, Hals u. Rücken: Bändertaube, weiß, hat aber über Brust, Hals u. Kopf weg bis zum Rücken zwei rothe Binden; selten u. zärtlich; überall regelmäßig gezeichnete: Tiger, Tigertauben. bb) Hoftauben (C. d. aulicae); sie lieben den Hof mehr als das Feld, bedürfen daher auch des Menschen Pflege mehr, sind dabei aber doch nicht so nutzbar als jene. Wahrscheinlich entstanden sie aus mehren ausländischen Taubenarten. Abarten: Trommeltaube (Federfuß, Rodler, Rauchfuß, C. d. [livia] dasypus), nach ihrer Stimme benannt, mit ganz befiederten Füßen u. vorwärts stehenden Federn im Gesicht, fällt in verschiedenen. Farben; Ausartung die Trompetentaube, mit hellerer Stimme; Burzeltaube (Bürzier, Pantomimentaube, Tümmler, Tummeltaube, C. d. gyratrix), Kopf rund, glatt, Hals dünn, Schnabel kurz, Augenkreise groß, roth, kahl; fliegt schnell u. hoch, beschreibt Kreise u. stürzt gerade, sich überschlagend, herunter; blau, schwarz, braunroth, gelbroth;[279] wird zum Anlocken anderer T-n gebraucht, die ihr in die Höhe, aber auch beim Herabstürzen, aus Furcht vor Raubvögeln, folgen; Schlagtaube (C. d. percussor), schlägt mit den Flügeln beim Fliegen so oft u. heftig zusammen, daß die Schwungfedern, auch wohl die Flügel selbst, zerbrechen; Karmelitertaube (C. d. Carmelitarum), kleinste T., Füße ganz kurz, Schnabel kurz, hat Federbusch, unten weiß, oben verschiedenfarbig; Mövchentaube (C. d. turbida), von Turteltaubengröße, Schnabel kurz, Scheitel flach, an Kehle u. Brust eine Reihe auswärts gesträubter Federn, meist weiß, mit dunklem Brustschilde; hat sie einen Pfauenschwanz, so heißt sie Pfauenmövchen; Pfautaube (Breitschwanz, Hühnerschwanz, Schüttel-, Zitter-, Hühnertaube, C. d. laticauda), 16–34 Federn im, nach Pfauenart aufrichtbaren Schwanze, Kopf u. Hals zittern, wenn der Schwanz vorwärts gerichtet ist; Hinkeltaube, fast wie ein kleines englisches Huhn, Kopf glatt, Leib stark, Füße hoch, Schwanz gerade in die Höhe stehend; Perückentaube (Jakobiner-, Hauben-, Kappen-, Kragen-, Schleier-, Dichtertaube, C. d. cucullata), Federn des Hinterkopfs u. der Seiten des Halses verkehrt emporstehend, wodurch eine Perücke gebildet wird; es gibt Mohren- (schwarze), mit weißem Scheitel u. weißen Schwungfedern, rothbraune, isabellfarbige u. blaue Perückentauben; sehr zärtlich; Mähnentaube (C. d. jubata), ein Federbüschel hängt mähnenartig über den Hals herab; Kropftaube (Kropfer, C. d. gutturosa), Stirn hoch, Schnabel kurz, Schwungfedern lang; sehr groß, mit großem Kropf, den sie bis zur Größe des ganzen Körpers aufblasen können, so daß sie mit zurückgebogenem Kopfe gehen müssen; schwerfällig, vermehren sich mittelmäßig; es gibt weinfarbige, isabellfarbige, schneeweiße u.a., die seltenste ist die Mohrenkopftaube, schwarz, die vordern Schwungfedern u. ein Halsband weiß; Türkische T. (Arabische, Cyprische, Persische T., C. d. turcica), stark u. groß, mit rothem warzigem Kreis um die Augen, meist schwarz; Brief- (Post-) taube, vielleicht mit Voriger eins, Wachshaut auf Schnabel u. um die Augen, weißlich, höckerig; Rittertaube (C. d. eques), Bastard der Vorigen od. der Kropftaube, noch größer als die türkische, Kopf groß, Schnabel schwammig; auch zum Brieftragen gebraucht; Höckertaube (Pagadette, C. d. curvirostra), Schnabel lang, vorn übergekrümmt, warziger, weißlicher Höcker auf ihrem gleichen Augenkreis; ist sie weiß mit weißen Schnüren: Muhammedstaube; Spanische (Römische) T. (C. d. hispanica), Bastard der Vorigen u. der Türkischen T., sehr groß, Schnabel kurz, dick, gerade, Warzenhaut breit; Polnische T. (C. d. polonica), Schnabel dick, ganz kurz, Beine niedrig; Norwegische T. (C. d. norvegica), schneeweiß, mit befiederten Zehen; T. aus der Berberei (C. d. barbarica), Augenkreis weißgepudert u. warzig, Flügelfleck schwarz.

Die zahme T. zeichnet sich bes. durch ihr Girren, welches sie vorzüglich als Liebkosung hören läßt, durch Sorgfalt für ihre Jungen (später läßt sie sich dieselben, ohne besondere Zeichen des Schmerzes zu geben, wegnehmen), durch Geselligkeit, Sanftmuth, Reinlichkeit, Zärtlichkeit aus. Sie fliegt meist in Scharen u. oft, wie es scheint, zum Vergnügen in weiten Kreisen, wohnt paarweise, aber nicht gern allein u. zieht deshalb entweder mehre Paare zu sich od. gesellt sich zu ihnen, ist nur im Kampf um die Weibchen erbittert, verträgt sich sonst mit anderem Hofvieh, wehrt sich aber auch gegen den Feind ihrer Jungen, bleibt gern in dem Hause u. der Wohnung, wo sie einmal eingenistet hat, u. zieht oft aus weiter Entfernung wieder dahin. Sie wird deshalb schon lange im Orient zur Postverbindung gebraucht u. bes. dient dort die Türkische wie die Rittertaube als Brieftaube. Neuerdings hat man solche Taubenposten zwischen Paris u. Antwerpen, Paris u. London, ja zwischen Leipzig u. Paris versucht. Man nimmt dazu gewöhnlich Feldtauben, trennt den Tauber von der Täubin, od. besser diese von den Jungen, u. verfährt sie zu Schiffe nach dem andern fraglichen Ort. Dort befestigt man den in Wachs getränkten od. mit einem solchen Couvert verschlossenen Brief unter die Flügel der T. u. läßt sie los. Sie steigt hoch in die Luft, kreist dort einige Male u. fliegt dann in gerader Richtung dem Ort ihres früheren Aufenthalts zu. Bei einer Distanz von 20–25 Meilen erreicht sie denselben meist binnen einer Stunde, muß aber vorher gefüttert werden. Solche Brieftauben können in belagerten Festungen, ferner, wo keine Telegraphen sind, um Cursdifferenzen u. vorausgesehene wichtige politische Neuigkeiten zu überbringen, von Nutzen sein. Die T. läßt sich nur durch fortgesetzte Verfolgungen, Mäuse u. Ratten u. heftigen Gestank (namentlich Asa foetida) vertreiben, ist dabei ziemlich einfältig, läßt sich zum Fressen aus der Hand, aus dem Ohr (was Muhammed benutzte, um glauben zu machen, so vom Himmel Eingebungen zu ere halten) abrichten, bleibt in den meisten Fällen dem Gatten treu, badet sich gern im Sande, läßt sich auch gern, bes. auf den Dächern liegend, unter den Flügeln beregnen, liebt starke Wohlgerüche, bes. Anisöl, wird gegen 20 Jahre alt. Über die Schönheit der T-n entscheidet die Regelmäßigkeit im Bau u. Zeichnung, Seltenheit der Farbe u. Form, Stellung der Haube. Eine schöne T. soll nach Verhältniß der Race, zu welcher sie gehört, von ansehnlicher Größe, bes. hoch u. langgestreckt sein, keine Spitz-, sondern womöglich eine Haselhaube, eine stark u. gleichförmig aufgetragene Farbe haben, die überall gleich ist u. bes. an der Spitze der Flügel u. an der Wurzel des Schwanzes nichts Gelbes od. Weißes durchschimmern läßt; sie soll mit einer schönen reinen u. gleichförmigen Zeichnung versehen sein. Um rein gezeichnete Junge zu bekommen, muß man die Kennzeichen der Echtheit der Race beachten. Diese sind namentlich am Schnabel u. an den Augen zu finden u. bestehen in Folgendem: T-n, auf deren Gefieder, bes. am Kopf u. Hals, die weiße Farbe die vorherrschende ist, müssen am Ober- u. Unterschenkel stets weiß sein u. einen dunkel- od. braunrothen Augenstern haben; T-n, deren Stirn od. Oberkopf gefärbt ist, müssen einen schwarzen od. dunkelbraunen Ober- u. Unterschenkel u. hochrothe Augen, die, deren Stirn od. Oberkopf weiß ist, einen weißen Oberschenkel haben. Um des Fleisches, bes. der Jungen (deren man jährlich 16–18 heranziehen kann), betreibt man die Taubenzucht. Sie geschieht in Taubenkästen, Taubenschlägen od. besonderen Taubenhäusern. Die Taubenkästen (Köthen) sind über einen Fuß hoch u. breit, mit sechs Zoll hohen u. vier Zoll breiten Fluglöchern u. nicht zu langen Tritthölzern; am besten werden sie gegen Morgen (nicht gegen Abend) gelegt u. befinden sich oft in mehren Reihen unter[280] den Dächern, u. werden mit Kalk od. Lehm verschmiert. Da jedoch in ihnen der Zugang zu jungen T-n oft beschwerlich ist, da sie sich schwer reinigen lassen u. die flüggen Jungen oft aus den Nestern fallen, so werden besondere Kammern od. Verschläge auf der Giebelseite eines Hauses (Taubenschläge) auch gegen Morgen angebracht. Kann man einen Schornstein in den Taubenschlag hineinbringen, so ist dieser wegen der Wärme im Winter vortheilhaft; er ist zu weißen. In der Thüre befindet sich ein mit einem Schieber versehenes Fensterchen, um die T-n beobachten zu können. Das Flugbret geht ins Freie; eine Klappe od. Fallthüre kann von Außen durch einen Bindfaden geöffnet u. breiten Fluglöcher bringt man meistens eine Elle hoch über dem Fußboden an. In den Taubenschlag muß man kleines Stroh u. Birkenreißer zum Ausbessern der Nester legen. Um Marder u. Nachteulen den Fluglöchern Gitter von Eisendraht an u. verschließt jeden Abend diese Löcher. Zuvor nagelt man an die Fluglöcher ein 1/2 Fuß breites Bret zum Antritt der T-n u. auf die entgegengesetzte Seite dieses Bretes ein Stück rohes trockenes Hundefell, wodurch die Marter abgehalten werden; für jedes Paar T-n müssen zwei Taubennester, flach, rund, aus Gyps od. Thon, od. Stroh u. Ruthen, in Kästen od. an den Wänden hängend, angebracht werden. Die Nester bringt man übereinander u. so hoch an, daß die T-n bequem dazwischen treten können. Die erste Reihe der Nester beginnt eine Elle über dem Boden. An jeder Seite der Nester steckt man einen Stock durch, um sie zwischen zwei Latten befestigen zu können. Damit sich die brütenden T-n nicht sehen können, nagelt man zwischen jedes Nest ein leichtes Bretchen Jeder Taubenschlag muß wenigstens acht Paar Nester enthalten, weil ihn sonst die T-n verlassen. Die Taubenhäuser (Taabenräder) sind gewöhnlich auf der Mitte des Hofes auf einer od. auch auf vier hölzernen Säulen errichtet, die Säulen müssen zur Abhaltung der Marder, Katzen u. dgl. unten mit Blech beschlagen sein. Zur Bequemlichkeit führt man eine Treppe hinauf, schließt sie mit einer Fallthür u. umgibt das Haus oben mit einer Gallerie; die innere Einrichtung ist der der Taubenschläge ähnlich. Wöchentlich einmal muß man die Taubenhäuser untersuchen, faule Eier od. todte T-n aus den Nestern entfernen, diese ausklopfen u. mit heißem Wasser ausbrühen; überhaupt muß des Ungeziefers halber die größte Reinlichkeit herrschen. Man bevölkert Taubenschläge am besten im ersten Frühjahr mit jungen, noch nicht flüggen, od. mit aus entfernten Gegenden hergebrachten T-n, u. nach dem Geschlecht in gleicher Zahl u. gleicher Gattung. Den Tauber unterscheidet man leicht von der T. durch die anhaltenden u. groben Töne, den kurzen Hals, die längeren Beine, den dickeren Schnabel, an welchem die Nasenhaut aufgetriebener, höher u. breiter ist als die der T.; ferner ist der Tauber an der Brust glänzender als die T. Bei den Jungen ist der. Schnabel schwächer, zarter u. spitziger, die Krallen schärfer u. spitziger, die Füße schwächer, die Sporen kleiner, die Augen matter, kleiner u. flacher als bei den Alten, Kopf u. Hals haben kleine zarte Fasern. Man läßt, di T-n so lange bei gutem Futter ein-gesperrt, bis sie sich gepaart haben, besprengt die Nester mit Anisöl, wählt zum ersten Ausfluge lieber stürmisches als heiteres Wetter u. lieber den Abend als den Morgen, damit sie sich nicht so leicht verfliegen, kirrt sie durch Taubenbeize, allerlei Getreidekörner, Anis, Fenchel, Kümmel, Coriander, Hanfkörner u. dgl., mit altem Backofenlehm, Salz u. Salpeter u. mit Häringslacke od. Urin zu einem Teige angeknetet. Man formt Brode daraus u. schiebt diese zweimal in einen Backofen; ein solches Brod zerschlägt man hernach in zwei Stücke u. legt sie in das Taubenhaus. Die T-n picken daran u. bleiben gern dabei. Länger als vier Jahre dient keine T. mit Nutzen. Die T-n fressen Körner, namentlich Wicken, Erbsen, Gerste, Weizen, Beeren, Wurzeln von Klee u. Vogelwicken, Sämereien, zur Verdauung auch wohl salzige Dinge, Lehm, Sand u. dgl. Ein Gemengsel von Gerste u. Wicken genügt bes. den Hoftauben. Auf vier Paar T-n, wenn sie Junge haben, rechnet man monatlich eine Berliner Metze Körner; zu reichlich darf man die T-n nicht füttern, weil sie sonst zu fett werden u. unfruchtbare Eier legen. Feldtauben füttert man zur Zeit des Ausflugs gar nicht, Haustauben täglich drei Mal. Will man T-n mästen, so eignen sich dazu am besten die jungen großen Haustauben. Das Mästen geschieht mit Wicken, Gerste, Hirsemehl. Buchweizen; man stopft damit täglich drei- bis viermal den Kropf voll, vergrößert die Mahlzeiten nach u. nach u. taucht nach jeder Mahlzeit den Kopf in frisches Wasser. Reines Wasser ist ihr Getränk. Etwa neun Tage nach der Paarung, welche Ende Februar nach Liebkosungen u. nach einem gegenseitigen Füttern aus dem Kropf (Schnäbeln) beginnt, legt das Weibchen das erste, ungefähr drei Tage darauf das zweite Ei, dann beginnt das Brüten (auch die Männchen); nach 16–19 Tagen kommen die Jungen aus, werden aus dem Kropfe der Alten gefüttert, sind neun Tage blind u. am 14. Tage schon halb flügge. Nun beginnt die neue Paarung, doch werden die vorigen Jungen bis zur fünften od. sechsten Woche gefüttert. Die jungen T-n werden nach drei bis vier Monaten fortpflanzungsfähig. Manche brüten sieben- bis achtmal des Jahres, die Montauben noch öfterer. Damit die Eier nicht ungleich ausgebrütet werden, nimmt man das zuerst gelegte Ei weg u. legt dafür ein künstliches Ei in das Nest. Am andern Tage legt man das weggenommene Ei zu dem zweiten u. nimmt das künstliche Ei heraus. Da die Spätlinge klein bleiben, so läßt man nur die ersten Jungen ausfliegen. T-n, welche das Brüten u. Füttern nicht emsig genug betreiben, wie die Perücken-, Pfauentauben etc., nimmt man die Eier weg u. legt sie anderen T-n, namentlich Feldtauben, unter. Alljährlich im Herbst wird Musterung gehalten. Die über vier Jahre alten T-n, bei denen die Fruchtbarkeit abnimmt, die im Brüten, Füttern u. Aufziehen der Jungen nachlässig sind u. die bustigen T-n werden ausgemerzt. Um zu diesem Behufe das Alter der T-n zu erkennen, beschneidet man jedes Jahr einen Zehennagel vorsichtig. Krankheiten: außer dem Mausern u. der Darre (s. b.), der Durchfall, aus Unverdaulichkeit entstehend u. am dünnen, weißen Auswurf u. den besudelten Afterfedern kennbar, man gibt eingeweichten Weizen u. Backofenlehm mit Häringslake angemacht; die Epilepsie, die T. fällt plötzlich von der Stange, flattert auf der Erde herum, scheint todt zu sein, erholt sich aber wieder, Ursache sind Würmer, man gibt klein gehackten [281] Knoblauch mit Butter u. Weizenmehl; die Pocken (Krätze), bestehen aus einem blatterähnlichen Hautausschlag, zur Zeit der Ernte, welcher aus Mangel an frischem Wasser u. zu häufigem Genuß frischer Körner herrührt, man gibt frisches Wasser mit einigem Spießglas; Läufe, man reinigt den Taubenschlag öfters, wäscht alle Räume mit siedender Tabakslange ab u. belegt den Schlag mit Stängeln der frischen Madiapflanzen; die Kropfkrankheit, ist ansteckend u. wird an dem aufgetriebenen, harten Kropf erkannt, man trennt die Kranken von den Gesunden u. befördert die Entleerung des Kropfes durch Einflößen eines Theelöffels voll warmen Leinöls; nach der Entleerung steckt man ein in Butter u. Spinnengewebe gehülltes Pfefferkorn in den Kropf u. gibt weißen Wein zu saufen u. kleine Gesäme zu fressen. Als Speise sind junge T-n bes. für Kranke sehr gesund, alte geben gestoßen einen kräftigen Bouillon. Gegessen wird das Fleisch gebraten, mit od. ohne Fülle (gebratene, gefüllte T-n), gekocht in einer Sauce von Petersilie od. mit anderen Ingredienzen versetzt, fricassirt (Taubenfricassee), od. in Pasteten (Taubenpastete). Die Taubenfedern, bes. von den Taubenhälsen, werden zum Schmuck gebraucht; der sehr hitzige Taubenmist besitzt viel Düngkraft, bes. bei Tabak u. Mistbeeten benutzt, wird auch von den Bäckern benutzt, um die Semmeln locker u. wohlschmeckend, auch zum Bier, um es schäumend zu machen.

d) Turteltaube (C. turtur), Kopf u. Hals hellblau, Rücken grau, schwarz gewellt u. gefleckt, an beiden Seiten des Halses schwarzer, dreifach weißgestrichelter Flecken, Brust hellgrau, violettglänzend, Bauch weiß, Flügel hell aschfarben, Schwung- u. untere Deckfedern schwarz, Schwanzfedern an der Spitze weiß; klein, furchtsam, scheu, doch gezähmt sehr kirre werdend; im gemäßigten Europa (auch in Deutschland), in Asien u. den südlichen Inseln, ist Zugvogel, kommt spät, geht bald wieder, beides in großen Schaaren, ist zärtlich, vermehrt sich nicht stark, nährt sich von allerlei Körnern, ruft als Liebkosung u. bei veränderter Witterung Turr, Turr; Fleisch schmackhaft; Abarten: die portugiesische, etwas größer u. tiefbrauner, die Turteltaube von Luçon u.a. e) Lachtaube (C. risoria), grauröthlich, an jeder Seite ein schwarzer halbmondförmiger Fleck, hat Stimme, wie das Lachen eines Menschen, wird als Stubenvogel gehalten, wo man ihr einen Korb zum Neste gibt, u. worin sie dann (16 Tage) brütet; sie liebt die Wärme, frißt Körner, badet gern; in Indien, China, Afrika, auch wohl in Südeuropa; f) Wandertaube (C. migratoria L., Ectopistes migratorius), gegen zwei Fuß lang, Weibchen kleiner, Kopf, Rücken, Deckfedern u. Bürzel asch- od. schieferblau, im zwölffederigen zugespitzten Schwanze die mittleren Federn schwarz, die seitlichen graulichweiß, Nacken goldgrün, Kehle u. Brust rothbraun, goldgrün u. purpurn schillernd, Bauch weiß; in Nordamerika; brüten an einem Ort, wohnen an andern temporär, gewöhnlich 2–3 Monate lang, u. suchen an noch andern ihr gewöhnliches Futter, Eicheln u. Buchnüsse. Ihr Flug ist sehr schnell; sie ziehen in ungeheuren Schaaren mehre Schichten übereinander u. dichtgedrängt. Der Zug befolgt alle Bewegungen der ersten T-n, so daß alle Krümmungen, selbst das Herabstürzen der T-n an Orten, wo einer der zahlreich ihnen folgenden Raubvögel auf sie stößt, pünktlich von den Folgenden nachgeahmt werden. Wo die T-n die Nacht zubringen, werden alle Bäume entlaubt, ja nach einigen Wochen entästet, indem die T-n, um einen Platz zum Niedersetzen zu finden, nicht nur sich dicht auf die Äste setzen, sondern auch schichtenweise auf einander hocken u. so die Äste brechen. Auf den Brutplätzen erhält man die Jungen, indem man die Bäume umhaut, man bekommt so zugleich 2–300 Junge, obschon die Wandertaube meist nur ein Ei legt; jene sind wahre Fettklumpen u. werden frisch verspeist, eingesalzen, od. zum Fettgewinn ausgeschmolzen. Auch erhält man. sie, indem man sie durch Schwefeldampf betäubt, od. mit Knitteln darunter wirst od. unter sie schießt; g) Capische T. (C. capensis), so groß wie eine Feldlerche; h) Reinwardts T. (C. Reinwardti), aus Celebes; i) C. venusta, nur 61/2 Zoll lang, aus Brasilien, u. m. a., alle mit langem Schwanz; mit kurzem, rundem od. viereckigem Schwanz dagegen k) C. jamboo, oben grasgrün u. purpurroth, unten schwarz, weiß u. rosenroth, auf den südasiatischen Inseln; l) C. dilopha, mit zwei Federbüschen, der kleinere grau, der größere rostgelb, von geschlitzten Federn, aus Australien; m) C. magnifica, die schönst gezeichnete, Kopf hellaschgrau, Rücken metallisch grün glänzend, Flügel citrongelb gefleckt, Bürzel u. Hosen gelb, an der Kehle u. dem Bauche purpurrothe, grün schillernde Flecke; aus Australien; wohlschmeckend.

Die T. galt von je für ein Sinnbild der Sanftmuth, Unschuld, Liebe u. ehelichen Keuschheit, so wie der Schönheit u. Nettigkeit. In Ägypten waren schwarze T-n das Symbol für Wittwen, welche dort nicht wieder heiratheten, sondern sich dem Gottesdienst widmeten. Bei den Juden kannte man die Haustaube (C. herodiana, weil der König Herodes viele T-n gehalten haben soll), welche in Taubenhäusern wohnten; Feld- u. Waldtauben, welche in Felshöhlen nisteten, u. die Turteltauben; zu Opfern dienten junge u. Turteltauben; daher auch im Tempel Taubenhändler saßen. Jüdische Ausleger wollten auch schon den Gebrauch der Brieftauben in Psalm 55,7 finden. Sonst wurden die T-n im Orient, bes. in Syrien u. Phönicien, als heilige Thiere verehrt u. hier nicht gegessen; auch den Samaritanern gaben die Rabbiner Schuld, daß sie T-n göttlich verehrt u. auf Befehl des Kaisers Diocletianus vor einem Taubenbilde Weinlibationen gebracht hätten. In Griechenland gaben weissagende T-n in Dodona mit Menschenstimmen von der heiligen Eiche herab die Orakel. Auch waren sie der Aphrodite, deren Wagen sie zogen, heilig. Man glaubte zu Eryx in Sicilien, daß wenn die T-n, welche daselbst um den Venustempel wohnten, wegzögen, auch Venus selbst nach Libyen wandere u. mit ihnen zurückkomme. Bei der Erziehung des Zeus auf Kreta holten T-n Ambrosia vom Westocean. T-n waren von guter Vorbedeutung u. sie wurden zu Botschaften gebraucht, indem man ihnen z.B. bei freudigen Ereignissen purpurne Bänder anband u. so heim fliegen ließ. Den Römern waren T-n Lieblingsspeise, u. man baute die Taubenhäuser (Columbaria) sehr sorgfältig; sie waren an dem obersten Dach, außen geglättet, innen weiß angestrichen. Bei ihnen wird der Gebrauch der Brieftauben namentlich bei der Belagerung von Mutina erwähnt, wo Hirtius dem von Antonius in jener Stadt[282] eingeschlossenen Dec. Brutus Nachrichten durch T-n gab, welchen er Briefe an den Hals od. die Beine gebunden hatte. Über die christliche Darstellung des Heiligen Gei stes durch eine T. s. Heiliger Geist. Vgl. Taubenbuch, Ulm 1790: Unterricht in der Taubenzucht, Berl. 1798; Die T-n, ihre Wartung, Haltung u. Benutzung, Hamb. 1817, 2 Bde.; Die Farbentauben, Dresd. 1818; Leopold, Der Taubenfreund, Sondersh. 1819; Landbeck, Anleitung die zahmen T-n zu erhalten u. zu erziehen, Strasb. 1820; Schm idt, Geheimnisse der Taubenzucht, 4. Aufl. Lpz. 1829; Riedel, Die vorzüglichsten bekannten Feinde der T-n, Ulm 1829; Putsche, Taubenkatechismus, Lpz. 1830; Pistor, Das Ganze der Taubenzucht, ebd. 1831; Weber, Der Taubenfreund, Quedlinb. 1835: G. Neumeister, Das Ganze der Taubenzucht, Weim. 1837; Treitschke, Naturgeschichte der T-u, Pesth 1839; Bois, Neue Art die T-n zu erziehen, 2. Aufl., Frankf. 1852; Bender, Taubenthurm u. Taubenschlag, Frankf. 1853; Korth, Die Taubenzucht zum Vergnügen, Berl. 1855; Brehm, Naturgeschichte u. Zucht der T-n, Weimar 1857; Korth, Taubenzeitung, Berl. 1857 ff.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 17. Altenburg 1863, S. 278-283.
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