Französische Literatur

[779] Französische Literatur, die, beginnt mit dem Vorhandensein des franz. Volkes, somit im 9. Jahrh., wo das Romanzo, die lingua rustica romana, sich in 2 besonderen Mundarten, in der langue dʼoc und langue dʼoil ausbildete. Von der deutschen unterscheidet sich die f. L. im Ganzen dadurch, daß letztere von Oben herab gepflegt u. beherrscht wurde und schon dadurch weniger einen universellen als nationalen u. dabei ziemlich einförmigen Charakter gewann. An der Stelle des innigen Naturgefühles, der Gemüthlichkeit und Ideentiefe tritt das Verstandesmäßige, die Richtung auf das Greifbare u. Nützliche in den Vordergrund. Scharfe Beobachtungsgabe, Klar heit des Denkens, große Gewandtheit des Ausdruckes und Lebendigkeit sowie Allgemeinverständlichkeit der Darstellung, vor allem aber ein originaler Witz sind Vorzüge der f. L., welche niemand derselben bestreitet. Erste Periode von der Zeit der Karolinger bis auf Franz II. (etwa 850–1515). Die Sprache der Kirche, das Latein, blieb bis zum Ende der Periode die vorherrschende Sprache der Gerichte, öffentl. Verhandlungen und der Gelehrten, wobei jedoch der französ. Geist die latein. Form vielfach durchbrach u. beherrschte. Schon Karl d. Gr. mußte übrigens verordnen, daß im Romanzo gepredigt werde, 842 wurde bei der bekannten Zusammenkunft [779] bei Straßburg die Sprachverschiedenheit der Franken und Deutschen offenkundig. Dem 9. Jahrh. gehört das älteste schriftliche Denkmal des nordfranzös. Romanzo, der langue dʼoil an, nämlich eine Legende der hl. Eulalia (herausgeg. von Hoffmann von Fallersleben u. Willems, 2. Aufl. Gent 1845), dem 10. u. 11. das »Leiden Unseres Herren«, »La vie de Saint-Leger« u. dgl., dem 12. das Leben des hl. Alexis. Vom Mittelmeer bis zur Loire herrschte die langue dʼoc hier blühte aus dunkeln Anfängen des 9. und 10. Jahrh. die provençalische Dichtung auf, welche ihre Glanzperiode besonders unter der Herrschaft der Berengare (1100–1245) im Königreich Arelate feierte, merkwürdig an sich u. noch mehr durch den weitverzweigten Einfluß, welchen sie auf die Dichtkunst der Nordfranzosen und aller damals gebildeten Völker Europas, namentlich auch der Deutschen, ausübte. Erst in neuerer Zeit, wo Buchon und Guizot sich um Sammlungen der franz. Geschichtsquellen des Mittelalters namhaftes Verdienst erwarben, sammelte man auch die Reste der provençal. Dichtung, als deren Vertreter 351 Troubadours mindestens dem Namen nach bekannt sind, u. schrieb M. Fauriel die »Histoire de la poésie provençale« (Par. 1846, 3 Bde.). Als der älteste Troubadour erscheint Graf Wilhelm IX. von Poitiers (geb. 1071, gest. 1127), ritterliche und geistliche Nachfolger schufen eine kunst- und hofgerechte Dichtung, während die Jongleurs, die alten herumziehenden Volkssänger, zu Bänkelsängern u. Spaßmachern herabsanken. Den Geist der provençal. Dichtung spricht der Wahlspruch eines Troubadours aus: Alles für Gott, Frauenschönheit u. Ruhm! – Stoff zur Dichtung boten außer den Frauen, deren Lob sich besonders seit 1150 in zahllosen Cansos ergoß u. allmälig unflätig wurde, nachdem Cercamon, der Gascogner Peter von Valeira, Giraud, Folquet u.a. ausgesungen: die Kreuzzüge (Peirols, Peter Vidal, Bertrand de Born), die Kämpfe gegen die Mauren in Spanien (Marcabrus, blühend um 1127–50). Die Satyre der Troubadours (Syrventes) ward nicht nur vom Sittenzerfall (Peter Cardinal) den engl. Kriegen (Bertrand de Born) u. dem tyrannischen Karl von Anjou (1220 bis 85) herausgefordert, sondern kehrte sich auch voll Deutschenhaß gegen die Römerzüge der Kaiser und voll unkirchl. Sinnes gegen die Bekämpfer der Albigenser (Perdigon). Seit 1300 sank die provençal. Dichtung und 1480 ward die langue dʼoc ein Patois; doch wurde noch in der 2. Periode in ihr gedichtet. Die langue dʼoil entwickelte sich zur heutigen franz. Schriftsprache und hatte zu Luthers Zeit schon ziemlich die jetzige Gestalt. Die Nordfranzosen hatten unstreitig ihre Heldenlieder und Legenden, u. provençal. Einfluß verbesserte ebenso unstreitig den rohen Volksgesang u. bereitete die Blüte der Lyrik vor, aber die Kämpfe der karolingischen Zeit und der Normannen hemmten die Fortschritte der f. L. wie später die engl.-franz. Kriege. Erst mit dem Emporkommen der Königsgewalt unter Ludwig VI. (1108 bis 37) gedieh die Poesie. Neuere wie Fauriel sprechen den geistlichen u. ritterlichen Kunstdichtern Nordfrankreichs (Trouvères, Maistres) originale Schöpfungen fast ganz ab und lassen dieselben alte provençal. Dichtungen, namentlich die aus dem vielästigen Sagenkreise der Karolinger, das Rolandslied, die Tafelrunde, Graalsage, den Perceval u.a. umarbeiten. Sicher ist, daß die Franzosen eines Volksepos entbehren, außer der Henriade kaum ein erträgliches Kunstepos besitzen und die epische Armuth durch Romane zu ersetzen strebten. So sangen Bechada und Gaubert um 1130 die Thaten des Gottfried von Bouillon, Alexander von Bernay, von welchem das bekannte Versmaß des Alexandriners herrührt, verherrlichte im Roman Alexander d. Gr., den König Philipp August und das Ritterthum seiner Zeit, Lambert le Cors u.a. setzten den versificierten Heldenroman fort, während der Roman in ungebundener Rede Platz gewann. Der Geistliche Rob. Wace lieferte in Reimen um 1155 den berühmten Roman »Brut dʼAngleterre«, welchen der »Roman de Rou« fortsetzt. Chrétien de Troies (st. 1091) bearbeitete den Perceval; Tristan (um [780] 1150), Lancelot u.a. wurden Heldengestalten der Romane der Trouvères, während die der Provençalen: Faurabras (der franz. Don Quichote), Gerard de Roussilon, Guillaume au Courtnez u.s.w. im Andenken blieben. Die prosaischen Romane bewegten sich meist im nebelhaften Sagenkreise des Amadis u. standen an Werth unter den Contes und Fabliaux (s. d.), deren geistl. Vertreter die Contes dévots und Miracles wurden. König Thibault von Navarra (1201–53) und Karl von Anjou gehörten unter die frühesten und besten Fabliers. Die franz. Vorliebe für allegorische Dichtung bewährte sich in der Thatsache, daß der »Roman de la Rose«, der in 22000 gelehrten, bilderreichen Versen die Kunst zu lieben lehren will und im Schmutz verendet, bis auf Franz II. als das vornehmste Nationalwerk gepriesen und oft genug neben Dantes göttliche Komödie gestellt wurde. Die allegorischen Doctrimaux, Debats, Danses, Nefs, Jonges u. dergl. waren Spielereien, die für poet. Verarmung zeugten. Die Lyrik bereicherte König Thibault mit vielen Liebesliedern, das 14. Jahrh. war reich an Lyrikern (Gaßas de Brulez, der Castellan von Coucy, die Dichterinen Doëlez de Troies, Marie de France); gegen das Ende desselben versuchte sich der Historiker Froissart (s. d.) zuerst in der romantischen Schäferpoesie. Je mehr das Königthum und die Städte über das Ritterthum emporstiegen, desto prosaischer wurde die Zeit. Im 15. Jahrh. ward die Dichtkunst zum Handwerk der Unterhaltung, unterschied sich aber von der deutschen Meistersängerei dadurch, daß in den künstlich gebauten Rondeaux, Triolets, Quatrains u.s.w. oft viel Witz steckte. Der Herzog Karl von Orleans, Alain Charetrier u.a. zeichneten sich hierin aus. Ein origineller Dichter war jedoch nur Villon, ein volksmäßiger der lustige Walkmüller Olivier Baßelin mit seinen Trinkliedern und mehr als alle Kunstlyrik der Rhétoriciens (zünftigen Meistersänger) und höfischen Gelegenheitsdichter galten die schmutzigen Produkte im Style des Pierre Fairfeu, des franz. Eulenspiegels. – Aus dramatisirten biblischen Erzählungen, Legenden entstanden im 15. Jahrh. die Moralités aus dialogisirten Fabliaux die regelrechten Lustspiele, Paraden. Die Satyre hatte sich schon weit früher im »gekrönten Fuchs« volksmäßig derb ausgelassen, jetzt machten sich die »Kinder ohne Sorgen« Verspottung der Zeitgenossen auf dem Theater zur Aufgabe und brachten in ihren Sottises häufig polit. Satyren, bis Franz I. Censur ihnen die Flügel beschnitt. Hinsichtlich der Wissenschaften förderte Karl d. Gr. auch im Frankenlande die Volksbildung und förderte Klosterschulen. Nach den Kämpfen des 9. u. 10. Jahrh. blühten die Schulen zu Bec, Laon, Tours, Rheims, Fleury u.s.f. Unter Ludwig VII. (1137–80) entstand die Universität Paris und wurde allmälig erweitert, nach ihrem Muster entstanden Anstalten zu Montpellier (1220), Orleans (1312), Toulouse, Lyon, Avignon, Grenoble. Ludwig IX., der heilige (1226–70), dessen Kinder Vincent von Beauvais, der früheste Encyklopädiker erzog, gab den ersten Codex einheimischen Rechtes, gründete die Sorbonne und legte eine Bibliothek an. Der ritterlich-epische Geist beherrschte auch die Chronisten, unter denen Adelbert von Aix (1120), Radulf von Caën (1130), Ordericus Vitalis (1142), Abt Suger von St. Denys (st. 1151) sich auszeichneten; mit Villehardouin, der als Augenzeuge die Einnahme Konstantinopels durch die Kreuzfahrer (1204) beschrieb, beginnt die eigentliche französ. Geschichtschreibung, indem er sich seiner Muttersprache bediente. Joinville beschrieb treuherzig um 1309 die »Histoire de St. Louis«, Froissart (st. nach 1400) herrlich die Kriege mit England u. nach langer Ebbe Ph. de Commines die Thaten Ludwigs XI. und Karls VIII. (1461 bis 98), letzterer bei weitem nicht erreicht von Cl. de Seyßel, dem Geschichtschreiber Ludwig XII. (1498–1515). Die zweite Periode der f. L. von Franz I. bis zum Tode Ludwigs XIV. (1515–1715) theilt sich A. in eine namentlich durch die Hugenottenkämpfe ziemlich unfruchtbare Zeit der Gährung (1515–1643) und B. in das Zeitalter [781] Ludwigs XIV., das goldene der f. L. A. Das Aufkommen der Königsgewalt hatte die Franzosen gewöhnt, auf Paris zu schauen, jetzt machte Franz I. die Mundart der Nordfranzosen zur allgemeinen Geschäfts-, Gerichts- u. Büchersprache, begründete die Académie française u. wurde nicht nur zum »Vater«, sondern auch zum Gebieter der Künste und Wissenschaften, was letzteren nicht allzuviel schadete, weil das Königthum national und der Hof der vollendetste Ausdruck des Volksgeistes wurde. Für die Landessprache geschah ungemein viel, aber auch für alte Sprachen und Literatur, wofür die Namen Budäus, Constantin, Stephanus, Vigerus, Muret, Lambin, Casaubon, Salmasius u.a.m. zeugen; die Alten u. unter den Neuern besonders die Italiener (Ariost, Boccaccio) gewannen Einfluß. Franz I. selbst dichtete, weit besser seine Schwester Margaretha von Navarra u. sein Kämmerling Cl. Marot (st. 1544), welche den Ton angaben. Erstere zeichnete sich als Dichterin von geistlichen Liedern u. Novellen aus, Marot machte Epigramme, nach griech. und italien. Mustern leichte Lieder u. wurde in Erzählung u. Idylle der Schöpfer eines bessern Styles (Marotage). Um 1560 tauchte P. de Ronsard, der »Fürst der Dichter« an der Spitze der Pleijade française auf, welche bombastische Hymnen u. Sonette lieferte. Sie wurde weit übertroffen von Malherbe (1555–1628), der als großer Verstandesdichter mindestens »das erste Muster edeln Styles« gab, sowie von Bertaud u. Desportes. Die Epik gelang nicht (Ronsards Franciade), die Elegie nur dem Marquis de Racan (1625), den Frauen L. Labbé (die schöne Seilerin) u. der H. de la Suze. Bis um 1550 blieben Romane die beliebteste Lectüre, die alten Fabliaux wurden durch Novellen ersetzt; um 1580 kam der span. Schäferroman, die dickleibige Astrea des Honoré dʼUrsé (1610) wurde noch 1733 genießbar gefunden. Trefflich wie immer gelangen poetische Spielereien, namentlich Epigramme; Paßerat wurde der Vorgänger Lafontaines in der Fabel, die Satyre blühte auf durch F. Rabelais (st. 1553; Gargantua u. Pantagruel) u. erhielt durch de la Fresnaye (st. 1606) feinere Form, die 16 Satyren des M. Regnier (st. 1613) aber wurden als grob u. schmutzig getadelt. Dagegen erwarb Scarron (1610 bis 60) durch poet. Pasquille, durch die Travestie der Aeneide und im komischen Roman hohen Ruhm. Das Drama erhielt durch E. Jodelle (st. 1573), Peter von Rivoy, Garnier u.a. so ziemlich die neue Gestalt, das Trauerspiel Wenceslaus des I. Routrou (st. 1650) blieb Jahrhunderte auf der Bühne. – Auch hinsichtlich der Wissenschaft waren die Jahre 1515–1643 eine Zeit der Vorbereitung. Der Gegensatz der Reformation wirkte belebend auf die Theologie ein, herrliche Ausgaben der Kirchenväter kamen, Dogmatik und Kirchengeschichte wurden bearbeitet. Wir nennen nur die Namen I. Sirmond, P. Possin, Petau, Labbé und die Congregation des hl. Maurus (gestiftet 1613). Die Geschichtschreibung zählte den de Thou, der die Geschichte von 1585–1607 lateinisch aber ausgezeichnet schrieb, unerreicht von Aubigné u. noch mehr von den Memoirenschreibern Sully, Blaise de Monluc, Michel de Castelnau, Brantome u.a. Das Mittelalter bearbeiteten Pithon und du Chesne, die Chronologie Petau; 1611 gab Renaudot das erste polit. Journal heraus, den Mercure françois. In der Didaktik zeichneten sich I. de Montaigne (1533–92) und J. L. G. de Balzac aus, die Beredsamkeit gedieh auf Kanzeln sowie in den Parlamenten u. durch Staatsmänner (G. du Vair), Costar wurde in eleganten Briefen tonangebend, die Rhetorik (Fouquelin 1555, Courcelle 1557) fand gute Bearbeiter, dagegen bewiesen die Poetiken, daß die Franzosen in Geschmackssachen nur schwer über den Jardin de plaisance vom J. 1498 hinauskamen, welcher die Reimkunst für Poetik hielt. Die Mathematik fand einen Vieta, Descartes, Girard, die Naturwissenschaften bekamen Aussichten durch Anlegung botan. Gärten (Montpellier), in der Medicin schwächten I. Goutier und Vesal das alte Ansehen des Hippocrates und Galen. Die Rechtsgelehrsamkeit [782] ward gehoben durch die Romanisten W. Budäus, Cujacius, F. Duaren, Brissonius; die Kanzler Olivier und lʼHopital u.a. förderten die Kunde des einheimischen Rechtes. B. Das Zeitalter Ludwigs XIV. ist das classische der f. L. (1643–1715), Richelieus staatsmännischer Blick erkannte die Macht der Presse und die Franzosen, deßhalb förderte er Künste und Wissenschaften, machte die Académie française zum obersten Gerichtshof über Erzeugnisse des Geistes und fesselte die Geister durch Pensionen und Geschenke an den Hof. Colbert stiftete später die Akademie der schönen Künste und Inschriften (1663) sowie die der Wissenschaften (1666) u. that Großes für die f. L., auch für das Allgemeinwerden des Studiums der Alten. Dieselben wurden erläutert u. commentiert von Tanaquil Faber, den beiden Dacier, H. Valois u.a., von den Alterthumsforschern Montfaucon, Pomey, Banier u. durch zahllose Uebersetzer anziehend und genießbar, durch Ausgaben in usum Delphini möglichst unschädlich gemacht. Die Alten in franz. Gewande aufleben zu lassen, statt der Natur mehr den Hof und die Stadt zu studieren, statt den Regeln des eigenen Genius den Machtsprüchen der Akademie und den literarischen Coterien (Ninon de lʼEnclos, Marquise de Sevigny) zu gehorchen, war Sache der franz. Classiker. Die Namen Boileau (1636–1711), Lafontaine (1621–95), Fenelon (1551 bis 1715), Jean Racine (1639–99) sind so bekannt wie die des Molière (1620–73) und P. Corneille (1606 bis 84) (s. die betreff. Art.). Die Lyrik machte wenig Fortschritte, doch dichtete I. Racine treffliche religiöse Gesänge für das Kloster St. Cyr, Lainez (st. 1710), de la Fare (st. 1712), Chaulieu (st. 1720) sangen im Geiste Anakreons, J. B. Rousseau errang durch seine Oden den Beinamen des französ. Horaz. Vortrefflich und zahlreich sind die Epigramme, dagegen zeichnete sich im Epos nur Fenelon aus, insofern man den weltbekannten Telemach als episches Gedicht in Prosa gelten läßt u. Boileau lieferte im Chorpult (le lutrin) das unerreichte Muster einer komischen Epopöe. In komischen Erzählungen glänzte Lafontaine, in der Idylle die Dichterin Deshoulières (st. 1694), während Renaud de Segrais sich zu sklavisch an Virgil hielt. Calprenède verherrlichte die Helden des Alterthums im Tone des Ritterromanes u. bereitete so den histor. Roman vor, in welchem sich die Gräfin Lafayette mit Glück versuchte. Zahllose Feenmährchen (Graf dʼHamilton) fanden als neue Erscheinung Europas Beifall. Das berühmteste Lehrgedicht blieb die lʼart poétique des Boileau, an welcher man den Mangel positiver Bestimmungen über das Wesen der Poesie rügt. In der didaktischen Prosa leisteten Treffliches A. Arnauld, de la Bruyère (st. 1699) u.s.w. in ihr u. in der geistl. Beredsamkeit Bossuet (1617–1704), Fléchier, die Jesuiten Bourdaloue (st. 1704) u. de la Rue (st. 1725), der Protestant I. Saurin (st. 1730); in der gerichtl. Beredsamkeit O. Patru (st. 1681), welchen später Pitaval (st. 1743) u. dʼAguesseau (st. 1751) übertrafen. Im Briefstyl lieferte Pascal (st. 1662) die ersten Muster, I. Racine, noch mehr die Frauen Babet (st. 1665) u. de Sevigné Vorzügliches. Die dramatische Poesie erreichte ihre höchste Blüte, seitdem Molière und P. Corneille das Schauspiel u. Trauerspiel reformirt u. den dramatischen Geschmack der Nation bestimmt hatten. In Molières Fußtapfen traten Regnard (st. 1709), Legrand (st. 1728) u.a.m. Aechtfranz. Trauerspiele schufen Racine u. Corneille, A. R. le Sage (st. 1747) überflügelte seine span. Vorbilder in Erzählungen und Komödien, namentlich war er der erste kunstmäßige Bearbeiter des Vaudeville, aus welchem die Opéra comique hervorging. Cardinal Mazarin ließ 1645 und 47 italien. Opern aufführen, P. Perrin verfertigte die erste französ. Oper (1650) und schon 1669 entstand die Académie royale de musique. – Die Wissenschaft im strengeren Sinne schritt im Zeitalter Ludwigs XIV. weiter. In der Theologie zeichneten sich außer den großen Kanzelrednern die Kirchenhistoriker Tillemont, Fleury, Basnage aus, die bibl. Literatur ward von Capellus, Morin, Bochart u.a. bearbeitet, [783] Bossuet lieferte Grundlinien einer christl.-philosoph. Geschichtsanschauung. Die Geschichte beschränkte sich auf großartige Sammlungen (dʼAchery, Mabillon, Ruinart, Martène, Durand), die alte Geschichte behandelte der tiefgelehrte Tillemont, Kollin (st. 1741), ausgezeichnete Specialgeschichten lieferten der Herzog von Rochefaucould (st. 1680), der scharfsinnige S. Real (st. 1692), Vertot (st. 1735). Interessante Memoiren schrieben der Cardinal von Retz und Simon; Mabillon begründete die Diplomatik. In Mathematik, Mechanik, Hydraulik, Physik (Mariotte) wurden weit glänzendere Erfolge erzielt als in der Geschichtschreibung, die Astronomie hatte ihren Cassini, die Naturwissenschaften förderten N. Lemery, S. F. Geoffroy, Vallot u.a. vornämlich auch die Prachtliebe des Königs, dessen Ruhmsucht gleichzeitig die militär. Wissenschaften zu Fortschritten zwang. Die dritte Periode der f. L. von Ludwig XIV. bis auf unsere Tage (1715–1855) ist characterisirt, indem einerseits die Errungenschaften der frühern festgehalten und im Einzelnen vervollkommnet und vielfach erweitert wurden, anderseits der Geist der Verneinung das »philosoph. Jahrh.« durchsäuerte, Frankreich der Revolution in die Arme liefern half, innerlich theilte und zersplitterte und der Literatur einen vorherrschend antikirchl. und politisch-socialen Charakter verlieh. Man nimmt füglich 2 Epochen an, deren 1. durch Voltaire vertreten wird u. deren 2. mit dem J. 1789 beginnt. A. 1715 bis 89. Am Ende des 17. Jahrh. wurde Paris zur geistigen Herrin Europas, weil trotz aller Unnatur u. allen Widersprüchen die Franzosen damals doch den meisten Völkern geistig überlegen waren. Ludwigs XIV. erste Nachfolger überließen die Literatur ihren Mätressen, an die Stelle der Akademien traten mehr oder minder die Salons der vornehmen Welt (lʼEspinasse, Düdeffant, Holbach), die f. L. nahm eine feindselige Richtung gegen die Kirche sowohl als gegen die bürgerl. Ordnung. Montesquieu (1689 bis 1755), Voltaire (1694–1778), J. J. Rousseau (1712–78), Diderot (1713 bis 84), die Encyklopädisten, s. d. betr. Art. – Als Lyriker zeichnete sich le Franc de Pompignan (st. 1784) durch religiöse Lieder und Oden aus, minder L. Racine (1692–1763); Voltaire, Bernard (1710–55), Dorat (1734 bis 80) u.a. dichteten leichte Chansons, witzelnde Lieder, Colardeau, Bertin, Laharpe Elegien. Voltaire schuf die Henriade, befleckte sein komisches Genie in der Pucelle durch Schamlosigkeit, dagegen lieferte L. Gresset (1709–77) die musterhafte komische Epopöe Vert-Vert. An komischen u. noch mehr an frivolen Erzählungen wurde die f. L. überreich durch Voltaire, W. de Grecourt (1683 bis 1743) und viele andere. Moncrif (1687–1770) dichtete Romanzen, Leonard (st. 1793), Berquin (st. 1791) geßnerische Idyllen, Voltaire u. J. J. Rousseau blieben im sog. philosoph. Roman unerreicht, Prèvet dʼExiles (st. 1763) und der sittenstrenge Duclos (st. 1772) schrieben Familienromane, Marmontel (st. 1799) und Florian (1755 bis 94) historische, Marivaux (st. 1763) u. Gravigny sentimentale Romane. Die persischen Briefe des Montesquieu (1689 bis 1755) fanden zahllose Nachahmer, C. Crebillon (st. 1777) eröffnete den Reigen der schamlosesten Romane, welche keine würdigeren mehr aufkommen ließen. Im Lehrgedicht zeichneten sich L. Racine (la Religion, la Grace), Dorat, Leonard, besonders der Cardinal Bernis (la Religion vengée) aus, in der Fabel vor allen Florian, an Epigrammen u. Episteln (Piron, st. 1773; Colardeau, Gresset, Delille, Chaulieu, Thomas, Laharpe) wurde die f. L. überreich, der Geist der Satyre machte sich in den verschiedenartigsten Gebieten geltend. In der dramat. Poesie steht nur Voltaire würdig neben seinen Vorgängern im Trauerspiel, einige ahmten die Griechen nach, Diderot machte Propaganda für seine »Philosophie« in bürgerlichen Schauspielen, Piron, Gresset, Sedaine (st. 1797), noch weit mehr Florian u. Beaumarchais (st. 1799), lieferten vortreffliche Lustspiele, letzterer auch Opern. Die Prosa erhielt sich auf ihrer Höhe, die Wissenschaften verbreiteten sich in ganz Frankreich, in Provincialstädten wurden Akademien errichtet, aber Paris [784] blieb tonangebend, jede Kunst und Wissenschaft blieb ein Monopol und wurde gleichzeitig ein Werkzeug revolutionärer Propaganda. In der geistlichen Beredsamkeit zeichneten sich der Abbé de Beauvais und P. Bridaine aus, in der weltlichen viele éloges der Akademie (Fontenelle, st. 1757, A. Thomas, st. 1785), als Didaktiker Montesquieu, Duclos (über die Sitten des 18. Jahrh.), Panage (st. 1772), Thomas, Mercier, Berquin, Florian, als Aesthetiker gewann Batteux (st. 1780) nur zu großes Ansehen, Fontenelle u. Marmontel leisteten hierin Besseres. Die Geschichtschreibung glänzte vielfach durch ihre Form (L. Crevler, st. 1765; Ch. de Broßes, st. 1777; Duclos, Voltaire; Barthélemy, st. 1795; Raynal, st. 1796), ward aber durch Montesquieu, Voltaire u. mehr mittelbar durch J. J. Rousseau in ganz falsche Bahnen gelenkt. In den Naturwissenschaften machte Buffon Epoche; gegen das Ende des Jahrh. besaß Frankreich die größten Mathematiker und Astronomen (Bailly, Condorcet, dʼAlembert, Fontaine, Lecaille, Lacroix, Vaucanson u.a.m.). B. 1789 bis heute ward der Gang der f. L. durch gewaltige polit. Ereignisse ebenso bestimmt als gehemmt. Die Revolution zeigte sich gegen die Künste u. Wissenschaften nicht dankbar, Napoleon I. förderte nur die exacten Wissenschaften u. strebte, Paris zum Weltmuseum und zur Weltbibliothek zu machen, blieb aber ein abgesagter Feind aller »Ideologen«; während der Restauration machte sich der Gegensatz zwischen Classicismus und Romanticismus d.h. den Anhängern der Akademie und des Bestehenden u. ihren Gegnern (Baour-Lormian) geltend, letztere siegten 1830 u. zersplitterten sich in Parteien, welche nach dem Sturz des Bürgerkönigthums 1848 von ihren Anstrengungen eine Ermüdung zeigten, aus welcher das Kaiserthum von 1852 die f. L. noch nicht zu reißen vermochte. – Als Lyriker feierte D. E. Lebrün (1729–1807) begeistert die Revolution, deren bester Dichter M. I. de Chenier (1764 bis 1811) wurde; P. Lebrün, Desaugiers und Riouffe fangen in der Kaiserzeit, Beranger (geb. 1780) erlangte als Ausdruck der Opposition gegen die Bourbons ungeheure Popularität. Delavigne behauptete eine Mittelstellung zwischen den Classikern u. Romantikern, Lamartine (geb. 1790) gewann durch seine von Religion und Liebe durchglühten Gedichte (der neueste Roman »Raphael«, 1852, scheint jedoch wenig mehr als ein Seitenstück zu Göthes Werther zu sein) hohen Ruhm, Victor Hugo aber schwang sich zum Haupt der romantischen Schule empor, welcher schon vorher E. und A. Deschamps, Alfred de Musset und viele andere angehörten. Elegien dichteten Chenier und die Dichterinen Babois u. Desborde-Valmore, Romanzen Gérard, Victor Hugo, Deschamps. Die Idylle wurde höchstens durch Lamartine vertreten, im Epos nichts geleistet, dagegen gewannen früh Mery u. Barthelemy (geb. 1796) mit erzählenden Gelegenheitsgedichten, »Zwölf Tage der Revolution«, »Napoleon in Egypten«, »der Sohn des Mannes« u.s.f. großen Beifall. Deutscher und engl. Einfluß (Frau von Staël, Chateaubriand) machten sich bei den Romantikern vielfach geltend, namentlich im Romane, dem sich fast alle ausgezeichneten sowie die untergeordneten Geister zuwandten. Wir nennen hier nur Chateaubriand, Jouy und Jay, die Dichterinen Genlis, Cottin, die Herzogin von Duras, die Frau von Staël; dann unter den Verfassern historischer Romane Salvandy, dʼArlincourt; von der übergroßen Zahl der Vertreter des Tendenzromanes und der Novellenliteratur in den verschiedenartigsten Richtungen die auch bei uns populären Namen: Paul de Kock (der den Anfang zu den socialistischen Romanen machte), George Sand, Jules Janin, Victor Hugo (Notre Dame), A. Dumas, Balzac, Karr, A. de Musset, vor allen Eugen Sue. Das Lehrgedicht wurde von den Classikern vortrefflich angebaut: Delille, Esménard (La navigation), Daru, Michaud, St. Victor u. viele andere. Als eigentlicher Satyriker wurde nur Barbier (Jambes) bekannt. In der dramat. Poesie blieben I. Chenier, Laharpe, Raynouard, Lemercier, bedingt auch Delavigne und Jouy der Akademie getreu,[785] die Romantiker beherrschten nach der Julirevolution die Bühne, warfen zu den Fesseln der Akademie auch die des guten Geschmackes weg u. wurden unnatürlich, gräßlich u. vielfach gemein: Victor Hugo, A. Dumas, A. de Vigny. Delavignes Lustspiele wurden auch in Deutschland bekannt, während der Ingrimm der meisten Romantiker gegen das Bestehende kein Lustspiel bei ihnen aufkommen ließ. Unter den Dichtern von Vaudevillen wurde Scribe der bedeutendste und unerschöpflichste. Dem einreißenden Zerfall durch Schaudertragödien u. Melodramen trat die Schauspielerin Rachel entgegen, indem sie die Classiker wieder zu Ehren brachte. An Uebersetzungen u. Bearbeitungen deutscher u. engl. Stücke (Schillers Maria Stuart wurde nach der verfehlten Bearbeitung des P. Lebrün 1820 50mal hintereinander aufgeführt), hat es nicht gemangelt, seitdem der Zug nach dem Natürlichen sich geltend machte und der Glaube an die poet. Unfähigkeit der Deutschen verschwunden ist. Die Fortschritte der Wissenschaften wurden seit 1789 durch Kriege und die polit. Bewegung gehemmt, doch gewannen die polit. Beredsamkeit u. Journalistik, die Geschichtschreibung und vor allem die exacten Wissenschaften Vieles. Dem Reichthum an polit. Rednern (Mirabeau, Vergniaud, Danton, Carnot; Restaurationszeit: Chateaubriand, B. Constant, Foy, Manuel, Villèle; seit 1830: die beiden Dupin, C. Perrier, Odillon Barrot, Guizot, Thiers, Lamartine, Montalembert) steht eine große Armuth an geistlichen gegenüber: Boulogne, st. 1825; Lacordaire. Die Literatur der Geschichtschreibung wuchs ins Ungeheure, fast alle ausgezeichneten Männer schrieben geschichtliche Werke u. Memoiren (sogar der Henker Samson seine Memoiren) od. erhielten Biographen, aber Unparteilichkeit, unbefangenes Urtheil über das Ausland waren schon durch den unaufhörlichen Kampf der verschiedenen Parteien sehr erschwert. Die Revolution wurde von vielen behandelt: Mignet, A. Lameth; C. Faganel, Thiers, die Gironde von Lamartine, das Consulat u. die Kaiserzeit von Arnault, Thibaudeau, H. Hugo, Thiers, die Kriegsgeschichte von Jomini, Segür, Foy, Gourgaud u.a.m., die Restauration von Capefigue und Lacretelle, das Bürgerkönigthum vom Socialisten Louis Blanc; Provincialgeschichten von Barante, Daru, Dulaure. Man unterscheidet eine beschreibende Schule (Barante, die beiden Thierry); eine fatalistische (Thiers) und eine doctrinäre (Guizot), in welche Clavier, Michelet, Salvandy, Villemain, Michaud u.a. zu vertheilen sind. In die Staatswissenschaften trieb die socialist. Schule (Fourier, Lammenais) einen Keil, die Fortschritte der Nationalökonomie, Kriegswissenschaft und Naturwissenschaften sind durch die Namen Say, Carnot, Laplace, Lavoisier, Cuvier, Decandolle, Jussieu, Agassiz angedeutet. Vgl. die oben erwähnte Geschichte der provencal. L. von Fauriel; Lʼhistoire littéraire de la France, Paris 1733–1853; Villemainʼs »Cours de la littérature française«, Paris 1828–30, 6 B.; ferner »Cours de la litt. f.« von Laharpe, Idelers Handb. der französ. Sprache und Literatur, Berlin 1825, Wachlers Handb. der allg. Gesch. der literär. Cultur, Marburg 1805.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 2, S. 779-786.
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